Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Neulich beim Diabetologen
dingo1:
hi:)
>Was die Eigenverantwortung angeht ... kein Thema, jeder is für sich selbst verantwortlich.
>Nur..........
Halt. Bei der oben genannten Darstellung (die auch schon vereinfacht ist) sind drei Gruppen vorhanden. Der Betrtoffene, der Arzt und der Leistungserbringer.
>Wenn man mal schaut wie gut die Ärzte, die ja von ihren Patienten teilweise uneingeschränktes Vertrauen genießen, ihre Patienten Informieren..........
>Wie soll ein Patient eigenverantwortlich reagieren, wenn der Arzt aus faulheit, bequemlichkeit, monetären Gründen, oder eigener dummheit ( Sorry, aber wenn ein Arzt den Eindruck erweckt nicht mal die Grundlagen an einen Chronischen Kranken weiter zu geben ist es für mich Dummheit ) ?
Nichts für ungut...aber: wie oft haben Menschen gesagt bekommen, dass sie einfach gesünder leben sollten?
Gesund nach dem SGB ist so ziemlich deckungsgleich mit der derzeitigen Regierungsauffassung. Nicht dick und nicht Rauchen. Entspricht sogar ziemlich genau der WHO, da man für nicht dick auch Bewegung zwingend benötigt.
Als Betroffener hat man dann halt im Fall DM einen Faktor mehr. Neben Gewicht und Nichtraucherstatus sollte halt der Blutzuckerspiegel noch in irgendeinen Rahmen passen.
Aus politischer, menschlicher und sopnstiger Sicht hat man halt mit der Diagnose DM den Malus-Joker verspielt, da er derzeit nicht heilbar ist. In den übrigen Disziplinen sollte man dann tunlichst bald an 100% rankommen (Naja, ein Lottogewinn kann den Zeitraum, nicht aber das
Resultat verändern).
Oder hab ich das Posting etwas falsch verstanden ?
Das kann ich nicht sagen. Ich kann aber sagen, dass man, wenn man DM hat und kein Übergewicht und nicht raucht und nicht drogenabhängig ist.....dann kann man beherzt klagen bis der Doktor kommt. Man wird immer Recht bekommen. Die Risikogruppenmitglieder zahlen und schimpfen halt lieber.
Ich bleibe aber weiterhin dabei, dass der blaue Pass eine durchaus brauchbare Alternative für jederman zum DMP ist (Wenn Ärzte da rumlügen, dass irgendwas nur mit DMP geht, kann ich auch nichts machen, da noch Frieden und kein Verteidigungsfall angesagt ist:)
mfg
Dingo1
vreni:
--- Zitat von: dingo1 am Juli 14, 2007, 07:40 ---
Ich bleibe aber weiterhin dabei, dass der blaue Pass eine durchaus brauchbare Alternative für jederman zum DMP ist (Wenn Ärzte da rumlügen, dass irgendwas nur mit DMP geht, kann ich auch nichts machen, da noch Frieden und kein Verteidigungsfall angesagt ist:)
--- Ende Zitat ---
In der Schweiz gibt es weder einen blauen Pass noch DMP und nun............. glaubst Du wirklich, dass es ohne nicht geht :kratz:
Joerg Moeller:
--- Zitat von: dingo1 am Juli 14, 2007, 07:40 ---
Ich bleibe aber weiterhin dabei, dass der blaue Pass eine durchaus brauchbare Alternative für jederman zum DMP ist
--- Ende Zitat ---
Dann hast du nicht verstanden, worum es da geht
dingo1:
hi:)
>In der Schweiz gibt es weder einen blauen Pass noch DMP und nun............. glaubst Du wirklich, dass es ohne nicht geht
Ich bin sogar der Meinung, dass der ganze Zirkus (sehr lange) ohne Diabetologen funktioniert! Ein Minimum an Regeln halte aber auch ich nicht
für völlig unzweckmässig, da sonst der Fortschritt auf der Strecke bleibt. Vom Gesundheitssystem der Schweiz verstehe ich allerdings nur die Basis, da ich
für einen Wechsel noch mindestens acht Jahre benötigen würde (Eure Bedingungen sind hammerhart, wenn man nicht gerade mal rote Autos sinnlos im Kreis rumfährt).
>Dann hast du nicht verstanden, worum es da geht
Das ist der blaue Pass:
http://www.diabetesnetz.de/gp_diabetes.htm
Einen DMP-Fragebogen erspare ich mir. Wo liegt nun der Vorteil bzw. eine Mehrleistung beim DMP, die man sich in meinen Augen recht teuer erkauft?
Am blauen Pass häbe ich als wichtigsten Kritikpunkt lediglich, dass dort nirgendwo mal Werte eines Gesunden stehen. Die hat es im DMP aber
auch nicht. Ein wesentlicher Unterschied beim blauen Pass wäre, dass man als Betroffener mal die Chance bekommt aktiv (wie ja nun überall propagiert wird)
am Geschehen teilzunehmen. Beim DMP hingegen ist das ganze deutlich passiver, da man zum Beispiel DMP-Daten erst auf Verlangen bekommt (von der Aufklärung über den Datenwust, die eh meist unterbleibt (obwohl gesetzlich vorgeschrieben!) rede ich lieber nicht).
mfg
Dingo1
Willy_Wuff:
Ich muß ganz ehrlich gestehen, ich verstehe diese ganze Aufregung um die Zettel nicht.
Ok, in so weit schon eingetragene Diabeteker Kostenausgleichszahlung für die Kasse. ( Hatte schon mal einer den Eindruck das sich eine der "Gesudheitskassen" für die Kranken interessiert ? ;-) )
Aber immer noch nicht so ganz was nen Diabeteker davon nun hat wenn er sonen tollen blauen Zettel hat.
Zielvereinbarungen mach ich, wenn ich sie mit meinem Arzt mache im eigenen Interesse, da brauch ich auch keinen Zettel um nachzuschlagen was ich denn vereinbart habe.
Wenn ich am Anfang nich weiß wie ich dieses Ziel erreichen kann, oder ich es für unerreichbar halte, dann is Gespräch mit dem Arzt angesagt wie es denn in den Bereich des Möglichen zu rücken ist. Dann versuch ichs zu erreichen ..... wenn ichs nich schaffe ... naja, das nächste Quartal kommt bestimmt und dann wird wieder versucht ne Lösung zu finden, gemeinsam, is kla.
Und wenn mein Arzt nen Handzettel braucht um zu wissen wie meine "Krankheit" ( Diabetes betrachte ich selber schon lange nicht mehr als Krankheit, ne Einschränkung nach dem Motto irgendwas is ja immer ... aber keine Krankheit, solange er eingestellt ist ) zu behandeln ist ...... sorry aber dann hab ich den falschen Arzt und such mir einen anderen.
Aber vielleicht kann mir noch mal einer von den wehementen Verfechtern dieser Zettel oder Programmen, einmal in wenigen Sätzen sagen, was denn ICH davon habe.
Ich muß bei sowas immer an den Tollen Pass vom Zahnarzt denken..... Jahrelang gehst Pünktlich hin, läßt es auch in den Coolen Zettel eintragen..... ein Jahr überziehst leider um einen ganzen Monat.... brauchst mal Zahnersatz ..... schickst das Teil dann auch brav an die Krankenkasse, weil sie scheinbar nicht in der Lage sind selbst in ihre EDV zu gucken wann sie welche Bahndlungen bei einem bezahlt haben ....... und kriegst weniger Zuzahlung, weil dich ja nicht an die Zeitlichen Intervalle gehalten hast.
Also was habe ich persönlich, so als Mensch davon, wenn ich mir im Land der vielen Zettel auch son tollen Zettel zulege, ich mein außer das Wissen meinen Betrag dazu geleistet zu haben das irgendwelche Bürokraten ihren Arbeitsplatz erhalten ?
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