Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Brauche Hilfe! Serie unerklärlicher Entgleisungen
Joa:
--- Zitat von: Memnoch am Oktober 24, 2007, 15:27 ---
Okay, Zeit, mal Bericht zu erstatten! Also ich zeige wirklich Nerven, das ist sicher.
--- Ende Zitat ---
Das ist auch sehr gut verständlich. Es gibt so Situationen da flutet in Wellen der Gedanke an, man könne es vielleicht nie mehr gebacken bekommen.
Scheiß-Gefühl, dass sich dann breitmacht. :-\
--- Zitat ---
Mein Bauch sieht aber auch aus wie ein Dartboard! Irgendwie ist es seit MA mit der Wundheilung nicht weit her. ...ganz viele rote Punkte von den Einstichstellen.
--- Ende Zitat ---
Vielleicht auch mal gelegentlich einen anderen Katheter antesten?
Eine weitere Möglichkeit bei schlechter Wundheilung kann sein, die bakterielle Belastung am Stichpunkt zu verringern, indem Du um den Kathetereintrittsounkt am Pflaster einen kleinen Ring Betaisodonna-Salbe applizierst (heißer Tipp von Jörg).
--- Zitat ---
--- Zitat --- Eigenproduktion und so... (...C-Peptid?)
--- Ende Zitat ---
Ja, das klingt zumindest absolut plausibel! Aber ich glaube nicht das sich da schonmal wer bei mir drum gekümmert hat. Bislang war das Vorhandensein der Restfunktion ja auch offensichtlich. Ob das jetzt bei 29-32 IE Basal auch noch so ist, müßte mal genauer erforscht werden.
--- Ende Zitat ---
Eine aktuelle Entzündung, oder ein Infekt kann schon mal auch die Autoimmunreaktion beflügeln. Wenn das der Fall ist muss man sich danach einfach auf neue Insulinverhältnisse einschießen. Eine nähere Untersuchung würde praktisch eigentlich nix bringen, weil es für die Handlungnotwendigkeiten ohne Konsequenz wäre.
--- Zitat ---
--- Zitat ---Kortison wird wohl auch, ganz praktisch, eine Bedarfserhöhung in der Insulinversorgung bewirken.
--- Ende Zitat ---
Das ist interessant! Bei mir sind die Dosen aber sehr viel kleiner, selbst mit Mehrbedarf kratze ich gerade mal am untersten Rand der auf dieser Seite aufgeführten Mengen!
--- Ende Zitat ---
So wie ich das verstanden habe, substituierst Du Kortison vollständig? Der Insulinbedarf für Kortison, eigenes, wie regelmäßig zugeführtes, ist erst mal in der normalen Basalrate enthalten, oder sollte jedenfalls dort sein.
Wenn Du jetzt, wie beschrieben, die Kortisondosis erhöhst wäre m. E. der Mehrbedarf für die größere Dosis nach dem verlinkten Schema zusätzlich zu insulinieren. Dabei ist aber wichtig zu beachten, welches Kortisonpräperat Du verwendest und dieses in Prednison-Äquivalente umzurechnen. Die Angaben des Insulinbedarfes gelten für mg/Prednison(-Äquivalent).
--- Zitat ---
--- Zitat ---Der finanziellen Mobilität? Grusi=Grundsicherung?
--- Ende Zitat ---
Ja, ist Grundsicherung und finanzielle Mobilität.
--- Ende Zitat ---
Ja, dann ist die Mobilität schon verdammt eingeschränkt.
Ich glaube sogar, noch einen Kick eingeschänkter als mit ALG 2?
--- Zitat --- Die schönen Tage meiner Laissez-faire-Therapie sind wohl endgültig gezählt.
--- Ende Zitat ---
Das könnte sein. :embarassed:
Aber Kopf oben behalten!
Es ist wohl immer eine relativ harte Phase, wenn die Insulineigenproduktion sich der untersten Grenze annähert (was ich bei Dir mal jetzt einfach so annehme, allerdings ohne Gewähr).
Vielleicht ergibt sich daraus aber auch eine ganz brauchbare Argumentation, auch unter Berücksichtigung von MA, die KK zu überzeugen, dass jetzt der Zeitpunkt eines eingehenden und grundlegenden Nach- oder Neuschulungsbedarfes besteht.
Solltest Du vielleicht mal mit Deinem Diabetologen besprechen, ob der bereit wäre, das argumentativ und mit entsprechender Verordnung zu unterstützen.
Ich habe meine Überweisungen nach Bad Mergentheim (DK-Klinik, wie Teupe) immer bei Austenat bekommen. Und diese selbst ist in der Diabetologie ja nun auch nicht unter ferner liefen zu sortieren. :zwinker:
Dr. Teupe ist sicherlich auch bereit, wenn er sich die Zusammenhänge (Protokolle und ggf. Befunde) angesehen hat, mal mit Deinem Diabetologen telefonisch über sinnfällige weitere Schritte zu reden.
Ansonsten vielleicht noch der Gedanke, ob Du Dich schon mal nach den diabetologischen Angeboten in H erkundigt hast?
Ich glaub die dortige Uniklinik bietet auch eine ordentliche Diabetologie? Und liegt näher bei Dir dran!
Gruß
Joa
Memnoch:
Also ich brüte eindeutig immer noch was aus. Ob das die Impfung ist oder was anderes, weiß ich nicht. Merkwürdig.
--- Zitat ---Eine weitere Möglichkeit bei schlechter Wundheilung kann sein, die bakterielle Belastung am Stichpunkt zu verringern, indem Du um den Kathetereintrittsounkt am Pflaster einen kleinen Ring Betaisodonna-Salbe applizierst (heißer Tipp von Jörg).
--- Ende Zitat ---
Also das werde ich definitiv bei erstbester Gelegenheit mal testen! Vielen Dank! :)
--- Zitat ---So wie ich das verstanden habe, substituierst Du Kortison vollständig? Der Insulinbedarf für Kortison, eigenes, wie regelmäßig zugeführtes, ist erst mal in der normalen Basalrate enthalten, oder sollte jedenfalls dort sein.
Wenn Du jetzt, wie beschrieben, die Kortisondosis erhöhst wäre m. E. der Mehrbedarf für die größere Dosis nach dem verlinkten Schema zusätzlich zu insulinieren. Dabei ist aber wichtig zu beachten, welches Kortisonpräperat Du verwendest und dieses in Prednison-Äquivalente umzurechnen. Die Angaben des Insulinbedarfes gelten für mg/Prednison(-Äquivalent).
--- Ende Zitat ---
Ja, es ist eine vollständige Substitution. Eigentlich müßte das abgedeckt sein, aber in der Praxis ist wie so oft eben alles ein klein wenig komplizierter! Denn der tatsächliche Bedarf ist ja unbekannt, und kann nur anhand grober Richtlinien und subjektivem Empfinden abgeschätzt werden. Dann packt man zur Sicherheit noch etwas mehr drauf. Man kann dann mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, das man dann mehr Cortison nimmt als nötig, aber man weiß nicht wieviel. So wird eben alles zum Ratespiel.
--- Zitat ---Ja, dann ist die Mobilität schon verdammt eingeschränkt.
Ich glaube sogar, noch einen Kick eingeschänkter als mit ALG 2?
--- Ende Zitat ---
Kommt drauf an! Die Regelsätze sind praktisch identisch. Unterschiede gibt es bei den "Spielregeln". Ich habe keinerlei Zuverdienstmöglichkeit, dafür habe ich aber auch keine "Erreichbarkeitsanordnung" oder ähnliche Schikanen. Unterschiede gibt es auch bei den Vermögensfreibeträgen. Die 150 Euro/Lebensjahr Rücklage, die im ALG II erlaubt sind, gibt es in der Grusi nicht. Da bleibt nur ein Taschengeld. Das heißt wer sich mit 50 oder so aus gesundheitlichen Gründen in die Grusi verabschieden muß, der verliert diesen letzten Behalt auch noch. Beiden gemeinsam aber ist das selbst unter idealen Bedingungen eine vernünftige und diabetesgerechte Ernährung kaum möglich ist, spätestens wenn man noch Medikamente bezahlen muß oder so ist es damit vorbei! Auf der anderen Seite erlaubt mir die Ruhe aber eine sehr straffe BZ-Einstellung, so daß ich auf Werte komme, von denen viele andere Diabetiker nicht zu träumen wagen! Nur zur Info: berentet bin ich wegen der Depressionen und nur in zweiter Linie wegen der physischen Erkrankungen. Diabetes spielte bei der Entscheidung gar keine Rolle, weil zu dem Zeitpunkt noch nicht vorhanden. Unterm Strich kann man aber festhalten das es in der Grusi nicht mal ansatzweise so kafkaesk zugeht wie im ALG II. Vor allem ist die Wahrscheinlichkeit einer existenzbedrohenden Sanktion viel geringer und wird auch durch die Rente selbst abgefedert. Dieses Polster gibt es im ALG II nicht, da ist der Entzug von Lebensunterhalt, Miete und KV als Sanktion nicht selten (und trifft nicht nur den Betroffenen, sondern immer die gesamte "Bedarfsgemeinschaft", also meistens Familie).
--- Zitat ---Es ist wohl immer eine relativ harte Phase, wenn die Insulineigenproduktion sich der untersten Grenze annähert (was ich bei Dir mal jetzt einfach so annehme, allerdings ohne Gewähr).
Vielleicht ergibt sich daraus aber auch eine ganz brauchbare Argumentation, auch unter Berücksichtigung von MA, die KK zu überzeugen, dass jetzt der Zeitpunkt eines eingehenden und grundlegenden Nach- oder Neuschulungsbedarfes besteht.
--- Ende Zitat ---
Ich werde da mal am Ball bleiben! Habe mal nach dem fahrpreis für ein Ticket geguckt: 159 Euro regulär hin und zurück. Mit Ermäßigung die Hälfte. Mal schauen was sich machen läßt. Wie du schon sagst, ist das erste Hindernis die KK!
--- Zitat ---Ansonsten vielleicht noch der Gedanke, ob Du Dich schon mal nach den diabetologischen Angeboten in H erkundigt hast?
Ich glaub die dortige Uniklinik bietet auch eine ordentliche Diabetologie? Und liegt näher bei Dir dran!
--- Ende Zitat ---
Ich war dort schon in der Endokrinologie. Die Diabetologie dort kenne ich nicht, ist aber gleich nebenan. Also es ist nicht per se schlecht dort (kann natürlich nur für die Endokrinologie sprechen), aber so wahnsinnig viel machen die inzwischen auch nicht mehr, und man hat fast jedesmal einen anderen Arzt vor sich sitzen, so daß man immer von vorne anfangen muß. Nach allem was ich aber beim "rüberschielen" in die Diabetologie erkennen konnte ist der Ablauf dort identisch.
Llarian:
--- Zitat von: Memnoch am Oktober 25, 2007, 14:13 ---
--- Zitat ---Eine weitere Möglichkeit bei schlechter Wundheilung kann sein, die bakterielle Belastung am Stichpunkt zu verringern, indem Du um den Kathetereintrittsounkt am Pflaster einen kleinen Ring Betaisodonna-Salbe applizierst (heißer Tipp von Jörg).
--- Ende Zitat ---
Also das werde ich definitiv bei erstbester Gelegenheit mal testen! Vielen Dank! :)
--- Ende Zitat ---
Wenn Du das machst, frag nach Braunovidon Salbe (PZN 2336939). Die 20g Tube reicht ewig und sie hat eine recht dünn ausgezogene Tülle, so daß man einen kleinen Klecks genauer dosieren kann als mit den normalen Tuben.
--- Zitat ---Ich werde da mal am Ball bleiben! Habe mal nach dem fahrpreis für ein Ticket geguckt: 159 Euro regulär hin und zurück. Mit Ermäßigung die Hälfte. Mal schauen was sich machen läßt. Wie du schon sagst, ist das erste Hindernis die KK!
--- Ende Zitat ---
Frag nach einer Fahrtkostenübernahme. In Deiner Situation ist das mehr als angebracht. Hat die Kasse bei mir (damals noch Studentin) anstandlos gemacht.
Grüße
Anja
Memnoch:
Hallo Anja!
Das ist ja schonmal gut mit den Fahrkosten. Werde ich versuchen! Was kommt denn sonst noch an Kosten (Verpflegung, etc)?
Llarian:
--- Zitat von: Memnoch am Oktober 25, 2007, 17:20 ---
Das ist ja schonmal gut mit den Fahrkosten. Werde ich versuchen! Was kommt denn sonst noch an Kosten (Verpflegung, etc)?
--- Ende Zitat ---
In Althausen sonst nichts, wenn es die Kasse übernimmt. Es kann gut passieren, daß die erstmal ablehen, da muß man dann halt freundlich aber hartnäckig (Lächeln ist die freundlichste Art die Zähne zu zeigen) dran bleiben...
Eine Schulung in Althausen hat den Status einer ambulanten Schulung im Gegensatz zu einer stationären. Es wird also selbst gekocht, sauber gemacht und es kommt auch niemand zum Bettenmachen, Temperaturmessen und nach der Verdauung fragen... Das reduziert einerseits die Kosten, stärkt das Gemeinschaftsgefühl, bereitet aber bei einigen Kassen Probleme, die eine ambulante Schulung nicht im Leistungskatalog haben.
Grüße
Anja
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