Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
Anpassung der Basalrate
maulwurfinchen:
--- Zitat von: Joa am April 11, 2007, 22:46 ---
So wie Du das darstellst, täte ich nicht von einer BuT-Bahn sprechen. Das folgt eher der Physiologie des Biorhytmus und könnte darauf hindeuten, dass Du da schon recht gut am Ball bist, nur das vielleicht die Feinheiten noch verbesserungsfähig sind.
--- Ende Zitat ---
mir wurde mal gesagt, dass bei mir schon relativ viel auf und ab sei und "rundere" kurven ueblicher seien... aber keine ahnung, woran man sich am besten orientiert. tagsueber kommt es auch ganz gut hin
--- Zitat ---
Hier fehlen wieder einige Bezugsinformationen, z. B., wann Du in die Falle gehst.
Grundsätzlich sollte das aber dahingehend interpretierbar sein, dass Du eine Basallücke im Vorfeld von 1 bis 2 Uhr eingebaut hast, die eine gewisse Resistens produziert. Die wird dann wohl irgendwo im Spätabendbereich liegen.
Aber auch hier fehlen Infos zur Bed-Time. Machst Du bis 1 bis 2 Uhr durch? Stellst Du einen Wecker zum Messen oder was?
Jedenfalls scheint mir der Ansatz Deines bisherigen Diabetologen erst mal ok, erstmal sacht an spätabendlich/frühnächtlichen BR nach oben zu schrauben.
--- Ende Zitat ---
ich gehe im normalfall gegen 1 ins bett. ab und zu auch mal spaeter oder frueher, aber generell schlafen wir meistens zwischen mitternacht und zwei uhr ein.
ich hab vor ziemlich genau einem jahr zweimal, in kurzem abstand abends basalratentest gemacht, einmal kams ziemlich gut hin und an einem anderen abend stieg der bz rapide an.
ich find meinen blutzucker manchmal einfach unverstaendlich. letzte nacht z.b. ich hatte um 21h 108mg/dl, hab dann etwas eis gegessen (3be = 4,5ie) und um halb 1 war mein bz 138mg/dl. ich dachte, okay, bolus wirkt sowieso noch nach, nicht korrigieren. heute morgen um 10 250mg/dl. naechtliche hypo?? hatte aber keine anzeichen und normalerweise werde ich wach. abendessen, das noch nachwirkte? (20h 8be spaghetti mit carbonara sauce & bionade 12ie)
--- Zitat ---
--- Zitat ---
ich unterzuckere auch 5-6 stunden nach einem bolus.
--- Ende Zitat ---
Kann man wieder mehrere Gedanken zu machen.
1.) Die Dauer der Insulinwirkung hängt von der Bolusgröße ab.
--- Ende Zitat ---
auch bei kleineren boli unter 5ie habe ich bis zu 6 stunden nach dem essen hypos. natuerlich nicht regelmäßig, aber es kommt vor.
--- Zitat ---
2.) Wenn Du mit einem Bolus zur Spätmahlzeit eine spätabendliche BR-Lücke stopfen tust, ist Dein Insulinbedarf nachgehend ggf. drastisch niedriger.
--- Ende Zitat ---
werd ich mal testen
--- Zitat ---
3.) Umso mehr, wenn Du dann auch noch zeitnah in die Waagerechte, also ins Bett gehst.
--- Ende Zitat ---
zwischen essen-bolus und schlafen liegen im normalfall 2-3 stunden, wenn ich nicht niedrigen blutzucker mit essen ausgleiche
--- Zitat ---
Hauptsache, die kleinen Schritte sind die richtigen. Das dauert dann etwas länger, hat aber auch eine gute Aussicht auf Erfolg. :ja:
--- Zitat ---
aber mal sehen, was mein neuer diabetologe freitag sagt :gruebeln:
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Vielleicht sagt der: " Also Mädelinchen, mach das jetzt so und so, und dann passt das! Und zwar immer! :super:
:gruebeln: :gruebeln:
Gruß
Joa
--- Ende Zitat ---
ich hasse ironie... genau so etwas wuensche ich mir. einen generalstabsmäßigen plan, damit immer alles klappt. oder eigentlich wuerde mir so ein dauerndes messgeraet mit warnsignalen ausreichen. das ist immer noch mein traum, dass es sowas mal (in bezahlbar) gibt.
ich will meine bloeden blutzuckerspitzen einfach loswerden oder wenigstens eindeutig feststellen koennen, wann es woran liegt...
Llarian:
--- Zitat von: maulwurfinchen am April 12, 2007, 16:26 ---letzte nacht z.b. ich hatte um 21h 108mg/dl, hab dann etwas eis gegessen (3be = 4,5ie) und um halb 1 war mein bz 138mg/dl. ich dachte, okay, bolus wirkt sowieso noch nach, nicht korrigieren. heute morgen um 10 250mg/dl. naechtliche hypo?? hatte aber keine anzeichen und normalerweise werde ich wach. abendessen, das noch nachwirkte? (20h 8be spaghetti mit carbonara sauce & bionade 12ie)
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Vom Fett hast Du bis zu 9 Stunden etwas. Und wenn es nicht gerade Eis-Sorbet mit hohem Wasseranteil war, hat Eis recht viel Fett.
--- Zitat ---ich find meinen blutzucker manchmal einfach unverstaendlich.
--- Ende Zitat ---
--- Zitat ---ich hasse ironie... genau so etwas wuensche ich mir. einen generalstabsmäßigen plan, damit immer alles klappt. oder eigentlich wuerde mir so ein dauerndes messgeraet mit warnsignalen ausreichen. das ist immer noch mein traum, dass es sowas mal (in bezahlbar) gibt.
ich will meine bloeden blutzuckerspitzen einfach loswerden oder wenigstens eindeutig feststellen koennen, wann es woran liegt...
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Du bist die ideale Kandidatin für eine schulung bei Dr. Teupe ;)
Diese ganzen "meine Zucker macht, was er will" und "iwieso ist der WErt jetzt so und nicht anders" werden sich dann mit einem Paukenschlag in Luft auflösen... und einem genervten "warum hat mir das früher keiner gesagt"...
Grüße
Anja
Joa:
--- Zitat von: Jörg Möller am April 12, 2007, 12:54 ---
Austesten, wie weit man eine BR-Erhöhung vorverlegen kann: okay. (Und klar, daß man dann Not-BEs bereithält)
--- Ende Zitat ---
So war' s gemeint, zum Austesten, nicht zum dauerhaften Einbau.
Die durch Puffer BE' s ein Stück angehobene BZ-Testkurve lässt sich hinsichlich des wirkenden Basalinsulins genauso auswerten, wie die Anzahl der nachgehend nötigen Hypo-BE's.
In Althausen gibt es da die nette Bezeichnung "Schiß-BE' s".
Steigt die Kurve nachgehend hoch, ist klar, dass die Basis zu niedrig ist. Bleibt sie auf erhöhtem Niveau hängen, fehlt es auch noch an Basalinsulin, weil eine stimmige Basalrate auch einen erhöhten BZ-Wert auf den Normwert zu korrigieren hat. Bei dem hat es dann aber auch zu bleiben. Dazu das Bild von durchfallenden Blutzuckerkörnchen in einem geschüttelten Sieb mit basalinsulingeöffneten Rezeptorlöchern. Haste mehr Zucker im Schüttelsieb, fällt im Zeitraum X auch mehr durch die vorhandenen Löcher durch.
Das Thema hatte wir aber schon mal konsensfrei diskutiert. :zwinker:
Gruß
Joa
Joerg Moeller:
--- Zitat von: maulwurfinchen am April 12, 2007, 16:26 ---
mir wurde mal gesagt, dass bei mir schon relativ viel auf und ab sei und "rundere" kurven ueblicher seien... aber keine ahnung, woran man sich am besten orientiert.
--- Ende Zitat ---
An dem was funktioniert! Vergleich dich nicht so sehr mit dem, was andere als 'üblich' darstellen sondern mehr mit dir selbst. (Wie war es vorher, wie ist es jetzt)
--- Zitat ---ich find meinen blutzucker manchmal einfach unverstaendlich. letzte nacht z.b. ich hatte um 21h 108mg/dl, hab dann etwas eis gegessen (3be = 4,5ie) und um halb 1 war mein bz 138mg/dl. ich dachte, okay, bolus wirkt sowieso noch nach, nicht korrigieren. heute morgen um 10 250mg/dl. naechtliche hypo?? hatte aber keine anzeichen und normalerweise werde ich wach. abendessen, das noch nachwirkte? (20h 8be spaghetti mit carbonara sauce & bionade 12ie)
--- Ende Zitat ---
Das kannst du ganz einfach überprüfen, indem du abends mal gar nichts oder einen leichten Salat (ohne Öl!) isst und dann mal deinen BZ beobachtest. (Nebenbei: ich denke schon, daß es an einer Nachwirkung des Abendessens lag)
--- Zitat ---genau so etwas wuensche ich mir. einen generalstabsmäßigen plan, damit immer alles klappt.
--- Ende Zitat ---
Wünschen wir uns alle. Dazu müssten wir aber eine Maschine werden.
--- Zitat ---ich will meine bloeden blutzuckerspitzen einfach loswerden oder wenigstens eindeutig feststellen koennen, wann es woran liegt...
--- Ende Zitat ---
Dazu könntest du mal ein sehr genaues Tagebuch führen. Also nicht einfach nur BZ/BE/IE sondern auch außergewöhnliche körperliche Belastungen, Menses (nur bei Frauen; versteht sich), Art und Umfang der Mahlzeiten, SEA. Dann kannst du Situationen miteinander vergleichen und auch feststellen, wie du auf bestimmte Mahlzeiten reagierst. Wie du in einer ähnlichen Situation schon mal gehandelt hast, mit welchem Ergebniss und wie man das Handeln diesmal modifizieren könnte.
maulwurfinchen:
so, gestern war ich beim neuen diabetologen, es war sehr positiv (bis darauf, ueber 1 stunde wartezeit zu haben und dass alle vor mir dran kamen, die nach mir angekommen waren...), der arzt hat sich richtig zeit genommen, dinge, die vorher die diabetesassistentinnen immer gemacht haben, macht er dort teilweise selber.
er haelt es fuer sehr wahrscheinlich, dass ich einen morgengupf brauche (gestern mit 79mg/dl aufgewacht, 2 stunden spaeter in der praxis 219mg/dl. one touch ultra easy und laborwert passten zusammen. meine fueße sind supi okay :super: (hat er selber untersucht), dann gings drum, was ich erwarte (besserer hba1c, weniger spitzen). mein hba1c liegt bei 7,3, was seiner meinung nach zu meinen gemessenen werten passt. in einem monat soll ich zur diabetesassistentin zur beratung und anfang juni wieder zu ihm. bis dahin soll ich den morgengupf austesten, abendlichen basalratentest machen und austesten, wieviel ie ich fuer eiweiß spritzen muss, er sagte, bei der haelfte der diabetiker habe eiweiß keine auswirkung auf den bz und die andere haelfte muesste spritzen. (soviel zu spaghetti carbonara und tofu und verspaetet hohem blutzucker). naja, ziel ist jetzt ein hba1c von unter 7,0.
uebrigens, das mit dem genauer tagebuch fuehren, sagte er auch, sprich, vermerken, wo im zyklus und ob ich eiweiß gegessen habe und welche art eiweiß. und ich schreibe wieder brav blutzuckertagebuch :heilig:
wegen schwangerschaft meinte er, 7,3 sei nicht optimal, aber er wuerde wetten, wenn ich erstmal schwanger waere, waere ich innerhalb von wochen bei 6,5, weil ich dann "sowieso ununterbrochen messen" wuerde. also soll ich mir keinen stress machen und einfach oft messen. er hat auch anstandslos direkt 500 teststreifen noch fuer dieses quartal aufgeschrieben.
ich warte jetzt mal ab :zwitscher: :zwitscher: :zwitscher:
ach so, basalrate an sich hielt er fuer nicht ungewoehnlich. aber wir testen sie trotzdem aus, weil auffallend ist, dass ich im verhaeltnis extrem wenig basal, aber viel bolus brauche. dass sie vormittags stimmt, ist aber sicher, weil ich (fast) immer morgens mit dem abendlichen wert rauskomme (+/- 20mg/dl), egal, wann ich aufstehe, ob 8 oder 12, bz bleibt konstant.
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