Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Neulich beim Diabetologen
Joerg Moeller:
--- Zitat von: dingo1 am Juli 15, 2007, 06:02 ---
Ich bin sogar der Meinung, dass der ganze Zirkus (sehr lange) ohne Diabetologen funktioniert!
--- Ende Zitat ---
Nicht solange es noch mehr als genug Hausärzte gibt, die eine Schulung für überflüssig halten und BZs von 200 als akzeptabel ansehen. (Sag mal, kann es sein, daß du hier nur rumtrollen willst?)
--- Zitat ---Wo liegt nun der Vorteil bzw. eine Mehrleistung beim DMP, die man sich in meinen Augen recht teuer erkauft?
--- Ende Zitat ---
1. Definiere bitte "teuer erkauft". Ich halte das für Polemik, die durch nichts belegbar ist.
2. Hausärzte, die am DMP teilnehmen wollen müssen entsprechende Fortbildungen nachweisen. Es interessiert dabei wenig, was die glauben noch aus ihrem Studium von vor 20 Jahren zu wissen.
3. Im DMP sind bestimmte diagnostische Verfahren vorgeschrieben. Die Gefahr, daß da mal was "übersehen" wird ist geringer
4. Teilnehmer an DMP haben das verbriefte Recht auf Schulungen
5. In DMP ist festgelegt, ab welchem Zeitpunkt ein Facharzt hinzuzuziehen ist.
--- Zitat ---Am blauen Pass häbe ich als wichtigsten Kritikpunkt lediglich, dass dort nirgendwo mal Werte eines Gesunden stehen. Die hat es im DMP aber auch nicht.
--- Ende Zitat ---
Wozu auch? Mich interessieren nicht die Werte eines Gesunden, mich interessieren meine eigenen.
--- Zitat ---Ein wesentlicher Unterschied beim blauen Pass wäre, dass man als Betroffener mal die Chance bekommt aktiv (wie ja nun überall propagiert wird) am Geschehen teilzunehmen.
--- Ende Zitat ---
Du stellst das hier dar, als wäre es ein "Entweder/Oder". Ich kann dir versichern: dein "blauer Pass" wird dir nicht aberkannt, wenn du dich ins DMP einschreibst.
--- Zitat ---Beim DMP hingegen ist das ganze deutlich passiver, da man zum Beispiel DMP-Daten erst auf Verlangen bekommt (von der Aufklärung über den Datenwust, die eh meist unterbleibt (obwohl gesetzlich vorgeschrieben!) rede ich lieber nicht).
--- Ende Zitat ---
Das halte ich für begrüßenswert, weil du eh nicht weißt, wovon du da redest. Wenn ich beim DMP-Check war, dann bekomme ich jedesmal eine Kopie der erhobenen Daten mit; das ist so vorgesehen.
Siggi©®:
--- Zitat von: Jörg Möller am Juli 15, 2007, 11:37 ---
[(Sag mal, kann es sein, daß du hier nur rumtrollen willst?)
--- Ende Zitat ---
das Gefühl habe ich schon eine ganze Weile ... selten soviel Unsinn lesen müßen wie von Dingo :kotz:
Adrian:
--- Zitat von: Jörg Möller am Juli 15, 2007, 11:37 ---
1. Definiere bitte "teuer erkauft". Ich halte das für Polemik, die durch nichts belegbar ist.
--- Ende Zitat ---
Ich denke das ist vor allem das "evidence based". Denn wenn man das sehr streng durch zieht bedeutet das Stillstand. Denn ohne, dass neues Ausprobiert wird, kann es nie "evidence based" werden. Selbst wenn im Labor schon alles "bewiesen" wurde.
Naja, momentan mag das noch ein Vorteil sein, da Mindeststandards definiert werden. Und neues holt man sich dann halt aus anderen Ländern.
Aber über Kurz oder Lang werden alle Diabeteskliniken zu machen, das zeichnet sich ja jetzt schon ab. Und dann frage ich mich, wo das gebündelte Praxiswissen herkommen soll.
Und auch ein Herr T. hat das nicht in seinem Dorf gelernt, sondern von anderen in einem Diabeteszentrum - und vor allem von tausenden Typ1-Diabetikern. Und zwar nicht nur von "besonders schweren Fällen", sondern bei solchen, die momentan beim Hausarzt hängen bleiben würden.
LG|Adrian
diotmari:
Ich muß an dieser Stelle mal was positives berichten!
Letzte Woche waren die entzündeten Stellen an meinem Fuß recht heftig. Werde da ja auf Neurodermitis behandelt. Da mein Hautarzt z.Z. im Urlaub ist, hab ich bei meiner KK angerufen und gefragt, ob die jemanden kennen, der auch Ahnung von Diabetes hat. Mir wurde die Adresse eines Dialysezentrums gegeben, die auf Diabetes spezialisiert sind. Habe da angerufen und sofort für den nächsten Tag einen Termin bekommen. (Im Wartezimmer sah es aus wie in einer Versandapotheke, da haben wohl viele Vertreter "bluten" müssen, soviel verschiede Meßgeräte auf einen Schlag hab ich noch nie gesehen, ich dachte immer, die 50-60, die mein HA sammelt wären schon viel)
Nach 20 min warten, wurde ich von einer !Krankenschwester! in ein Behandlungszimmer gebeten. Die fragte nach meinen Beschwerden, nahm erst mal alles auf, schaute sich meinen Fuß an, und sagte, das könne jetzt noch was dauern, sie müsse jetzt erst mal die Ärztin einfangen. Die kam dann nach knapp 10 min, mußte ihr meine Vorgeschichte erzählen, dann schaute sie mir in die !Augen! und sagte, sie glaube kaum, daß ich Neurodermitis habe (Die hätten eine charakteristische Augenfalte?!).
Dann hat sie sehr gründlich meinen Fuß untersucht, wenn das Neurodermitis sei, hätte sie Form noch nie gesehen. Es wurde ein !Abstrich! gemacht - wieso hat das mein Hautarzt noch nie gemacht? - ich bekam eine Salbe (Dermatop), die solle ich mal testen. Insgesamt hat die sich über 20 min Zeit für mich genommen! Mein Hautarzt war in 3 min fertig... Anschließend machte die Krankenschwester das volle diabetische Fußprogramm... Hat nochmals ne halbe Stunde gedauert! Soviel Zeit hat noch nie jemand für meine Füße aufgebracht! Nächste Woche erfahre ich das Ergebnis des Abstrichs. Und die Salbe zeigte schon nach einem Tag !deutliche! Verbesserung. Also, ich muß sagen, die haben mich schwer beeindruckt!!!!! Und das gerade, weil ich ja nur aus der Not dahin gegangen bin!
Viele Grüße
Dietmar
Siggi©®:
Zeigt einmal mehr wie wichtig es ist bei der Wahl seines Arztes genau abzuwägen :ja:
Und wenn dein HAutarzt nur 3 min für dich über hat .... dann ist es wohl nur das Quantitative was ihn interessiert .... nicht aber der Patient an sich
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