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Diabetes und Psyche

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hjt:
Mensch Anja, meinst Du wirklich, dass das der richtige Ansatz ist? Wenn Dir mit DM die Haare ausgingen, kämst Du am Ende noch auf die Idee, dass das ja ganz gut wäre, weil's Dir das Waschen und Frisiern sparen würde ;-)

klausing:
Ich finde Anjas  Ansatz voll OK (wahrscheinlich weil er dem meinen ziemlich nahe kommt).
Man lebt viel leichter wenn man lösungsorientiert lebt und nicht problemorientiert. Wenn man das verinnerlicht, dann findet man wirklich in jedem Ding was gutes.  Am Anfang meiner Diabeteskarriere habe ich gesagt, ich muss lernen mit Diabetes umzugehen. Heute sage ich, ich habe lernen dürfen mit DM umzugehen, denn ich war noch nie so gut informiert wie seit dem ich DM habe.
Natürlich gibt es auch negative Seiten, aber muss man die zum Mittelpunkt des Interesses machen? Wenn Du etwas nicht ändern kannst, mach das Beste daraus!

Joerg Moeller:
Anjas Ansatz ist okay für Anja. In der Realität lassen sich tiefsitzende Probleme aber nicht dauerhaft verdrängen. Die werden immer wieder kommen, bis man sie verarbeitet hat. Und das Gemeine ist: die tarnen sich sehr oft, so daß man gar nicht auf Anhieb erkennt, wer sie eigentlich mal waren.

Es hilft sicher niemandem, wenn man endlos trauert. Aber wenn es eine Zeit zum Feiern und eine zu Fröhlichsein gibt, dann muß es auch eine Zeit des Trauerns geben, ohne daß man sich deswegen Vorwürfe macht.

LordBritish:

--- Zitat von: Jörg Möller am Oktober 08, 2007, 20:51 ---
Anjas Ansatz ist okay für Anja. In der Realität lassen sich tiefsitzende Probleme aber nicht dauerhaft verdrängen. Die werden immer wieder kommen, bis man sie verarbeitet hat. Und das Gemeine ist: die tarnen sich sehr oft, so daß man gar nicht auf Anhieb erkennt, wer sie eigentlich mal waren.

--- Ende Zitat ---


Kann mich dem nur anschließen, na klar sollte man nicht immer nur das Problem sehen, sondern schauen wie löse ich das bzw. wie mache ich das beste draus.
Auch steckt fast immer in jedem negativen etwas gutes, manchmal braucht es auch Wochen bis man das endlich erkannt hat was es letztendlich gebracht hat.

Eines sollte man nur bedenken die Psyche läßt sich nicht in ein Schema zwängen und passt dann bei jedem.
Das ist eine sehr sehr sehr individuelle Sache, auch Aufgrund der bisherigen Erfahrungen.
Aber nicht jeder schafft es nach Anjas Lösungsansatz zu leben...
Was für den einen absolut leicht und normal erscheint ist für den anderen eine extrem schwere Situation die er ggf. auch nicht ohen Hilfe überwinden kann.


Viele Grüße

Markus

Matthias Widner:

--- Zitat von: Jörg Möller am Oktober 08, 2007, 12:16 ---
Matthias, ich habe ja nichts dagegen daß du auf deine Seiten verweist, aber ein bißchen mehr könntest du hier schon dazu schreiben. Hier wird diskutiert, also spielt auch hier die Musik. Ein Link ist okay, aber dann bitte auch zumindest eine Kurzzusammenfassung, damit man sich vorher schon entscheiden kann ob es sich lohnt dem Link zu folgen.

--- Ende Zitat ---

Entschuldige...ist heute morgen in der Eile gewesen. Wird so nicht nochmal vorkommen.

@ Anja, ich würde dich nicht Verdränger nennen. Zumindest nicht mit einem HbA1c von 6,3. Ich denke mal, dass es nicht nur der Aufwand ist, der bei einem psychisch angeschlagenen Menschen zu schlechteren Werten führt, sondern im Gegenteil, oft schaffen es die Leute noch den Aufwand zu erledigen, da sie nach dem Prinzip arbeiten: Bspw. wenn ich 4x am Tag messe und den Katheter regelmäßig wechsle, dann hab ich wenigsten was für den Diabetes getan. Sprich: Sie brauchen nicht über ihr Problem nachdenken, sondern sind durch den Aufwand abgelenkt und der Rest an Vernunft hat einen Sieg in ihnen getragen. Viel gravierender empfinde ich (das steht so nicht in den Artikeln, Jörg ;) ) die hormonelle Schiene. Nach einer Trennung nach mehreren Jahren, war mein HbA1c über 8 Monate eine absolute Katastrophe, obwohl ich im Alltag vieles wieder meisterte und meine Zuneigung dieser Frau gegenüber abgeflacht waren. Es sind dann die Depressionen in einsamen Momenten, die dazu führen, dass der Körper, bspw. im "Selbsthass" Adrenalin ausstösst und die Werte versaut. Es läuft absolut unterbewusst ab. Genauso konnte ich keine KH mehr schätzen, obwohl ich vom Interlekt die BE Tabelle noch auswendig konnte (ein Kumpel hatte mich damals abgefragt).

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