Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
PCO?
maulwurfinchen:
Hallo,
Thema wird sicher so ziemlich sofort wieder verschoben, ich packs aber erstmal hier her...
Mein Blutzucker ist seit ca. 6 Wochen völlig außer Kontrolle, sowas hatte ich noch nie. Er steigt und steigt und ignoriert gern Korrekturversuche, egal ob nüchtern oder nach dem Essen, es stimmt nichts mehr. Ich gehe mit 140mg/dl ins Bett und wache ein paar Stunden später mit 310mg/dl wieder auf. Das ungefähr täglich. Morgens habe ich immer weit über 200mg/dl, spritze dann Korrektur + Gupf, um Mittags dann wieder 210mg/dl (oder gleich 300mg/dl) zu haben. Nach dem Mittagessen, (natürlich mit DEA + Korrektur) ist der Blutzucker dann manchmal mehr oder minder genehm (so um die 150mg/dl), um bis Abends wieder auf 250mg/dl zu sein. Ich korrigiere nur noch, wobei die Korrektur oft nicht klappt. BE Faktoren scheinen plötzlich auch nicht mehr zu stimmen.
Da ich es nicht mehr hinrkriege, war ich heute als "Notfall" beim Diabetologen, der meiner Theorie zustimmte, dass es an den Hormonen liegen könnte (wobei es mich wundert, Pille im Dezember abgesetzt, Blutzucker von Juli bis September im Schnitt bei ca. 120mg/dl und jetzt katastrophal). Also zur Gynäkologin, wo leider nicht meine da war, sondern nur die aus der Praxis, die ich weniger mag. Die hat mir vor den Latz geknallt, dass sie auf PCO tippe. Mehr Infos konnte ich ihr nicht entlocken, gab nur Blutabnahme und Überweisung zum Endokrinologen.
Kennt sich jemand aus??! Hilfäh! Ich kapiere garnichts. Auf den Seiten über PCO steht viel von Übergewicht (hab ich nicht), Haarausfall (hab ich nicht), Haarwuchs an den "falschen" Stellen (hab ich nicht), Pickel (ja, hab ich momentan, seit 6Wochen), unregelmäßige Regelblutungen (ja, aber meinem Eindruck nach pendelt sich das ein) und Insulinresistenz (hm, scheint momentan auch gegeben). Kann das sein? So plötzlich??!
Hab das durchgelesen und es klingt nach Horror. Metformin nehmen und eventuell nie Kinder haben? Ergebnisse der Blutuntersuchung dauern 8-10 Tage und ich drehe hier durch.
Insulinampulle habe ich komplett gewechselt (neue Charge), Katheter oft gewechselt, spritze Korrektur inzwischen aus dem Pen. Infekt scheine ich keinen zu haben. Tipps? Ideen? Mein Diabetologe sagt nur, Basalrate raufsetzen. Aber führt das nicht erst Recht zu einer Resistenz? Fange jetzt doch an meine BE Faktoren zu erhöhen.
Im Ernst, ich bin echt fertig und weiß nicht mehr weiter. Ich gebe mir solche Mühe und so katastrophalen Blutzucker hatte ich nur mal 2 Tage von Cortison, sonst aber noch nie. Ich verkrafte nicht noch eine Krankheit mit derartigen Ausmaßen.
Joa:
Hallo,
--- Zitat von: maulwurfinchen am November 06, 2007, 22:26 ---
Kennt sich jemand aus??! PCO ...
--- Ende Zitat ---
PCO :kratz: :kratz: :kratz:
Was für eine Pumpe hast Du P 511, x12 oder gar x22?
Wegen der möglichen Strategien.
Ansonsten:
@Jörg: Hiiilfe!
Ich will hier nicht was von erheblicher Erhöhung der Insulinmengen (dann natürlich immer Bolus und Basal) sagen. Schließlich hast Du bei einer IE zum Gupf-Test schon Dein Veto eingeworfen.
@ Maulwurfinchen: Schau mal nach B-Korrektur. Vermutlich, so denke ich, hängst Du in einer deutlichen Lipolyse drin. Siehe:
http://www.chrostek.de/wb/pages/startseite/diabetesdorf/curriculum/lipolyse.php
B-Korrektur auf der Seite rechts unter Schema A,B,C.
Gruß
Joa
Adrian:
Hm, egal was der Auslöser war: Wäre es nicht sinnvoll erteinmal die Resistenz mit Insulin plattzuhaun?
Vielleicht ist es ja eine einfache Fettsäureresistenz/Lipolyse, die, da nie richtig bekämpft, schon Wochenlang andauert?
Wenn dann der BZ wieder stimmt, soll natürlich nach dem Auslöser gefahndet werden.
LG|Adrian
Joerg Moeller:
Ich hab es in der Tat hierher verschoben, weil das ein persönliches Problem ist. Das Erklärbär-Board ist eher für allgemeine Fragen wie z.B. "Was bedeutet eigentlich PCO?" (und das weißt du ja bereits).
Im Grunde stimme ich Joa und Adrian zu. Jetzt geht es erstmal darum den BZ wieder zu zähmen. Das kannst du nur mit deinem Diabetologen zusammen tun, denn dafür sind erstmal ziemliche Insulinmengen nötig, um eine (sehr wahrscheinliche) Fettsäureresistenz zu durchbrechen. Macht man das nicht rigoros genug, dann kann einem das wochen- und monatelang nachhängen.
Joa, hat den Lesetip schon gebracht, sonst käme der jetzt von mir.
Lies dir das mal durch und besprech das mit deinem Diadoc. Der soll nicht einfach nur vermuten, sondern ganz klar eine Behandlungsstrategie auf den Tisch legen!
maulwurfinchen:
So, es geht weiter... Gestern Abend hatte ich meinen BE-Faktor probehalber auf zweifach erhöht statt 1: 1,5, hatte also dann gegen 23 Uhr meine erste Hypo, hab 2 BE gegessen und bin ins Bett. Da war der BZ gegen 1 bei 99, um halb 2 (nach Dr. House...) bei 72, also hab ich ca. 1 BE gegessen, weil mein Gefühl auch sagte, dass der BZ fällt. Basalrate für heute Nacht hatte ich schon wie besprochen erhöht (über vier Stunden + 0,1 pro Stunde). Heute Morgen ein neuer Rekord: 389mg/dl :nein:
Ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich weiß nicht, ob ich spinne, ich habe das Gefühl, dass das Korrektur- und Bolusinsulin aus dem Pen "ankommt", das aus der Pumpe nicht. Katheter wechsel ich schon wie doof. Außerdem knackt die Pumpe wie üblich bei der Abgabe, wenn ich sie ans Ohr halte und das Insulin im Reservoir wird weniger.
Lipolyse kann sein. Aber bei den Insulinmengen noch? Ich habe Gestern im Laufe des Morgens/Vormittags ca 15IE Korrektur gespritzt. Bei Gesamtbasalrate von 17,xIE...
Mein Diabetologe brabbelt nur von Basalratenkorrektur und Ursachenforschung. Und ich laufe bald Amok, ich fühl mich durch diese Werte wie vom Auto überfahren.
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