Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
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hjt:
Moin Babsi,
meine eigenen Erfahrungen und meine Beobachtungen unter 2ern sagen, dass der morgentliche Nüchtern-BZ der ist, der sich am schwierigsten gezielt beeinflussen lässt. Denn Basal, das mit dem Morgenanstieg so ab 2-3 Uhr in seiner Wirkung mehr oder weniger kontinuierlich ansteigt, haben wir nicht. Einzig die ansteigend programmierbare Basalrate mit der Pumpe.
Für Penner bleibt zu schauen, dass der allnächtliche BZ-Tiefstpunkt so meistens irgendwo um 2 ausreichend hyposicher bleibt, und von da an steigt's halt. Übrigens, wenn ich um 21 noch 2 und mehr BEs esse, wirkt das Apidra dafür bei mir eher 6 als 3 Stunden. Ab dem späten Nachmittag messe ich eine zunehmende Verlängerung der Wirkzeit. Das bedeutet, dass ich mir mit der späten Mahlzeit nur weniger Basal leisten könnte, das mir dann selbstverständlich später am Morgen fehlen würde :-(
Ob das Metformin Dir noch nennenswert hilft, kannst Du messen, wenn Du nach einigermaßen gleichen Tagesabläufen den Nüchternwert einige Male mit und einige Male ohne vergleichst. Wenn Du da keinen deutlichen Unterschied sehen kannst, kommt Dein Morgenanstieg nicht von der Zuckerausgabe der Leber. Damit entfiele der Hauptgrund für die Einnahme.
Mein Nüchtern-BZ meistens so zwischen 70 und 90 hat sich übrigens quasi als Zugabe eingestellt, nachdem ich so etwa 2 Monate meine max 140/120/100 mg/dl 1/2/3 Stunden nach dem Essen zuverlässig eingehalten hatte. Und ich habe inzwischen von einigen gelesen, die in gleicher Weise ein Absinken ihres Morgenwertes erfahren haben, nachdem sie auch den Tag über im Leerlauf regelmäßig so um 80 fahren.
Ach ja, steht bestimmt in Jörgs Anleitung, aber hier noch mal ganz ausdrücklich: wenn ausprobieren, dann immer nur an einer Schraube drehen und mehr als einmal beobachten, denn JEDER einmalige Wert kann ein Ausreißer in welcher Richtung auch immer sein.
UND nach Möglichkeit den Verlauf messen, z.B. in Stundenschritten, denn nur damit lässt sich ergründen, wie ein Ergebnis nach nem halben Tag oder so wirklich zustande gekommen ist - Paradebeispiel morgentlicher Nüchternwert. Von wann steigt der aus welcher Höhe wirklich wie an? Und ist er nur immer weiter angestiegen, oder ist er zunächst gefallen und hat sich Anschub aus ner Hypo geholt?
Bisdann, Jürgen, T2 seit 90
Apidra & Lantus
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Siggi©® am August 26, 2007, 10:15 ---
würds einfach mal versuchen abends früher zu essen - vll hilft das schon bei deinen morgendlichen werten
--- Ende Zitat ---
Wenn es machbar ist ist das einen Versuch wert. Aber bitte immer dran denken: die Therapie soll sich dem Menschen anpassen, nicht umgekehrt. Genug Werkzeuge haben wir dafür, es gilt nur die richtigen auszusuchen.
Joerg Moeller:
--- Zitat von: hjt am August 26, 2007, 12:00 ---
UND nach Möglichkeit den Verlauf messen, z.B. in Stundenschritten, denn nur damit lässt sich ergründen, wie ein Ergebnis nach nem halben Tag oder so wirklich zustande gekommen ist - Paradebeispiel morgentlicher Nüchternwert. Von wann steigt der aus welcher Höhe wirklich wie an? Und ist er nur immer weiter angestiegen, oder ist er zunächst gefallen und hat sich Anschub aus ner Hypo geholt?
--- Ende Zitat ---
Dazu sind zwei nächtliche Messungen völlig ausreichend. Eine zwischen 2-3 und eine zwischen 4-5. Steht man morgens sehr früh auf eher 2 und 4, steht man später auf eher 3 und 5
Knoedel:
Hallo Barbara,
ich mache auch gerade ein Basaratentest mit Anleitung vom Diabetologen.
Also,
Vorraussetzung:
keine erkrankung, keine Alkohol, vorher nicht ungewohnt Sport treiben, keine Hypo vorher, BZ sollte vor beginn unter 150 sein.
Durchführung:
nur Basisinsulin
nichts essen
Bewegung normal, Testzeit jede 1/2 - 1 Stunde durchführen, Nachts um 2.00 und um 4.00
Beginn um 19.00 und Ende um 7.00
So viel Spass dabei.
Habe erst heute Mittag wieder ein Test gehabt bin noch dabei von 12.00 bis heute Abend um 19.00.
Gruss :super:
Knödel
Pia:
Moin moin,
darf ich mal noch eine laienhafte Frage hinterherfeuern? Vielleicht fängt sie ja auch das Erklärbärchen ab.
Ich bin mir nicht sicher, WANN ich eigentlich das Basalinsulin spritzen sollte. Ist das auch wieder ein "Probieringparameter"? Gibt es eine Distanz, dass man sagt, also, in der Zeit von 19 Uhr bis 14 Uhr solltense das schon...? Oder ist das Wurscht? Oder ist es sinnvoll es so zu spritzen, dass das Ende der Wirkzeit in die Tageszeit fällt, in der der BZ in der Regel am niedrigsten ist?
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