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Diabetes und Psyche

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klausing:

--- Zitat ---es läuft dazu auch gerade eine Studie der Uni Bochum
--- Ende Zitat ---
Du meinst vielleicht diese hier? KLICK

--- Zitat ---Die Komorbidität von Diabetes und Depression geht mit einer deutlich schlechteren Prognose des Diabetes einher. Interventionen für diese Patientengruppe sind bisher nicht ausreichend evaluiert worden.

Es wird die Wirksamkeit des Antidepressivums Sertralin im Vergleich zu einer diabetesspezifischen Verhaltenstherapie überprüft.

Behandelt werden ca. 300 Patienten mit Diabetes mellitus (Typ 1 und 2) die eine unzureichende Stoffwechseleinstellung aufweisen (HbA1c > 8%), auf Insulin eingestellt sind und unter Depressionen leiden.

Nach einer 12-wöchigen Kurzzeittherapie werden die Patienten, bei denen entweder die Verhaltenstherapie oder die medikamentöse Therapie zu einer 50%-Verbesserung der Depressionssymptomatik führte, ein weiteres Jahr beobachtet. In dieser Zeit wird das Medikament weiter verabreicht, wogegen die Patienten, die eine Verhaltenstherapie bekommen haben, im Hinblick auf die Depression nicht weiter therapiert werden. Beide Gruppen erhalten eine Diabetestherapie „as usual“. Primäre Zielgröße ist die Verbesserung der Qualität der Stoffwechseleinstellung, gemessen über eine einprozentige Verminderung des Hämoglobin A1c-Wertes, sekundäre Zielgröße ist die Remission der Depression.
--- Ende Zitat ---


Weitere Informationen: http://www.dadstudie.de


--- Zitat ---Depressionen: Doppelt so häufig bei Diabetes

Im Zusammenhang mit Diabetes ist das Risiko deutlich erhöht, zugleich an einer Depression zu erkranken. Heute geht man daher davon aus, dass Depressionen bei Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig vorkommen wie bei Menschen ohne Diabetes. Die Untersuchungen zeigen auch, dass das Auftreten einer Depression häufig mit einer schlechteren Stoffwechseleinstellung, mehr Komplikationen und einer deutlich reduzierten Lebensqualität verbunden ist. Besonders bei Menschen mit Folgeerkrankungen ist die Depressionsrate erhöht.
--- Ende Zitat ---

hjt:
Moin Babsi,


--- Zitat ---Ich hab ja meinen Diabetes noch nicht so lang und auch nur die nicht so heikle Version 2.0
--- Ende Zitat ---
eigentlich hier im Thread OT, aber ich kanns einfach nicht unwidersprochen stehen lassen. Denn wenn zutrifft, was sich immer deutlicher abzeichnet, dass nämlich jeder höher als wirklich gesunde BZ das Schadpotenzial erhöht, ist gerade anders herum der Typ2 mit seinem langjährigen Vorlauf an immer höheren BZ-Spitzen und immer höherem Gesamtverlauf bis zum Überschreiten der alten Diagnoseschwellen der belastetere.
Dass der milder wäre, wurde zu den Zeiten, als er noch Altersdiabetes genannt wurde, aus der weniger auffälligen Akutproblematik geschlossen: Typ2 laufen mehrheitlich noch mit BZs vergleichsweise munter rum, mit denen die Kollegen Typ1 schon mehrheitlich mit ner Keto in der Notaufnahme landen. Weil Typ2 so viel weniger Ketogefahr, gilt praktisch heute noch, dass der BZ bei Typ2 eben nicht so wichtig ist. Deswegen kann man den auch bedenkenlos höher einstellen, so dass damit auch weniger Hypos auftreten, mithin noch einmal weniger Akutproblematik, ergo eben milder.

Zum Thema Psyche:
Unser Gehirn ist unser größter Energieverbraucher. Wenn also unser Stoffwechsel gründlich gestört ist, ist absolut nicht verwunderlich, wenn sich die Störung auch direkt auf unser Empfinden auswirken kann.

Zudem bedeutet für viele von uns die DM-Erfahrung die erste nennenswerte mit der konkreten eigenen Begrenztheit: Ich kann da etwas nicht so wie andere, die's nicht haben. Damit läuft selbstverständlich ne wenigstens internale Existenz- und Sinnauseinandersetzung an.

Bisdann, Jürgen

Gela:
Ich sehe das Ganzheitlich. Körper, Geist und Seele werden beeinflusst, weil die Therapie 24 Stunden am Tag greifen muss.

Selbst in dem Fall, in dem ich meine Erkrankung angenommen habe (Kübler-Ross), habe ich immer noch mit der Reakion meiner Umwelt zu tun.

Beispiel: die Nichttherapiebarkeit , die mit Vorwürfen an den Diabetiker weitergegeben wird.  Bei seelisch nicht ausgereiften Personen (Kinder, Jugendliche...) sicherlich ein Problem.


Mir jedenfalls geht es saugut, weil ich etwas gefunden habe, was mir auf allen drei Ebenen gut tut. Eine Form von meditativer Entspannung.

Hexe:

--- Zitat von: klausing am Oktober 06, 2007, 11:01 ---
Du meinst vielleicht diese hier? KLICK


--- Ende Zitat ---


na die sicherlich auch aber gemeint hatte ich eigentlich diese hier:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/psy-som-do/forschung-1-projekte-abgeschlossen-diabetes-mellitus-psychosozial.html

da war ich eingeladen teilzunehmen
danke fürs suchen und finden :)

liebe Grüsse Vera

Nusy:
Hallo alle zusammen!

Ich will dann auf jeden Fall noch auf Einzelheiten eingehen!
Vielen Dank erstmal für Eure Antworten.
Wir bekommen gleich noch Besuch... der ist zwar schon eine Stunde zu spät dran grrr...
und mir ist schon übel vor Hunger.... *ächz*...
Aber naja was soll man machen... ich hoffe die kommen bald.
Ich denke morgen habe ich dann Zeit auf Eure Antworten einzugehen.
Wünsche einen schönen Abend!

LG Nusy

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