Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
gegen das grassierende Vorurteil vom angefressenen und angesessenen Typ2
diotmari:
--- Zitat von: babsi am September 11, 2007, 14:12 ---
Ich glaub nicht, dass ich in einer solchen "Gemeinschaft" leben möchte, in der jeder jeden argwöhnisch beobachtet, ob er nicht 2 Cent meines Sozialversicherungsbeitrages verschwendet.
--- Ende Zitat ---
Da gab es doch im Frühjahr im ZDF diese grauenerregende SciFi-Doku, in der die Toilette Urin analysiert und die Werte an die Krankenkasse weiterleitet.....Kaum Alkohol getrunken - schon nur noch standardversichert, heißt dann in der Zukunft alles selbstbezahlen, weil "selbstverschuldet". Hieße in meinem Fall, da ich (noch) rauche und ein Altbier sehr schätze, daß ich das Insulin nicht "Wert" wäre....
Da brauchts dann den argwöhnischen Nachtbarn gar nicht mehr.
Und irgendwie habe ich den Verdacht, daß das so ferne Zukunft nicht mehr sein wird (der Riskioausschluß - nicht die messende Toilette...).
Viele Grüße
Dietmar
klausing:
--- Zitat von: hjt am September 11, 2007, 14:55 ---
aus Deinem ersten Beitrag im Thread:
--- Zitat ---Es war also maßgeblich das Übergewicht welches ihre Diabetes hervorrief.
--- Ende Zitat ---
aus Deinem Beitrag von heute um halb 12:
--- Zitat ---In meinem Post sprach ich nie davon, dass er/sie Diabetes hat weil er/sie dick ist.
--- Ende Zitat ---
Also was sollen wir jetzt wie verstehen?
--- Ende Zitat ---
Ganz einfach so wie ich es geschrieben habe! Bei vollständigem Zitat siehst Du, dass es sich hier um konkrete Einzelbeispiele handelt die der Realität entstammen.
Allerdings habe ich nirgendwo einen Pauschalsatz darüber gebracht dass jeder "Dicke" Diabetes bekommen/haben muss oder jeder Diabeteker "Dick" werden muss! Deswegen lasse ich mich hier auch nicht in eine Ecke drängen, in dem man ein Teilzitat als allgemeingültige Aussage des Posters darstellt , wie Du es getan hast
:
--- Zitat ---aus dem auch Du auf diabetisch weil dick schließt und vorwirfst :-(
--- Ende Zitat ---
@diotmari: Gibt es Eurer Meinung nach nirgendwo Grenzen was ein Sozialstaat abfedern soll und wo die Eigenverantwortung einsetzt?
hjt:
Moin Klausing,
Du hattest zu SuperSizeMe geschrieben:
--- Zitat ---Übrigens gestern lief auf ATV die Dokumentation "SuperSizeMe". Da kam ein schöner Dialog eines Wissenschaftlers vor. Der sagte sinngemäß:
Wenn man einen Raucher sieht und ihn anspricht, dass das was er gerade tut sich und seinem Umfeld schadet, dann schaut der Raucher betroffen nach unten und gibt einem Recht.
Macht man das gleiche mit einer übergewichtigen Person und erklärt ihr, dass das fette Essen ihm schadet und durch die Kosten für die Behandlungsfolgen (Diabetes, GEfäßverengung, Leberverfettung, Herzinfaktrisiko etc.) er der Allgemeinheit schadet, dann wird man dumm angemacht. Man soll den "Dicken" nicht diskriminieren.
Das Fazit seiner Worte war: "Wann können wir Leute welche bewußt Gesundheitsrisiken durch falsche Ernährung auf sich nehmen genauso ansprechen wie Raucher auf ihr Nikotin."
--- Ende Zitat ---
Du schriebst heute um halb 12:
--- Zitat ---In meinem Post sprach ich nie davon, dass er/sie Diabetes hat weil er/sie dick ist. Mir geht es darum, dass die Wahrscheinlichkeit an gewissen Krankheiten wesentlich höher ist.
--- Ende Zitat ---
Was daran ist so abwegig, wenn ich daraus lese, dass auch Du meinst, dass Übergewicht Diabetes wenn nicht macht, so doch mit der wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit das Entstehen erheblich begünstigt?
Du hast mehrfach geschrieben, dass Dir an einer sachlichen Diskussion zu Risiken und Belastungen durch Übergewicht gelegen ist.
Nun biete ich Dir so eine Diskussion an, erläutere ausführlich, auf welchen Grundlagen meine entgegengesetzte Position dabei aufbaut und dass also aus meiner biologisch begründeten Sicht die über Jahre zunehmende diabetische Entwicklung dafür sorgt, dass die Mehrzahl der Betroffenen bei standardmäßig gesunder Ernährung bei Überschreiten der alten DM-Diagnoseschwellen übergewichtig sind. Also Übergewicht als Folge des voraufgegangenen diabetischen Prozesses. Dazu als Sahnehäubchen die auch studienmäßig und wissenschaftlich belegte Erfahrung, dass die Substitution von KH- durch Fettkalorien in einem Typ2-Stoffwechsel tatsächlich zu weniger Fetteinlagerungen und eher zum Abnehmen führt.
Und statt nun in der Sache zu diskutieren, schreibst Du, was Du alles nicht gemeint hast?
Bisdann, Jürgen
Joerg Moeller:
--- Zitat von: hjt am September 11, 2007, 16:57 ---
Was daran ist so abwegig, wenn ich daraus lese, dass auch Du meinst, dass Übergewicht Diabetes wenn nicht macht, so doch mit der wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit das Entstehen erheblich begünstigt?
--- Ende Zitat ---
Abwegig ist, daß er das nicht gesagt hat. Und wenn er es gesagt hätte, dann wäre das ein Faktum gewesen.
--- Zitat ---...biologisch begründeten Sicht die über Jahre zunehmende diabetische Entwicklung dafür sorgt, dass die Mehrzahl der Betroffenen bei standardmäßig gesunder Ernährung bei Überschreiten der alten DM-Diagnoseschwellen übergewichtig sind.
--- Ende Zitat ---
Wie willst du das belegen? Durch Aussagen der Betroffenen "Ich habe mich immer gesund ernährt"?
Genetisch bedingte Prozesse bilden die Grundlage. Ungünstiger Lebenswandel zündet die Lunte an. Bricht man die nicht rechtzeitig ab macht es *bumm*
--- Zitat ---Also Übergewicht als Folge des voraufgegangenen diabetischen Prozesses. Dazu als Sahnehäubchen die auch studienmäßig und wissenschaftlich belegte Erfahrung, dass die Substitution von KH- durch Fettkalorien in einem Typ2-Stoffwechsel tatsächlich zu weniger Fetteinlagerungen und eher zum Abnehmen führt.
--- Ende Zitat ---
Ja, und wenn er noch Metformin nimmt und/oder eine eingeschränkte Nierenfunktion hat kann er sogar äußerst radikal abnehmen... Entschuldige bitte, aber diese Low-Carb Diät ist in meinen Augen Schwachsinn!
--- Zitat ---Und statt nun in der Sache zu diskutieren, schreibst Du, was Du alles nicht gemeint hast?
--- Ende Zitat ---
Er hat das richtig gestellt, was du falsch interpretiert hast!
Hexe:
Hallo
@ Steffen
--- Zitat ---@all: Ich find die Diskussion hier einfach super! Ein Thema besprechen, ohne sich dabei angegriffen zu fühlen und dabei Erfahrungen austauschen.
Zitat
Unser größtes und wirksamstes Gift sind die Medien. Sie sind Marionetten der Politik....
Nicht nur der Politik. Wirtschaft, Interessenvereine .... alles kann da mitspielen. Leider sind viele Menschen heute nur noch durch recht plakative, vereinfachte Botschaften über die Medien erreichbar. Dass dabei ein Großteil an Info's liegen bleibt und daraus auch Fehleinschätzung , -interpretationen erwachsen ist völlig normal. Aber wenn es Menschen zum nachdenken anregt soll es mir recht sein.
--- Ende Zitat ---
zum einen ich habe mich schon angegriffen gefühlt, zum anderen wird eben zu wenig wenn nicht gar nicht nachgedacht über das was im TV gesendet wird, sondern meist 1 zu 1 übernommen
zu der Eigenverantwortung und dem Sozialstaat schliesse ich mich Babsi voll und ganz an
@Jürgen
--- Zitat --- Zugunsten von anteilsmäßig mehr Kalorien aus Eiweiß und Fett und Vitaminen und Ballaststoffen usw. aus Gemüse usw. Meine eigene zeigt ebenso wie die Erfahrungen vieler Typ2, die das mal systematisch für sich ausprobiert haben, gegen die traditionell stärkelastige Ernährungslehre, dass die Anzeige meiner Waage mit nem kleineren Stärke-Anteil an meinem alltäglichen Kalorienbudget halten und sogar senken lässt, während sie innerhalb weniger Tage nach oben strebt, wenn ich Fettkalorien durch KH-Kalorien ersetze.
--- Ende Zitat ---
kann ich nur bestätigen genauso geht es mir auch
@Jörg
--- Zitat ---Was daran ist so abwegig, wenn ich daraus lese, dass auch Du meinst, dass Übergewicht Diabetes wenn nicht macht, so doch mit der wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit das Entstehen erheblich begünstigt?
Abwegig ist, daß er das nicht gesagt hat. Und wenn er es gesagt hätte, dann wäre das ein Faktum gewesen.
--- Ende Zitat ---
aber genauso habe ich es auch verstanden, Steffen hat ja dazu auch das Beispiel aus dem TV Beitrag angeführt von dem Übergewichtigen mit dem vollen Teller , und ich denke mal nicht das er einen schlanken Menschen drauf ansprechen würde/wollte, sag mal was isst du denn da, weisst du nicht wie ungesund das ist ..., wie ich schon gesagt habe, im Freundeskreis ist das was anderes weil man die Leute kennt
--- Zitat ---Ja, und wenn er noch Metformin nimmt und/oder eine eingeschränkte Nierenfunktion hat kann er sogar äußerst radikal abnehmen... Entschuldige bitte, aber diese Low-Carb Diät ist in meinen Augen Schwachsinn!
--- Ende Zitat ---
mit Metformin habe ich gar nichts abgenommen, mit weniger Kohlenhydraten schon,auch wenn du es schwachsinnig findest, bei meinem Körper funktioniert das prima, vielleicht sind meine Sinne schwach :),und ich bin froh endlich auf dem richtigen Weg zu sein, radikal abnehmen tue ich nicht, aber ich nehme ab !
liebe Grüsse Vera
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