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Benedikt

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nuetzele:

--- Zitat ---Da die Kirche sich immer mehr von der Lebensrealität der Menschen entfernt, entfernen sich halt auch die Menschen von der Kirche. Das haben sie davon. Aber unsere Kirchen sind eh nicht für Menschen da, sondern in erster Linie für sich selbst, so wie alle Machtapparate. Also würde ich mir nie bei persönlichen Entscheidungen von so einer Organisation helfen lassen.
--- Ende Zitat ---
.

Genau das meine ich auch. Die Institution Kirche ist eben "menschengemacht"

Joerg Moeller:
Deswegen sage ich ja: was wir brauchen ist Spiritualität, keine Religion

johann:

--- Zitat --- Einspruch! Widerspruch!!!!!
--- Ende Zitat ---

Muss ich leider ebenso vehement zurückweisen !!!!!

Der Grundstein des Christentums  - Bezeichnung katholisch, griech. = allumfassend erst seit der Reformation – wurde durch Jesus von Nazareth in der damaligen römischen Provinz Judäa um 680 (ab urbe condita) gelegt. Er wandte sich an  alle Menschen und Bevölkerungsgruppen und sandte seine Jünger aus in alle Welt. Lange vor Konstantin (280 -337) bestanden in der Antike christliche Gemeinden vor allem im Orient, in Griechenland und natürlich  im Römischen Reich. Konstantin selbst war nie Christ und das Xi-Rho-Erlebnis ist nicht mehr als eine Legende.

Das „Mailänder Edikt“ im Jahre 313 war lediglich ein Protokoll – Zweikaiser-Erlass - der religiösen Toleranz im ost- und weströmischen Reich für alle damaligen Religionen.  Staatsreligion im Imperium Romanum wurde das Christentum erst unter Theodosius etliche Jahrzehnte später. Als Kaiser Konstantin nach Trier kam und zeitweise hier residierte, gab es hier bereits  seit über 200 Jahren eine christliche Kirche.

Die Kreuzzüge des Mittelalters sind ebenfalls kein Produkt der „katholischen“ Kirche oder des Christentums, sondern religiös und wirtschaftlich motivierte Kriege der christlichen Völker des Abendlandes. Vorausgegangen war der Hilferuf des byzantinischen Kaisers um militärische Unterstützung gegen die Seldschuken. Die Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem sorgte für die bekannten weiteren Eskalationen.

Die Hexenverbrennungen des Mittelalters sind Irrungen und Wirrungen ihrer Zeit.
Die Beendigung  der Hexenprozesse ist  nicht zuletzt  dem
jesuitischen Seelsorger und Theologen Friedrich von Spee als deren unermüdlichen Bekämpfer zu verdanken.

Christen sind und waren auch immer nur Menschen,  behaftet mit vielen Fehlern und
fähig zu Untaten, die sie teilweise im Namen  dessen vollbrachten, den sie als den gütigen Herrn und den allmächtigen Gott preisen. Auch der derzeitige Papst und die Bischöfe sind sicher nicht  frei  von Fehlern. „Unfehlbarkeit“ genießt der Papst nach der Lehre der Katholischen Kirche auch nur in der Glaubens- und Sittenlehre, wenn er „ex cathedra“ spricht, d.h. mit der Verkündigung eines Dogmas. Und das war sein Aufruf an die Apotheker sicherlich nicht.

nuetzele:

--- Zitat ---Die Hexenverbrennungen des Mittelalters sind Irrungen und Wirrungen ihrer Zeit.
--- Ende Zitat ---


Und so gibt es auch heute noch viele Irrungen und Wirrungen (und Anmaßungen) der Institution kath. Kirche.

Gott sei Dank, und das meine ich genau so, hat Martin Luther wenigstens den Ablasshandel der katholischen Kirche abgeschafft.


diotmari:

--- Zitat von: johann am November 05, 2007, 19:41 ---
.....Christen sind und waren auch immer nur Menschen,  behaftet mit vielen Fehlern und
fähig zu Untaten, die sie teilweise im Namen  dessen vollbrachten, den sie als den gütigen Herrn und den allmächtigen Gott preisen.

--- Ende Zitat ---


Respekt, Johann; endlich mal jemand der die kirchengeschichtlichen Hausaufgaben nicht ganz verschlafen hat.
In der platten Überzeichnung der Irrung Staatsreligion seit Konstantin /von mir aus Theodosius, ist mir wichtig festzustellen, daß der Mann aus Nazareth NIEMALS von dieser Dimension "verordneten" Glaubens gesprochen hat. In meinem novum testamentum finde ich eher die Vereinzelung, nicht die Masse, die glauben "soll". (Mt 18,20: wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind....) Und der ganze "Glaube" begann den Bach runterzugehen, als die "Gemeinden" groß wurden, wie sämtliche Briefe des neuen Testamentes beweisen.
Wer, wie , warum wirklich die Kreuzzüge geführt hat: es waren Christen, die sich auf ihren Glauben und ihre Kirche berufen haben; lassen wir die Minderheiten weg: die römisch-katholische Kirche war Rädelsführer in Gestalt der Kirchen- und Landesfürsten in Personalunion!
Die Hexenverbrennungen als Irrung einer Zeit zu klittern, würde jüngeren Generationen die Möglichkeiten geben, ebenso mit den 40ern des vergangen Jahrunderts zu verfahren!!!
Christlicher Glaube existiert jenseits der großen Kirchen und namhafter Sekten; und ja, auch ich als Mensch bin mit Fehlern behaftet und zu Untaten fähig....
@Jörg: das Wort Spiritualität ist mir doch ziemlich windelweichgespült; eine Gesellschaft muß Werte definieren und da ist Kant ziemlich nah bei Jesus von Nazareth, oder wie der Volksmund sagt: Was du nicht willst, das man dir tue, das füg auch keinem anderen zu......

Viele Grüße
Dietmar


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