Diabetesfragen > CSII - Pumpentherapie
pumpe im alltag-wie geht das??
Joerg Moeller:
--- Zitat von: sonrisa am März 05, 2007, 17:39 ---
--- Zitat von: Llarian am März 05, 2007, 16:09 ---
--- Zitat von: sonrisa am März 05, 2007, 15:54 ---
Ein Ex-Freund von mir wollte immer, daß ich im Restaurant zum Spritzen auf Toilette gehen).
--- Ende Zitat ---
autsch!
--- Ende Zitat ---
Deswegen ja EX! ;D
--- Ende Zitat ---
Na bestens, dann hat sich die Pumpe ja als hilfreich erwiesen: ohne sie hättest du jetzt vielleicht nicht deinen Mann sondern einen oberflächlichen Schnösel :ja: :zwinker:
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Joa am März 06, 2007, 01:08 ---
--- Zitat von: Jörg Möller am März 05, 2007, 15:22 ---
Zum Thema "differenzierter Betrachten" ... :super:
--- Ende Zitat ---
?
ich sehe das als voll in in Ordnung, auch als ausgesprochen voranbewegungsfähig, aber als nicht bedingungslos unterstützbar (wie dargestellt).
--- Ende Zitat ---
Damit hast du ja auch völlig recht und ich sehe das genauso wie du. Ich meinte eher, daß man hier nicht nur immer sagen sollte, die Pumpe ist super, spitze, genial und megageil, sondern daß man auch mal die Befürchtungen ansprechen sollte, die man bei dem Thema eben hat.
Deswegen fand ich auch "Leben auf Pump" wirklich gut.
Ich wollte z.B. nie eine haben, weil das ja blöd sein muß, daß da ständig so ein Fremdkörper an einem rumbaumelt und die eingestochenen Katheter ja dauernd pieksen, wenn man sich bewegt.
Und jetzt? Ich spüre meine Teflonkatheter gar nicht. Und wenn ich in der Stadt unterwegs bin greife ich hin und wieder an die Pumpe um mich zu vergewissern, daß sie noch da ist. Ich spüre da nämlich auch nichts von Fremdkörper.
Und man muß eine Pumpe "programmieren" - hört sich ja tierisch komplizert an. Und was ist? Wer einen Videorecorder oder ein Handy bedienen kann, der kann auch eine Pumpe einstellen (klingt mehr nach dem, was es wirklich ist).
Katheter einstechen ist schmerzhaft? Keine Spur. Eine Spritze oder einen Pen zu benutzen finde ich deutlich unangenehmer.
Aber das sind alles meine Erfahrungen und jeder kann die anders bewerten. Gerade bei Gefühlen gibt es kein richtig oder falsch.
kruemel:
WOW!!
Danke fuer eure ganzen Antworten!!!
Es wurden so viele Themen angesprochen, ueber die man als Diabetiker so oft nachdenkt...wie z.B. die Abhaengigkeit, die Tatsache, dass der eigene Koerper ohne Hilfsmittel nicht mehr auskommt.
Damit hab ich mich am Anfang echt schwer getan, aber mittlerweile hab ichs akzeptiert. Man hat ja eh keine andere Wahl und es gibt echt schlimmeres. ("Es gibt schlimmeres" war der schlaue Spruch, der mir am Anfang im Krankenhaus von jedem auf die Nase gebunden wurde und der mich am meisten aufgeregt hat - aber er stimmt, es gibt wirklich schlimmeres!)
--- Zitat von: Joa am März 06, 2007, 00:05 ---
Daher finde ich Deinen Rat an Krümel, den Diabetes besser zu verstecken, nicht wirklich gut.
--- Ende Zitat ---
Ich will meinen Diabetes gar nicht verstecken, besonders nicht vor Leuten die ich gut kenne. Aber ich meochte auch nicht jedem, mit dem ich unitechnisch/beruflich zu tun habe, oder mit dem ich zwei Mal im leben zusammen esse, direkt davon erzaehlen, dass ich Diabetikerin bin. Und dass die Person mich dann wohlmoeglich wie ein rohes Ei behandelt, egal wie oft ich vergewissere, dass ich ganz normal bin.
Wenn ich jemandem zum ersten Mal begegne, erzaehle ich ihm ja auch nicht "Ach und uebrigens, ich habe ein Holzbein" (wenn ich eins haette ;) ) Da finde ich es ganz legitim, das Holzbein einfach in der Hose zu lassen und einem nicht direkt davon zu erzaehlen, wo es fuer die andere Person voellig uninteressant ist. Ich seh da einfach keine Notwendigkeit drin, dass mein Gegenueber das wissen muss. Wenn man jemanden besser kennenlernt, dann erfaehrt er/sie es ja sowieso.
Und manchmal gibt es einfach Situationen, in denen es unangenehm ist zu spritzen, oder nicht? Es macht mir nicht unbedingt was aus, mich vor fremden Leuten zu spritzen, aber ein Hobby von mir ist das nicht gerade. Mir ist das lieber, wenn es nicht jeder mitkriegt. Ich glaube aber nicht, dass das was damit zu tun hat, dass ich mich dafuer schaeme dass ich Diabetes habe - wieso auch?
Was das Kennenlernen betrifft:
--- Zitat von: AxTRIM am März 05, 2007, 15:10 ---
Ich würde mich bei den erstenAnnäherungsversuchen ;) mit einer Pumpe unglaublich unsexy fühlen.
--- Ende Zitat ---
Ich habe zum Glueck einen langjaehrigen Freund, den ich auch schon hatte als ich Diabetes bekommen habe, der also alles mit mit durchgemacht hat. Aber fuer mich stimmt, was Peter sagt, dass wenn ich jemanden neu kennenlernen wollte, wuerde ich nicht einen Katheter und einen Schlauch im Bauch haben wollen. Das ist aber letztlich kein Grund sich gegen eine Pumpe zu entscheiden, glaube ich. Und wenn es sogar die Moeglichkeit gibt, die Pumpe auch mal fuer ein paar Tage abzulegen...
Noch eine Frage
--- Zitat von: Adrian am März 05, 2007, 12:35 ---
Ich kann wirklich die Schulung in Althausen (http://www.diabetesdorfalthausen.de/) empfehlen.
--- Ende Zitat ---
Wie habt ihr das gemacht? Ist das besser fuer die Pumpenschulung in ein Krankenhaus oder in eine Spezialklinik zu gehen? Hat das auch jemand ambulant gemacht? Mein Arzt meinte, man koennte die Schulung auch bei ihm in der Praxis machen und dan abends wieder nach Hause gehen. Wie lange dauert die Schulung eigentlich? Eine Woche?
Ich fuehl mich jetzt uebrigens schon viel besser was den Gedanken an eine Pumpe angeht. Natuerlich kann sie einem nicht die Kopfarbeit abnehmen und vielleicht muss ich mich noch mehr ueber die negativen Aspekte informieren. Aber nach den ganzen positiven Erfahrungen sind die Bedenken und die Angst schon viel kleiner geworden. Auf jeden Fall will ich es mal probieren...
viele Gruesse und Danke an alle...
kruemel.
chippy_2001:
Hallo,
--- Zitat von: kruemel am März 08, 2007, 09:32 ---
Ich will meinen Diabetes gar nicht verstecken, besonders nicht vor Leuten die ich gut kenne. Aber ich meochte auch nicht jedem, mit dem ich unitechnisch/beruflich zu tun habe, oder mit dem ich zwei Mal im leben zusammen esse, direkt davon erzaehlen, dass ich Diabetikerin bin. Und dass die Person mich dann wohlmoeglich wie ein rohes Ei behandelt, egal wie oft ich vergewissere, dass ich ganz normal bin.
--- Ende Zitat ---
Das spricht doch für die Pumpe. Wenn Du einen Platz für Sie gefunden hast - bei mir immer in der Hosentasche, dann bekommt keiner das Spritzen mit. Anfangs habe ich mir überlegt, ob ich den Schlauch durch ein Loch in der Hosentasche unsichtbar zum Katheter führen soll, aber davon bin ich schnell abgekommen. So auffällig ist der Schlauch nicht und wenn's einer merkt, was soll's?
--- Zitat von: kruemel am März 08, 2007, 09:32 ---
Wie habt ihr das gemacht? Ist das besser fuer die Pumpenschulung in ein Krankenhaus oder in eine Spezialklinik zu gehen? Hat das auch jemand ambulant gemacht? Mein Arzt meinte, man koennte die Schulung auch bei ihm in der Praxis machen und dan abends wieder nach Hause gehen. Wie lange dauert die Schulung eigentlich? Eine Woche?
--- Ende Zitat ---
Meine Einstellung habe ich an drei Tagen im Krankenhaus auf der Diabetesstation gemacht. Fand ich ganz angenehm, da immer jemand zum Fragen erreichbar war. Am hilfreichsten war, dass mich die Nachtschwester alle zwei Stunden zum Messen geweckt hat, damit die Basalrateneinstellung klappt. Kann man zwar auch zu Hause mit Wecker machen, aber dann taucht das Problem Schweinehund auf. (In der zweiten Nacht war ich so müde, dass mir nicht mal das Schnarchen des Bettnachbarn was ausgemacht hat.)
Die Schwester meinte übrigens, dass ich ja weiter schlafen und sie mir das Blut am Ohr abnehmen könne. Konnte mir nicht vorstellen, dass ich dabei nicht aufwache - eher noch dass ich ihr ob des nächtlichen Überfalls eine verpasse... Mir war mein Softclix doch lieber.
--- Zitat von: kruemel am März 08, 2007, 09:32 ---
Ich fuehl mich jetzt uebrigens schon viel besser was den Gedanken an eine Pumpe angeht. Natuerlich kann sie einem nicht die Kopfarbeit abnehmen und vielleicht muss ich mich noch mehr ueber die negativen Aspekte informieren. Aber nach den ganzen positiven Erfahrungen sind die Bedenken und die Angst schon viel kleiner geworden. Auf jeden Fall will ich es mal probieren...
--- Ende Zitat ---
Probieren geht über studieren. Ich hab mich vor der Entscheidung für die Pumpe wie Du im Netz informiert und dann theoretisch meine Cozmo als Favoritin ermittelt. Andere Pumpen habe ich nicht probegetragen, da ich meinte, als Anfänger ja nicht zu wissen, was die entscheidenden Punkte sind. Das würde ich heute anders machen, denn man merkt sehr schnell, was wichtig ist und was nicht. Nichts desto Trotz hätte aber auch ein Praxistest für mich persönlich nur zur Cozmo geführt (Stichwort: Tagebuchfunktion - zusammen mit SiDIary absolut top!).
Gruß
chippy
Joerg Moeller:
--- Zitat von: kruemel am März 08, 2007, 09:32 ---
("Es gibt schlimmeres" war der schlaue Spruch, der mir am Anfang im Krankenhaus von jedem auf die Nase gebunden wurde und der mich am meisten aufgeregt hat - aber er stimmt, es gibt wirklich schlimmeres!)
--- Ende Zitat ---
Das ist übrigens eine typisch irische Redewendung: "Es könnte schlimmer sein" ;D
--- Zitat ---Wie habt ihr das gemacht? Ist das besser fuer die Pumpenschulung in ein Krankenhaus oder in eine Spezialklinik zu gehen? Hat das auch jemand ambulant gemacht?
--- Ende Zitat ---
Ich hab das ambulant gemacht, aber mir vorher auch alles von dieser Seite durchgelesen: http://www.chrostek.de/wb/pages/startseite/diabetesdorf/curriculum.php
Mit meinem Diabetologen hatte ich täglich Telefonkontakt und er hat morgens immer die Protokolle vom Vortag per eMail bekommen. Die Schulung hat ca. eine Stunde gedauert (aber ich hatte auch schon jede Menge Vor-Erfahrung)
Richtig zum Ziel gekommen bin ich dann eh erst, nachdem ich das selbst in die Hand genommen habe (ich kenne meinen Körper eben am Besten).
Aber ein paar Wochen solltest du schon einkalkulieren, bis alles in trockenen Tüchern ist.
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