Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie

Anpassung der Basalrate

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Joa:
Hallo,


--- Zitat von: dingo1 am April 08, 2007, 21:51 ---
dass auch 2-er lipolyse haben, ist mir bekannt. Evtl. habe ich JOA falsch verstanden. Genauer meinte ich, dass die gesteigerte
Lipolyse beim 2-er meist nicht zu finden ist (wegen reichlich Insulin). Da wird sogar immer mehr ausgeschüttet, weil es meist
nicht wirkt (evtl. und wegen der Lipolyse).
--- Ende Zitat ---


also erst mal muß ich gestehen, dass ich vorgehen wohl etwas verkrautet rumgedacht habe.  :kratz:
Das führe ich auch mal auf meine individuellen Bedingungen zurück, die da sind:

Typ1
insulinempfindliche Variante
keine Typ 2 Komponente
hohe BZ-Meßfrequenz
sofortige Insulinkorrektur für überhöhte BZ-Werte (und eher zwei IE mehr, als 1/2 IE zu wenig).

Was die Insulinresistenz primär anstößt dürfte ziemlich schnuppe sein, die Frage ist, ob eine entstandene Resistenz dann ausreichend mit Korrekturinsulin bedacht wird.

Der Weisheit von Anjas Feststellung, dass hier die Frage von Henne oder Ei zur Debatte steht, stimme ich deswegen jetzt einfach mal
vollinhaltlich zu!  :ja:

Hinsichtlicht des Typ 2 Diabetes oder des Typ 1 mit der 2er Komponente, sind diese beiden auf Lipolyse schon fast als abonniert zu sehen.
Typ 1(+2) und Typ 2 können nicht nur über Tage oder Wochen, sonder auch über Jahre hinweg in der Lipolyse rumdackeln.

Der wegen der Zellresistenz erforderliche selbstproduzierte oder zugeführte Insulinüberschuss verhindert meist recht zuverlässig eine weitergehende Entgleisung in Richtung Ketoazidose. Wobei die Ketoazidose sich durch die zunehmende Übersäuerung des gesamten Stoffwechsels kennzeichnet, bis zum vollständigen Zusammenbruch.

Die Gefahr für den Typ 1 (mit 2er Komponente) oder Typ 2 liegt, wie Du und Anja ja auch anmerkten, in der Dehydration mit der Folge des hyperosmolaren Komas.


--- Zitat ---
In der Summe bin ich der Meinung von JOA, dass im Zweifel eher das Hirn runterfährt und die hormonelle Lage in der Praxis maximal
zum Jojo-Zucker führt. Nie aber zur Entgleisung, da selbst die radikalste Minimaltherapie wohl eine Messung je Tag derzeit vorsieht
und natürlich entsprechendes Handeln.

--- Ende Zitat ---


Jojo-Zuckerkurven lassen sich sicherlich sowohl mit den Hormonen als auch mit der Lipolyse arrangieren. Und beide im Teamwork werden das noch viiiel schöner hinbekommen.  :boese:
 :zwinker:


--- Zitat ---
Nicht umsonst darf man selbst als 1-er mit Werten über 140 mg/dl noch Leistungssport machen.
Der kritische Wert liegt höher!

--- Ende Zitat ---


Dem würde ich für mich auch so zustimmen, allerdings bei längerem BZ über 140 mg/dl täte ich wohl auch mehr Insulin während und besonders nach der Leistung benötigen, als bei einem stabilen Normwert zu Beginn.

Natürlich kann ich den BZ vor einer Leistung höher gehen lassen. Allerdings lässt ein mehrstündig => 140 stehender BZ schon den Gedanken an eine aufgekommene Lipolyse keimen.


--- Zitat ---
Der Schlüssel liegt in dem Zeitfenster. Fünf Jahre mit Nüchternwerten kleiner 120 mg/dl und fünf Jahre mit Nüchternwerten knapp unter der
Nierenschwelle werden mit Sicherheit einen anderen Insulinbedarf bei sonst identischen Parametern liefern.

--- Ende Zitat ---


Da wird es wohl schon angemessen sein, Diabetiker mit unterschiedlichen Insulinbedarfen zu differenzieren.
Wobei, je nach Gegebenheiten, auch sehr unpassende Therapieschematra relativ stabil etabliert werden können.
Dann allerdings führen schon kleinere Abweichungen schnell in ein Chaos, mit der Gefahr weitergehender Entgleisungen.

In Deinem Vergleich wird sicherlich der Fall 2 mit 5 Jahren an der Nierenschwelle einen deutlich höheren Bedarf an Insulin haben müssen, da er beständig
halbherzige Insulinkorrekturen im Konzept einbauen muss.  :mauer:

Gruß
Joa

maulwurfinchen:
ich bin uebrigens auch grade irritiert, bei meinen bisher 2 "verschlissenen" diabetologen habe ich jeweils gelernt, dass man die basalrate ca. 2 stunden vor dem nicht mehr stimmenden wert anpassen sollte  :kratz:
ich bastel naemlich auch grade wieder mal ein bisschen, da ich momentan einen anstieg nach mitternacht beobachte.
was ich in einem anderen forum gelesen habe, funktioniert bei mir morgens gut, egal, wie lange ich schlafe, ist mein nuechternwert ca. wie der einschlafwert, meistens um die 120mg/dl, leider ab und zu auch hoeher, manchmal bei spaetabendlicher korrektur entweder zu niedrig oder zu hoch, aber sobald ich aufgestanden bin, steigt der bz, was sich aber durch einen bolus von 0,5ie bremsen laesst. liegt das an "stresshormonen"? denn, wenn ich die basalrate aendere, habe ich eine boese hypo, wenn ich ausschlafe. wenn ich aber um 9 mit 120mg/dl aufwache, habe ich nuechtern um 11h schon ü200mg/dl...

hat uebrigens jemand von euch irgendwo diesen standard-basalratenverlauf rumliegen? ich wollte mal schauen, wo ich von der "norm" abweiche und ob da vielleicht der casus knaxus liegt.  :hilfe:

LordBritish:

--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
ich bin uebrigens auch grade irritiert, bei meinen bisher 2 "verschlissenen" diabetologen habe ich jeweils gelernt, dass man die basalrate ca. 2 stunden vor dem nicht mehr stimmenden wert anpassen sollte  :kratz:

--- Ende Zitat ---


Das irritiert mich jetzt auch etwas, das kommt aber bestimmt auch etwas auf das Insulin drauf an was drin ist Analog/Normal.
Mein PERSÖNLICHER Erfahrungswert liegt bei 1h mit Analoginsulin, kann aber bei jedem eben anders sein!


--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
ich bastel naemlich auch grade wieder mal ein bisschen, da ich momentan einen anstieg nach mitternacht beobachte.

--- Ende Zitat ---


Wie sieht Deine BSR eigentlich aus, gleichmäßig über längere Zeit oder Berg und Talfahrt, mal ganz vorsichtig angefragt.


--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
 aber sobald ich aufgestanden bin, steigt der bz, was sich aber durch einen bolus von 0,5ie bremsen laesst. liegt das an "stresshormonen"?

--- Ende Zitat ---


Adrenalin und so meine ich, irgendwie muss der Kreislauf ja in Schwung kommen :zwinker:


--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
denn, wenn ich die basalrate aendere, habe ich eine boese hypo, wenn ich ausschlafe.

--- Ende Zitat ---


Ja weil Du ja dann schläfst und der Bedarf nicht da ist weil ja keine Hormone usw. ausgeschüttet werden,
eben erst wenn Du aufstehst.


--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
wenn ich aber um 9 mit 120mg/dl aufwache, habe ich nuechtern um 11h schon ü200mg/dl...

--- Ende Zitat ---


Spricht für einen kleinen Bolus zum aufstehen, dass würde ich aber mit dem behandelnden Arzt besprechen!!!
Wieviel und ob überhaupt... der kennt das drum herum alles.


--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
hat uebrigens jemand von euch irgendwo diesen standard-basalratenverlauf rumliegen? ich wollte mal schauen, wo ich von der "norm" abweiche und ob da vielleicht der casus knaxus liegt.  :hilfe:

--- Ende Zitat ---


Du meinst diese Schiebner nach Dr. Renner :kratz:
Habe ich mkir abgewöhnt, ich kenne keine norm mehr im Bereich Diabetes...

Grüße

Markus

Llarian:

--- Zitat von: LordBritish am April 09, 2007, 22:55 ---

--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
ich bin uebrigens auch grade irritiert, bei meinen bisher 2 "verschlissenen" diabetologen habe ich jeweils gelernt, dass man die basalrate ca. 2 stunden vor dem nicht mehr stimmenden wert anpassen sollte  :kratz:

--- Ende Zitat ---


Das irritiert mich jetzt auch etwas, das kommt aber bestimmt auch etwas auf das Insulin drauf an was drin ist Analog/Normal.
--- Ende Zitat ---

DAS nun gerade nicht. Wieso und weshalb wurde aber shcon am Anfang des Threads erzählt.

Grüße
Anja

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Llarian am April 10, 2007, 00:01 ---

--- Zitat von: LordBritish am April 09, 2007, 22:55 ---

--- Zitat von: maulwurfinchen am April 09, 2007, 18:16 ---
ich bin uebrigens auch grade irritiert, bei meinen bisher 2 "verschlissenen" diabetologen habe ich jeweils gelernt, dass man die basalrate ca. 2 stunden vor dem nicht mehr stimmenden wert anpassen sollte  :kratz:

--- Ende Zitat ---


Das irritiert mich jetzt auch etwas, das kommt aber bestimmt auch etwas auf das Insulin drauf an was drin ist Analog/Normal.
--- Ende Zitat ---

DAS nun gerade nicht. Wieso und weshalb wurde aber shcon am Anfang des Threads erzählt.

--- Ende Zitat ---


Um es nochmal kurz zu wiederholen: Der erhöhte BZ ist das Endprodukt. Der Zeitpunkt, an dem das Ganze seinen Ausgang hat kann schon lange davor liegen ("kann", nicht "muß")
Verhindere ich also die Entstehung zum richtigen Zeitpunkt verhindere ich auch das Endprodukt. Und das mit weniger Insulin als nötig ist, den erhöhten BZ zu korrigieren. Und so ist es auch erklärlich, warum eine homöopathische Erhöhung der BR zum Ziel führen kann.

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