Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
gegen das grassierende Vorurteil vom angefressenen und angesessenen Typ2
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Hexe am September 11, 2007, 21:41 ---
--- Zitat ---Ja, und wenn er noch Metformin nimmt und/oder eine eingeschränkte Nierenfunktion hat kann er sogar äußerst radikal abnehmen... Entschuldige bitte, aber diese Low-Carb Diät ist in meinen Augen Schwachsinn!
--- Ende Zitat ---
mit Metformin habe ich gar nichts abgenommen, mit weniger Kohlenhydraten schon,auch wenn du es schwachsinnig findest, bei meinem Körper funktioniert das prima, vielleicht sind meine Sinne schwach :),und ich bin froh endlich auf dem richtigen Weg zu sein, radikal abnehmen tue ich nicht, aber ich nehme ab !
--- Ende Zitat ---
Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß eine ketogene Diät bei eingeschränkter Nierenfunktion lebensgefährlich sein kann. Ganz besonders, wenn dann auch noch Metformin im Spiel ist. Nur leider Gottes wird von diesen ganzen Low-Carb Jüngern nicht darauf hingewiesen. Und das ist unseriös!
klausing:
--- Zitat ---zum einen ich habe mich schon angegriffen gefühlt,
--- Ende Zitat ---
Sorry, das lag nicht in meiner Absicht !
--- Zitat --- der Eigenverantwortung und dem Sozialstaat schliesse ich mich Babsi voll und ganz an
--- Ende Zitat ---
Das kann ich nachvollziehen, weil es ein echt schwieriges Thema ist.
Ich hab halt nur meine Probleme, wenn jemand den Sozialstaat als Freifahrtschein begreift. Das sind einige wenige, aber die meist um so drastischer.
Ich geb mal ein praktisches Beispiel.
Vielleicht kennt der ein oder andere von Euch diese JackAss-Filme. Darin geht es darum, dass sich Leute ganz bewußt Gefahren aussetzen, welche jedem gesunden Menschenverstand (meiner Meinung nach) widersprechen. Sie lassen sich dabei filmen und hoffen, dass sie mit diesen Filmen dann eine gewisse Berühmtheit oder Anerkennung zu bekommen. Einige werden jetzt sagen, das ist doch in den Staaten ... mit nichten ! Geht mal auf Youtube.de oder myvideo.de und schaut mal wie viele Nachahmer es hier aus Deutschland gibt.
Passiert ihnen etwas, decken Sie das ganz normal über ihre Krankenkasse ab. Das kann nicht sein!
Sicher, sie sollten die Kosten erst einmal bezahlt bekommen, denn jeder sollte die Chance auf ein gesundes Leben haben. Am Ende jedoch, sollten sie in Regress genommen werden und die Kosten dafür zurück zahlen.
Hier mal ein anderes Beispiel, weil es gerade die Branche betrifft in welcher ich arbeite.
Komasaufen. Wer sich ganz bewußt und aus Jux und Dollerei so viel Alkohol einverleibt, dass er hinterher auf einer Intensivstation landet, der sollte hinterher auch dafür finanziell zur Verantwortung gezogen werden können.
Das sind solche Dinge wo ich glaube, dass ein Sozialstaat oder ein Sozialsystem Grenzen haben muss.
Niemandem sollte deswegen eine Behandlung versagt werden, aber es muss möglich sein diesen Menschen zu vermitteln (und wenn es hinterher ist), dass sie so nicht auf Kosten der Allgemeinheit ihr Leben führen können.
Der Glaube, wenn der das kann, dann kann ich mir das auch leisten, weil es ist ja eh für alles gesorgt darf meiner Meinung nach nicht zum Allgemeingut werden.
maulwurfinchen:
--- Zitat von: klausing am September 11, 2007, 22:21 ---
Ich hab halt nur meine Probleme, wenn jemand den Sozialstaat als Freifahrtschein begreift. Das sind einige wenige, aber die meist um so drastischer.
Ich geb mal ein praktisches Beispiel.
Vielleicht kennt der ein oder andere von Euch diese JackAss-Filme. Darin geht es darum, dass sich Leute ganz bewußt Gefahren aussetzen, welche jedem gesunden Menschenverstand (meiner Meinung nach) widersprechen. Sie lassen sich dabei filmen und hoffen, dass sie mit diesen Filmen dann eine gewisse Berühmtheit oder Anerkennung zu bekommen. Einige werden jetzt sagen, das ist doch in den Staaten ... mit nichten ! Geht mal auf Youtube.de oder myvideo.de und schaut mal wie viele Nachahmer es hier aus Deutschland gibt.
Passiert ihnen etwas, decken Sie das ganz normal über ihre Krankenkasse ab. Das kann nicht sein!
Sicher, sie sollten die Kosten erst einmal bezahlt bekommen, denn jeder sollte die Chance auf ein gesundes Leben haben. Am Ende jedoch, sollten sie in Regress genommen werden und die Kosten dafür zurück zahlen.
Hier mal ein anderes Beispiel, weil es gerade die Branche betrifft in welcher ich arbeite.
Komasaufen. Wer sich ganz bewußt und aus Jux und Dollerei so viel Alkohol einverleibt, dass er hinterher auf einer Intensivstation landet, der sollte hinterher auch dafür finanziell zur Verantwortung gezogen werden können.
Das sind solche Dinge wo ich glaube, dass ein Sozialstaat oder ein Sozialsystem Grenzen haben muss.
Niemandem sollte deswegen eine Behandlung versagt werden, aber es muss möglich sein diesen Menschen zu vermitteln (und wenn es hinterher ist), dass sie so nicht auf Kosten der Allgemeinheit ihr Leben führen können.
Der Glaube, wenn der das kann, dann kann ich mir das auch leisten, weil es ist ja eh für alles gesorgt darf meiner Meinung nach nicht zum Allgemeingut werden.
--- Ende Zitat ---
da schließe ich mich auch an. wie gesagt wurde, es ist ein schwieriges thema, da zu sagen, wo die eigenverantwortung anfängt und wo sie wieder aufhört. ehrlich gesagt, bin ich eigentlich froh, dass meine meinung da politisch irrelevant ist.
schuldzuweisungen sind immer eine blöde sache.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: klausing am September 11, 2007, 22:21 ---
[gute Beispiele]
Das sind solche Dinge wo ich glaube, dass ein Sozialstaat oder ein Sozialsystem Grenzen haben muss.
Niemandem sollte deswegen eine Behandlung versagt werden, aber es muss möglich sein diesen Menschen zu vermitteln (und wenn es hinterher ist), dass sie so nicht auf Kosten der Allgemeinheit ihr Leben führen können.
Der Glaube, wenn der das kann, dann kann ich mir das auch leisten, weil es ist ja eh für alles gesorgt darf meiner Meinung nach nicht zum Allgemeingut werden.
--- Ende Zitat ---
Ich kann deine Argumentation schon gut nachvollziehen. Aber: wer will da die Grenzen ziehen? Und glaub ja nicht, daß das so einfach ist. Wenn du einmal damit anfängst zwischen erstattungsfähig und nicht erstattungsfähig zu unterscheiden, dann kommst du sehr schnell an deine Grenzen. Und dann geht das Sozialstaatsprinzip den Bach runter.
Mir hat es damals auch alles andere als Spaß gemacht Alkis zu behandeln. Aber es ging dann doch, weil ich denen einfach dieses Ettikett "Alki" zugehalten habe. Und dann waren es einfach Menschen die Hilfe brauchten und fertig.
Wenn man ein Buch immer nur nach dem Einband beurteilt kann man so manchen Bestseller verpassen.
Und nichts anderes wäre das, wenn man festlegen würde wer Hilfe gratis bekommt und wer dafür zahlen muss.
Hexe:
Hallöchen,
das Sozialsysteme ausgenutzt werden, wird immer vorkommen, es gibt ja auch Menschen die Banken überfallen ..., manchmal wenn einer zum 3. Mal einen Alkoholentzug macht oder die 5. Drogentherapie anfängt oder zum 4. Mal eine Kur zum abnehmen( die ich übrigens nicht genehmigt bekommen habe) , denke ich auch, ist das nicht verschwendet, aber vielleicht braucht derjenige gerade diese 4. oder 5. Möglichkeit, und immer noch besser als denjenigen dahinvegetieren zu lassen, wer Hilfe braucht soll sie bekommen, das ist der Sinn des Sozialsystems,
zu deinen Beispielen könnte man auch Studenten anführen, die Bafög bekommen, und nach dem Studium dann in die privaten Versicherungen abwandern ( sofern sie eine Job bekommen), da könnte man ja auch sagen das Sozialsysteme ausgenutzt werden , hallo wo kommen wir denn da hin
Geld könnte prima gespart werden, wenn zum Beispiel nicht unnötig Bushaltestellen in die Landschaft gebaut werden, wo gar keine Buslinie langkommt oder ähnliches,
nicht alles in Deutschland ist nur gut, aber finde es schon gut hier zu leben,könnte mir als Alternative nur Niederlande und Dänemark vorstellen
liebe Grüsse Vera
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