Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Lehrer mit Insulinpumpe
Llarian:
Da möchte ich mich brain mal anschließen: Es ist niemandem geholfen, wenn Du während einer Pausenaufsicht zusammenklappst wegen einer vermeidbaren Hypo oder etwas passiert und Du nciht eingreifen kannst. Nimm Dir die Zeiten, wo es paßt, z.B. wie von Jörg vorgeschlagen im Unterricht, wenn danach z.B. eine Pausenaufsicht ansteht. Schau Dir mal gezielt Deine verschiedenen Tagesabläufe an, wo Stellen sind, an denen Du 100% geben mußt und dementsprechend der BZ auch passen sollte, wo Phasen sind, die Du zum Testen und Essen nutzen kannst, auch wenn Du sie vielleicht bisher nicht dafür verwendet hast... Analysier unter diesen Gesichtspunkten mal Deinen Tag.
Was Deine Kollegen betrifft, ist das ganz schön bitter. Gerade von Lehrern sollte man was anderes erwarten. Da würde ich, genau wie auch sonst im Umgang mit Schülern oder Eltern, einen offenen Umgang mit dem DM pflegen. Und wenn sich irgendwo ein falsches Verständnis abzeichnet, mal ein paar erklärende Worte einflechten. Bei den Kollegen kann das vielleicht nicht ganz so einfach sein, ohne daß es belehrend wirkt, aber so, wie es derzeit ist, ist die Situation nicht in Ordnung.Vielleicht ergibt sich da mal eine passende Gelegenheit, die Du dafür nutzen kannst.
Ich kann verstehen, wenn Du wegen Deiner Verantwortung für Deine Schützlinge erst einmal selbst zurücksteckst... nur wenn der BZ dann mit Dir Tango tanzt und Du etwas schräge Essgewohnheiten annimmst, ist damit auch niemandem geholfen. Du bist genauso wichtig und im Vergleich zu Deinen Kollegen hast Du ein "Kind" mehr, auf das Du achten mußt. So, wie Du Deine Situation beschreibst, klingt das für mich mehr nach "irgendwie durchwurschteln"... und Du selbst steckst dabei zu sehr in Deinen Bedürfnissen zurück. Deshalb der Vorschlag, das ganze erstmal wie oben beschrieben zu betrachten und dann etwas Planung und Strategie hineinzubringen. Aus der Ferne leicht gesagt, aber vielleicht reicht das schon mal als Idee.
Grüße
Anja
hjt:
Moinmoin,
auch das sollten wir vielleicht ein bisschen differenzierter sehen. Denn Fälle aus dem gewerblichen Bereich, in denen BZ-Messen und Spritzen vor Kunden juristisch abgesegnet unerwünscht ist, gibt es in ausreichender Menge. Und immer wieder stolpert man wenigstens in Veröffentlichungen über starke Männer, die der Anblick eines kleinen Blutstropfens schlicht umhaut.
Kontraproduktiv wäre so z.B. ne Messung am Pult, wo dann 1 Kind von 20 laut iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii.... anstimmt und Ekel ausdrückt und auch nur 2 oder 3 andere mit einstimmen, was dann wenigstens ne halbe Stunde kostet und eine irre Rechtfertigungskette im Kollegium und vielleicht sogar bei der Schulaufsicht und auch bei den Eltern nach sich ziehen könnte.
Deswegen würde ich heute zumindest in der Grundschule bei den Eltern anfangen und etwa bei nem Elternabend um das Einverständnis zu messen bitten und von da aus DM und die Möglichkeit besprechen, dass das auch im Unterricht mal notwendig sein könnte. Ich bin mir sicher, dass in der Situation das Verständnis deutlich mehrheitlich wäre und ohne ausdrückliche Ablehnung bliebe.
Und da Grundschulelternabende noch gut besucht sind, würden dann viele Kinder schon von ihren Eltern vorab informiert, und wenn dann noch nicht informierte aufgeregt vom blutigen Messereignis zuhause erzählen würden, wäre das da schon bekannt und nichts mehr, hinter dem eifrige Eltern investigativ hinterher haken müssten.
Bisdann, Jürgen
Llarian:
--- Zitat von: hjt am Oktober 30, 2007, 11:42 ---
Deswegen würde ich heute zumindest in der Grundschule bei den Eltern anfangen und etwa bei nem Elternabend um das Einverständnis zu messen bitten
--- Ende Zitat ---
Soll man die Eltern auch fragen, ob man im Unterricht eine Brille tragen darf? Könnt ja auch als abstoßend empfunden werden.
Bei aller Liebe... es soll der Gesellschaft allmählich mal vermittelt werden,d aß Diabetes nix mit Aussatz zu tun hat, wo man die Leute vor 1000 oder 2000 Jahren noch ausgesiedelt hat (heute würde man Ghetto sagen). Diabetes ist nichts anrüchiges und es soll ein offener Umgang damit gelebt und gezeigt werden. Und dazu gehört nicht das um Erlaubnis fragen bei den Eltern. Damit wird erst der Eindruck erzeugt, es handle sich um etwas, das einer Erlaubnis bedürfe.
Und zum iiiiieeee der Kleinen: Kinder in dem Alter sind sehr viel aufgeschlossener und weniger vorurteilsbehaftet als Erwachsene. Und vor allem neugieriger. Voruteile gegenüber allem unbekannten und neuen sind etwas, das erst später von den erwachsenen "Vorbildern" gelernt wird.
Grüße
Anja
brain:
Da muss ich der Anja voll zustimmen.
MaKe:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Kinder damit weniger Probleme haben als die Eltern glauben zu wissen....
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