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Neulich beim Diabetologen
cat:
Hallo Frank!
--- Zitat von: tobgrob am August 18, 2007, 10:14 ---
Wieso machst du aus 5000 Euro Gewinn ein Einkommen von 15000 Euro? Oder ist mir da ein Rechenschritt entgangen?
--- Ende Zitat ---
Sorry, ich dachte das war klar, deswegen habe ich nicht alles aufgezählt. Also, ich habe so gerechnet:
- Praxiseinnahmen pro Monat (beide Ärzte): 50.000 Euro aus Pauschale und 10.000 für Abrechnungen nach EBM und von Privatpatienten = 60.000 Euro
- Kosten für den Praxisbetrieb: 30.000 Euro
- übrig bleiben 30.000 Euro pro Arzt pro Monat, macht 15.000 Euro für jeden pro Monat
- da gehen dann natürlich noch Steuern runter, aber ich weiß nicht wie viel das bei Selbstständigen ist
--- Zitat ---
Einen Arzt, der versucht, dich ins DMP zu schieben, mit einem Bankräuber zu vergleichen, grenzt, sorry, an Geschmacklosigkeit.
--- Ende Zitat ---
Ja, wahrscheinlich hast du Recht, sorry :embarassed:. Trotzdem versucht er indirekt mein Leben zu bedrohen. Er weiß dass die Versorgung mit Insulin und Teststreifen ernsthaft gefährdet ist. Glaubt ihr, er würde eine Einschreibquote von 100% (von mir einmal abgesehen) erreichen, wenn es noch wirkliche Alternativen geben würde?
--- Zitat ---
Eben. Dann nimm deinen Verstand und denke weiter. Alle Lebensmittelhändler verweigern dir die Lebensmittel, ohne die du ja nicht leben kannst, wenn da nicht Geld fließt.
--- Ende Zitat ---
Ja, aber sie dürfen sich dafür legal Preise ausdenken und verlangen. Das ist der Unterschied. Ein Privatarzt darf das auch (jedenfalls in Grenzen). Ein Kassenarzt darf das aber nicht, oder er muß seine Kassenzulassung zurückgeben, damit ein anderer Arzt den Sicherstellungsauftrag erfüllen kann. Eine rechtswidrige Drohung ist Voraussetzung für eine Erpressung, die kann ich bei den Lebensmittelhändlern nicht sehen.
--- Zitat ---
Deine Entscheidung ist nun: Kämpfst du das durch bis ins Letzte?
--- Ende Zitat ---
Ich denke, ich werde noch mal in aller Ruhe mit dem Arzt reden. Ich will ihm ja eigentlich keine Probleme machen, vor Gericht ziehen oder ihn bei der KV anschwärzen, das ist einfach nicht meine Art. Vielleicht lässt sich ja ein Kompromiss finden. Ich könnte ihm noch mal vorschlagen, den Vertrag mit ein paar durchgestrichenen Zeilen zu unterschreiben. Vielleicht akzeptiert die Krankenkasse das so, liegt ja schließlich auch in ihrem Interesse.
Vielleicht hat auch jemand von euch noch Ideen, wie so ein Kompromiss aussehen könnte?
Schöne Grüße :banane:
cat:
Hallo Jörg!
--- Zitat von: Jörg Möller am August 18, 2007, 11:43 ---
Wenn dein Diabetes da tatsächlich eine Einschränkung darstellt wäre das rechtens. Ansonsten nicht. Wieso befürchtest du das aber nicht jetzt schon? Deine KK weiß ja von deinem DM. Und die könnte das ja auch an Banken und Versicherungen weitergeben.
--- Ende Zitat ---
Die Krankenkasse darf, soweit ich weiß, die Daten gar nicht weitergeben. Von mir aus soll sie ruhig die Daten aus dem DMP bekommen, meiner Krankenkasse vertraue ich. Da mache ich mir mehr Sorgen um die Datenstellen (die vor knapp 3 Jahren schon mal Daten in ein Land ohne Datenschutz transferiert haben), um das wissenschaftliche Institut, um die Kassenärztliche Vereinigung und um die Einrichtung zur Qualitätssicherung. Das sind mir einfach zu viele Quellen wo man nicht weiß was mit den Daten passiert und ob nicht doch eine davon undicht ist. Umso mehr Beteiligte die Daten haben, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit dass irgendwo ein Leck entsteht.
Und wenn das fiktive Szenario mit der Firma im Ausland wirklich so oder so ähnlich geschehen sollte, wie soll man beweisen, dass man aufgrund der Krankheit nicht genommen wurde? Die Firma würde ihre Kundendatei wahrscheinlich nicht offen legen.
--- Zitat ---
Mir ist gerade mal aufgefallen, daß dich meine Fragen ja schon ganz schön in die Ecke drängen könnten. Wie du sicher schon erkannt hast teile ich deine Befürchtungen nicht. Wenn das mein gutes Recht ist, dann ist es ebenso dein gutes Recht diese Befürchtungen doch zu haben und es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen. Nimm es mir bitte also nict allzu übel :verlegen:
--- Ende Zitat ---
Keine Sorge, ich nehme das nicht übel und ich fühle mich auch nicht in die Ecke gedrängt. Im Gegenteil, ich finde es auch immer wichtig beide Seiten zu sehen. :knuddel:
--- Zitat ---
Und auch wenn ich der Meinung bin, daß dieser Arzt das Recht hat für seine Dienstleistung eine angemessene Entlohnung zu verlangen, so finde ich dennoch die Art und Weise äußerst ablehnungswürdig.
--- Ende Zitat ---
Ich auch. Wenn die gleich mit der Wahrheit rausgerückt wären und die Drohungen weggelassen hätten, wäre die Sache vielleicht gar nicht erst eskaliert und man hätte von Anfang an versuchen können einen Kompromiss zu finden. Aber so habe ich gleich blockiert und auf stur geschaltet. Ich hatte mich in der Situation einfach wie ein in die Ecke gedrängtes Tier gefühlt. :kreisch:
Ich bin natürlich auch dafür, dass Ärzte angemessen bezahlt werden und ich finde es äußerst Sch. dass die Kassen die Ärzte auf diese Weise erpressen :moser:. Aber dafür kann ich nichts. Ich würde diese Regelung sofort abschaffen, aber das steht leider nicht in meiner Macht.
Schöne Grüße :banane:
klausing:
Wie ihr vielleicht schon gelesen habt, bin ich Datamanager. Daher weiß ich ziemlich genau was man mit Daten und deren Kreuzauswertungen machen kann. Ihr glaubt gar nicht, was man als Firma heute schon alles bekommt wenn man nur die Adresse und das Geburtsdatum hat!
Hier nur mal ein paar Beispiele:
- Kreditwürdigkeit anhand Schufa
- Einkommensabschätzung anhand der Wohngegend
- Einkaufsverhalten anhand solcher Rabattkarten
- Bereitschaft Wohnort zu wechseln anhand von Einträgen in Telefonbüchern
- Handyvertragspartner wenn Telefonnummer eingetragen
- Art des Telefonanschlußes wenn Telefonnummer eingetragen
um hier nur mal einige zu nennen.
Von illegalen Auskünften des alten Arbeitgebers etc. (z.B. bei Bewerbungen) will ich gar nicht mal reden.
Wenn man ein wenig recherchiert, dann bekommt man über das Internet noch viel mehr raus!
Ich hatte eine Wette mit einem Kumpel laufen. Da ging es darum was man alles über einen fremden Menschen alles heraus finden kann. Ich hatte nur Namen und Telefonvorwahl und das ungefähre Alter.
Zuerst einmal das Telefonbuch wälzen. Schon hatte ich Telefonnummern und Anschrift. Reverse Abfragen sind doch so was schönes. Im gleichen Haus wohnten noch Menschen mit dem gleichen Namen. Da lag es nahe, dass seine Eltern auch dort wohnten. Im Netz habe ich dann in einem Tierforum Fragen zu einem Hund gefunden. Er hatte also auch einene Hund als Haustier was krank war. Und ich wußte dann auch zu welchem Tierarzt er gegangen ist. In einem anderem Forum hat er nach steuerlichen Abschreibungen gefragt. Daraus ließ sich rückschließen wie viel er verdient. Zu guter letzt konnte ich noch anhand seiner email feststellen, welchen Provider er für's Internet benutzt. Aus den Foren bekam ich auch noch seine ICQ-Nummer und seinen Skypenamen.
Dann habe ich noch seine Homepage gefunden und über die Denic habe ich dann auch noch ein paar Daten gefunden. Auf der Seite eines Vereins seiner Heimatstadt fand ich dann auch noch ein Bild von ihm und was er so in dem Verein macht.
Ein kurzer Scheinanruf bei seinen Eltern und ich wußte, dass er eine Freundin hat und wie sie heißt. Die war auch aktiv in diversen Foren. Auch sie hatte nach steuerlichen Dingen gesucht. In Kombination mit seinen Fragen ließ sich schließen, dass sie vor haben zu heiraten und sie kinder planen oder sie gar schwanger war.
Der Anruf bei seinen Eltern brachte mir auch noch seinen Arbeitgeber und wie er nächste Woche arbeiten muss. Man muss halt nur geschickt fragen...
Als ich das alles nach gut 3 Stunden Arbeit meinem Kumpel präsentierte und er mir bestätigte, dass die Daten richtig sind war er sehr erschrocken. Er hätte nie geglaubt, dass man das alles aus offenen Quellen in Erfahrung bringen kann. Dabei kannte ich den Menschen 3 Stunden vorher noch gar nicht.
Viele Firmen gehen sehr lax mit ihren Daten um. So sollte ich zum Beispiel für eine Bekannte vor wenigen Wochen ihren Kabelanschluß umstellen lassen. Leider hatte ich den Zettel mit ihrer Kundennummer und dem Geburtsdatum bei ihr liegen lassen. Das hat mir ziemlich genau eine halbe Stunde Diskussionen und dumm stellen bei der Telefonhotline gekostet um das ganze zu erledigen. Dabei hätten sie es ohne diese Daten gar nicht gedurft.
Wer also einigermaßen geschickt mit Suchmaschinen umgehen kann (und damit meine ich nicht nur ein Wort eingeben und auf den Suchen-Button drücken) und geschickt zu telefonieren versteht, der ist am Ende selbst erschrocken was man über einen Menschen alles finden kann.
90% davon könnte man verhindern wenn man gewisse Dinge beachtet.
- nie Klarnamen verwenden
- für Registrierungen immer eine Adresse eines Freemailers benutzen.
- Telefonnummern nur wenn nötig eintragen lassen
- Vorsicht bei allem was man in Foren schreibt
- Verwandte und Bekannte darauf hinweisen, dass sie keinerlei Auskünfte über einen geben.
GENERELL VORSICHT WEM MAN SEINE DATEN GIBT ! ... auch Gesetze können sich ändern. Wer hätte schon vor Jahren gedacht, das mittlerweile sogar Daten ohne unser Einverständniss in andere Länder weiter gegeben und abgeglichen werden.
So ist bei Krankenkassen geplant aus Kostengründen einen gemeinsamen Datenbestand zu schaffen um Mißbrauch erkennen zu können. Wer sagt Euch, dass man mit dieser Datenbank nicht bald auch andere Sachen abgleichen kann.
Das Finanzamt plant auch eine solche Datenbank um in Zukunft alle Sachen elektronisch erledigen zu können.
Ich kann also die Skepsis verschiedener Menschen nur verstehen und sogar befürworten. Allerdings sollte man auch immer den persönlichen Nutzen solcher Datensammlungen im Auge behalten.
Gruß
Steffen
unknown:
@all,
ich kann mich Steffen wegen der Vorsicht mit Daten nur anschließen.
Grüßle
Norbert
Joerg Moeller:
--- Zitat von: cat am August 18, 2007, 18:14 ---
Die Krankenkasse darf, soweit ich weiß, die Daten gar nicht weitergeben....
--- Ende Zitat ---
Ich denke mal, was diesen Punkt angeht kommen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Lassen wir es doch einfach dabei bewenden und akzeptieren, daß wir da unterschiedliche Ansichten haben. (Wäre ja auch langweilig, wenn alle das gleiche denken :zwinker: )
--- Zitat ---
--- Zitat ---
Und auch wenn ich der Meinung bin, daß dieser Arzt das Recht hat für seine Dienstleistung eine angemessene Entlohnung zu verlangen, so finde ich dennoch die Art und Weise äußerst ablehnungswürdig.
--- Ende Zitat ---
Ich auch. Wenn die gleich mit der Wahrheit rausgerückt wären und die Drohungen weggelassen hätten, wäre die Sache vielleicht gar nicht erst eskaliert und man hätte von Anfang an versuchen können einen Kompromiss zu finden. Aber so habe ich gleich blockiert und auf stur geschaltet. Ich hatte mich in der Situation einfach wie ein in die Ecke gedrängtes Tier gefühlt. :kreisch:
--- Ende Zitat ---
Ja, hätte ich auch. Und du kannst mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, daß ich den sofort zum Mond geschossen hätte. Allein schon wegen der Frechheit mit den Laborbefunden. Es steht ihm gar nicht zu, dir die zu verweigern. Das höchste der Gefühle ist, daß er für die Kopien Geld verlangen kann. (Bei meinem kriege ich die Kopie des Befundes gratis)
Ich würde mich jedenfalls nicht freiwillig in eine Diktatur begeben :mosern:
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