Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Schlimme Unterzuckerungen...
Milchstraße:
...hattet Ihr die schon mal? So mit Notarzt oder Fremdhilfe? Wie ist es dazu gekommen und wie habt Ihr Euch dabei gefühlt (wenn Ihr das noch mitbekommen habt)....?
Ich selbst hatte eine fiese Unterzuckerung in der Schwangerschaft. Der Insulinbedarf war ja bis zum Schluß auf das dreifache angestiegen. An einem Abend hatten wir Mädelsabend mit Pizzaessen. Dabei hatte ich mich zunächst verschätzt und mein BZ war zwei Stunden nach dem Essen auf etwas über 300 angestiegen. Ich hab' mit ner ordentlichen Dosis (pi mal Daumen) korrigiert und der BZ war dann ab 0.00 Uhr wieder im Normbereich. Vor dem Schlafengehen um 2.30 Uhr (jaaaa, so lange können Mädels tratschen ;D) hab' ich nochmal getestet und auch was gegessen, weil der Wert nicht eben gerade hoch war. Dann bin ich ins Bett und morgens gegen 7.00 Uhr falsch rum im Bett aufgewacht. Die Bettdecke lag schon draußen und ich konnte mich gar nicht mehr richtig bewegen -geschweige denn nach der Colaflasche greifen, die neben dem Bett stand. Mein Mann war leider zur Nachtschicht und kam erst gegen 7.30 Uhr nach Haus.
Das war ganz böse .... irgendwie hab' ich alles noch mitbekommen, aber so richtig auch wieder nicht und der Körper hat gar nicht mehr gemacht, was ich wollte. Auch nicht sprechen :staun2:. Und dann dieses Warten, bis er endlich nach Hause kam :hilfe:
Als mein Mann kam, hat er mir Cola gegeben. Ich konnte noch alleine schlucken, wenn auch nicht mehr so gut. Danach bin ich dann erstmal in die Badewanne, weil ich fürchterlich gefroren und während der Unterzuckerung auch mit fiesen Krämpfen zu tun hatte.
Nochmal gut gegangen....
Und bei Euch?
Gruselig, gruslig .... und das alles mit dickem Bauch
LordBritish:
Habe ich auch schon gehabt, waren unterschiedliche Erfahrungen von dem totalen Horror den ich lange verarbeiten
musste und eben naja kann man nichts machen passiert ist passiert.
Der absolute Horror war halt mal in der Arbeit kurz vorher noch gemerkt und dann ruck zuck am Boden und ich
lag da konnte nicht sprechen und habe alles um mich herrum so ziemlich mitbekommen würde das so zwischen 95 und 98% festlegen.
Jedenfalls habe ich das so richtig abschecken müssen Traum, Wirklichkeit - Arbeit, zu Hause, Tod also
nach und nach abgecheckt bis ich dann zu der Erkenntnis kam Wirklichkeit > Arbeit > Hypo
Ist halt der Horror gewesen ich habe alles mitbekommen und konnte absolut nichts machen nicht sprechen und mich nicht bewegen nur
das nachdenken ging noch erstaunlich gut.
Wenn Du magst können wir uns gerne noch ein wenig per PM unterhalten.
Viele Grüße
Markus
hildegard30:
Ich hatte heute frühmorgens eine schlimme Unterzuckerung (45) wurde schweissnass wach und rief meine Frau, die mir Traubenzucker
reichte. Nach drei Teelöffell ging es wieder bergauf und ich hatte nach 15 Min. 95 mg. Aber die Spätfolge waren starke Magemal nschmerzen
durch den konzentrierten Traubenzucker. Aber daran siieht man, lieber nachts zur Sicherheit nochmal messen.
Liebe Grüsse,
Franz :patsch:
sonrisa:
Also, ich hatte zu Beginn meiner "Diabeteskarriere" einige schlimme Unterzuckerungen. Einmal war ich mit meinem Vater beim Einkaufen und wollte hinterher nicht mit ins Auto steigen. Mein Vater dachte: naja, in dem Alter (15) sind die Mädels ja manchmal komisch und ist dann alleine weggefahren. Ich bin dann durch den Ort geirrt. War u.a. in einem Reformhaus, weil ich irgendwie noch wusste, daß ich was zu essen brauche. Hab es aber nicht geschafft, was zu kaufen. Ich konnte kaum noch laufen und hab mein Bein immer hinterher gezogen (so kam es mir zumindestens vor). Irgendwann bin ich dann bei ner Freundin gelandet (weiß nicht mehr wie), bin dort in Tränenv ebrochen und hab wohl nur noch gesagt: ich brauch was zu essen.
Sowas ist mir damals häufiger passiert. Einmal hat meine Mutter mich in meinem Zimmer gefunden. Ich hab wohl nur noch die Augen verdreht und sonst nicht mehr reagiert, sie konnte mir aber noch Apfelsaft einflößen. Nach einem 1/2 l Apfelsaft, haben wir einen BZ von 20 gemessen! Bin dann auch ins Krankenhaus gekommen.
Zum Glück ist mir seit damals nie wieder sowas passiert (kopf auf Holz) Ichmerke zwar einige Unterzuckerung erst recht spät, schaffe es aber immer noch selber, etwas zu essen! :ja:
Duff Rose:
Also ich hatte sowas noch nicht. Mein bisher niedrigster, gemessener Wert war beim Indiaka spielen 40mg/dl. Mir ging es zwar recht kacke, aber ich konnte immer noch messen, in Ruhe Traubenzucker einschieben und ohne schlechtem Gewissen ein Stück Kuchen essen! :mahl: Weiterhin traten unter Humaninsulin ab und an 40er Werte auf, die ich immer von alleine wieder hinbiegen konnte. Seit ich nun jetzt ca. drei Monate Analoginsulin penne sind die niedrigsten Werte auf den 50er Bereich zurückgegangen und wesentlich seltener geworden. Grobe, nächtliche Unterzuckerungen kommen für mich sowieso unter Analoga nicht in Frage, da ich nach 20:00 nichts mehr esse, bzw. spritze (außer kleinste Korrekturen).
Irgendiwe merke ich Unterzuckerungen in letzter Zeit schon bei <70mg/dl, also genau richtig. Sonst, also am Anfang meiner DM-Karriere habe ich das ganze erst später gemerkt, wie gesagt machmal erst bei 40er Werten.
Und bei dem Glück das ich habe darf ich ja bald vielleicht wieder mit Humaninsulin pennen und öftere Unterzuckerungen werden ins Lande ziehen. Na, was tut man nicht alles um für den Vater Staat drei Euro pro Ampulle zu sparen.... :mauer: :boese:
@milchstraße: Mit welchem Insulin hattets du korrigiert, und um wieviel Uhr? Ach so, und wieviel? :zwinker:
Gruß
David
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