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| Schnurble:
Hi Jörg, ich hatte zwar jetzt eher die Empfehlung im Kopf, vor dem Essen nicht zu messen (da haben wir gleich ein Beispiel wo einer was schreibt, und ein anderer versteht es anders als gedacht...), aber wenn ich so drüber nachdenke, dann würde ich grundsätzlich in einem Forum nichts empfehlen wollen, ob Standard oder nicht, denn ich bin erstens kein Arzt und kenne zweitens die komplette Vorgeschichte der anderen Forumsteilnehmer nicht, um sicher zu sein, dass da nicht doch irgendwas dagegen spricht. z.B. wer seine Teststäbchen aus der eigenen Tasche löhnen muß, und mit wenigen pp-Messungen gut fährt, warum soll der eine Empfehlung für prä-prandial Messen bekommen? Klar wird das Messen vor dem Essen in Diabetikerschulungen als Standard gelehrt und strengstens empfohlen, aber diese Schulungen werden auch von Fachpersonal durchgeführt, also von Leuten, die Empfehlungen geben dürfen und sollen, und die auch was tun können (sollten) wenn die Befolgung der Empfehlung in die Hose geht... Es ist m.E. ein himmelweiter Unterschied zwischen "Es gibt da diese Methode, wird als Standard angesehen, geht so und so" :ja: und "So und so ist Standard, deshalb macht es so" :nein: (Analog "So und so ist zwar nicht Standard, funktioniert bei mir aber viel besser" :ja: und "So und so ist zwar nicht Standard, funktioniert aber viel besser, also vergesst den Standard" :nein:) LG, Anja |
| Andi:
--- Zitat von: Schnurble am Oktober 31, 2007, 13:16 --- z.B. wer seine Teststäbchen aus der eigenen Tasche löhnen muß, und mit wenigen pp-Messungen gut fährt, warum soll der eine Empfehlung für prä-prandial Messen bekommen? --- Ende Zitat --- Ich glaube, hier haben wir alle eine Differenz. Ich unterstelle hier an dieser Stelle, daß jemand, der seine Messtreifen selber zahlen muß auch nicht insulinpflichtig ist. Zumindest in DE gilt bei Insulinpflicht auch die Verordnung von Teststreifen auf Kassenkosten. Wer also selber zahlen muß, für den ist die Messung postprandial sicherlich sehr sinnvoll. Eine Insulinpflichtiger muß nunmal vor dem Essen/Spritzen messen, damit er sich nicht aus versehen in eine Hypo jagt. Das nur mal meine Meinung zum Thema. |
| hjt:
Moin Andy, Du schreibst: --- Zitat ---Wer also selber zahlen muß, für den ist die Messung postprandial sicherlich sehr sinnvoll. Eine Insulinpflichtiger muß nunmal vor dem Essen/Spritzen messen, damit er sich nicht aus versehen in eine Hypo jagt. --- Ende Zitat --- Jörg hatte zuletzt geschrieben: --- Zitat ---Wenn es dir nur um die Vermeidung von Hypos geht liegst du mit einer pp-Messung (postprandial) ganz klar sicherer, als mit einer prp (präprandial). --- Ende Zitat --- Zu Entstehung/Hintergrund/Bewertung der Standardvorschrift hab ich in nem Beitrag weiter oben im Thread schon ausgeführt: Das offizielle Schema stammt aus ner Zeit, zu der BZ-Schwankungen zwischen den Messpunkten als fachoffiziell als völlig irrelevant galten und ein HBA1c von 8 als gut. Der Nüchternwert galt als der therapeutische Eckpunkt. Den hat man immer nur gemessen, und als das Messen dann für die Betroffenen auch persönlich möglich wurde, hat man den Tagesnüchternwert halt um die tageszeitlichen Nüchternwerte ausgeweitet/ergänzt. Es gibt übrigens längst auch in D wieder Spritzschemata, zu denen nur noch zur täglich 1-2maligen Kontrolle Teststreifen verordnet werden. Stand im vorletzten DJ auch ne Leserbriefnachfrage, die in der üblichen Weise beschieden wurde, dass der Arzt schon wisse, was er tue. Bisdann, Jürgen |
| Joa:
Hi Anja, --- Zitat von: Schnurble am Oktober 31, 2007, 13:16 --- ich hatte zwar jetzt eher die Empfehlung im Kopf, vor dem Essen nicht zu messen --- Ende Zitat --- Vor dem Essen und vor der Insulinzufuhr! Darum und insbesondere um die Insulinzufuhr dabei, ging es in vorgehendem Disput. Und da hatte Jürgen nicht nur empfohlen nach dem Essen zu messen, sondern er hat gedrängt, dieses statt präprandialer Messung zu tun. Und wer es nicht so macht, macht es falsch. :kratz: So hat er es dargestellt. :ja: --- Zitat --- Klar wird das Messen vor dem Essen in Diabetikerschulungen als Standard gelehrt und strengstens empfohlen, aber diese Schulungen werden auch von Fachpersonal durchgeführt, also von Leuten, die Empfehlungen geben dürfen und sollen, und die auch was tun können (sollten) wenn die Befolgung der Empfehlung in die Hose geht... --- Ende Zitat --- Ich weise darauf hin dass, eine erfolgte Blutzuckermessung für sich gesehen keine Gefahr birgt! Eine unterlassene Messung zum Zeitpunkt therapiekritscher Handlungen (Insulingabe) dagegen durchaus. Ich kann Dir ohne weiteres empfehlen, in der Zeit zwischen 16.00 und 17.00 Uhr alle 5 Minuten den Blutzucker zu messen! Dann fragen sich zwar sicher die allermeisten Leser, ob ich richtig ticke. :balla: Da sich aus dem Verfahren aber keine Gefährdung ableitet, ist es rechtlich nicht bedenklich und wird Dir auch keinen Schaden zufügen, abgesehen von 12 zusätzlichen Löchern in den Fingerkuppen. :gruebeln: Hättest Du bei diesen Messungen allerdings extreme Schwankungen des BZ festgestellt, wäre das ein Grund, mal mit Deinem Doc zu plaudern. Es hätte das Verfahren sogar einen diagnostischen Nutzen erbracht: Verdacht auf Brittle-Diabetes. :kreisch: :zwinker: Gruß Joa |
| Joa:
Hallo Jürgen, --- Zitat von: hjt am Oktober 31, 2007, 14:16 --- Es gibt übrigens längst auch in D wieder Spritzschemata, zu denen nur noch zur täglich 1-2maligen Kontrolle Teststreifen verordnet werden. --- Ende Zitat --- :ja: CT und SIT! Aber, wie viele Patienten lassen selbst diese Messungen noch ausfallen? :kratz: Siehe http://www.hahn-diabetes.de/sinnvollemesszeitpunkte.html :zwinker: Gruß Joa |
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