Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Angst um die Füsse
erich49:
Ich habe in den letzten Tagen die Themen im Forum förmlich gesiebt aber über den sogenannten Diabetikerfuss
habe ich nix gefunden. Ich habe nämlich seit geraumer Schwierigkeiten mit meinen Füssen. Ob das nun daran liegt das ich Wasser in den Beinen habe (bekomm ich Tabletten), die Füsse schlecht durchblutet sind (Blutverdünner) oder ob es am hohen Bz liegt weiss ich nicht. Auf alle Fälle sind meine Füsse hochsenlibel geworden. Ich könnte mich machmal selbst treten beim morgentlichen Socken anziehen und beim abendlichen Füsse waschen.
Meine Hausärztin hat mir eine Fusspflege bei der Podolologin verordnet. Der erste Termin ist nun hinter mir und hat auch gut getan, aber ich hab ganz schön gezuckt. Sonst musste immer meine LAG ran aber die weigert sich neuerdings, weil sie meine Füsse nicht anfassen darf. Die Podologin meinte aber, dass dies normal sei. Nun meine Frage ans Forum, hat jemand ähnliche Sorgen, die bei mir soweit gehen Angst vor einer eventuellen Ambutation zu haben. Ich kenne da in meinem Bekanntenkreis zwei Fälle.
Llarian:
Hallo Erich,
erstmal eine Frage vorweg: diese (Über)Empfindlichkeit sind Schmerzen? Wenn Du eine podologische Behandlung verordnet bekommst, heißt das ja, daß Du schon Probleme hast... also z.B. eine Neuropathie. Dadurch kommen dann auch Missempfindungen zustande.
Wichtig ist, daß möglichst keine Verletzungen oder kleinen Wunden entstehen... deswegen auch alles die Podologin machen lassen. Wenn Verletzungen (auch kleine) auftreten, nicht lange warten, irgendwem zeigen. Entweder der Podologin oder Deinem Arzt. Je früher, desto besser. Außerdem sollten die Füße gecremt werden, damit die Haut gescschmeidig bleibt und keine Risse entstehen. Gegen Hornhaut helfen dann Produkte mit einem höheren Harnstoffanteil. Da gibt es z.B. was von alpresan, eine Art Schaum, der sehr ergiebig ist und gut pflegt. Ist nur leider nicht ganz billig und wird auch nicht verordnet. Aber manchmal findet man Quellen, da günstig heranzukommen. Wenn man dann regelmäßig cremt, sollte man auch die Füße kontrollieren, ob Verletzungen aufgetreten sind... bei Neuropathie bemerkt man sie nicht unbedingt und sollte dann optisch kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Ggf. mit einem Spiegel unter die Füße gucken oder Deine LAG bitten, nachzuschauen.
Abhängig von Deinem sonstigen Gesundheitsstand gibt es dann, wenn Probleme auftreten, ein mehrstufiges Behandlungsschema... aber das entscheidet bei Bedarf der Arzt. Der sollte auch entscheiden, ob spezielles Schuhwerk erforderlich ist. Neuropathische Füße neigen zu Fehlhaltung, was wiederum Verletzungen, Druckstellen etc fördern kann.
Zur Behandlung von Wunden an diabetischen Füßen gibt es tausend und eine Meinung, das hängt dann auch von der jeweiligen Wunde ab und soltle nach einer Begutachtung entschieden werden.
Vernünftiges Schuhwerk heißt auch, das man Socken tragen soll, um ein Scheuern im Schuh zu vermeiden. Auch da kann man wieder vieles richtig und verkehrt machen. Empfohlen werden weiße Baumwollsocken ohne Gummibund. Baumwolle, weils für ein optimales Klima sorgt, in dem auch "entlüftet" werden kann, ohne Gummibündchen, damits nicht einschnürt udn weiß, damit nässende oder blutende Stellen schneller bemerkt werden können. An der Formulierung "empfohlen wird" kann man sehen, daß ich das zwar weiß, aber für mich selbst auch nicht so immer befolge... aber ich habe auch aktuell keine Probleme.
Was das Zucken betrifft: Wenn Du so empfindlich bist an den Füßen, sag das der Podologin. Einige haben da ein Geschick, die Füße so anzufassen, daß man als schmerz- oder kitzelempfindlicher nicht so leidet.
Mehr fällt mir gerad nicht ein zum Thema.
Grüße
Anja
Angela:
--- Zitat von: erich49 am September 27, 2006, 23:13 --- oder ob es am hohen Bz liegt weiss ich nicht.
--- Ende Zitat ---
Das sicher. Wie hoch ist dein BZ? Hast du nicht mal geschrieben du suchst dir einen neuen Diabetologen?
--- Zitat von: erich49 am September 27, 2006, 23:13 ---Meine Hausärztin hat mir eine Fusspflege bei der Podolologin verordnet.
--- Ende Zitat ---
:kratz: was ist das? Hab ich auch noch nie gehört.
erich49:
Zum Ersten, erst mal Dank an Anja. Es ist bei mir wirklich ganau so wie Du es beschrieben hast und ich behandel meine Beine auch so, wenn es auch eine Reihe von Problemen gibt. So zum Beispiel der Sockenkauf. Es gibt kaum Socken ohne das für mich für mich so lästige enge Bündchen. Entweder ich kaufe mir >Arztsocken<, die sind immer weiss und man kann sie nach max.3 x tragen und natürlich waschen entsorgen oder man kauft sich welche im Orthopädie-Fachhandel, da klingt aber der Name schon nach €. Ich nehme für die Fusspflege einfaches Melkfett, das ist erschwinglich und für mich auch gut verträglich.
@Angela habe im Nov.den ersten Termin bei einem neuen Diabetologen und hoffe, dass er, besser gesagt sie, meinen Zucker und mich in den Griff bekommt. Vollzugmeldung erfolgt.
Und nun zu deiner Fage >Podologin<
Aufgaben und Tätigkeiten
Podologiefachleute kümmern sich um die Erhaltung der Fußgesundheit. Bei Fußproblemen führen sie Behandlungen selbstständig durch. Dabei wählen sie geeignete Verfahren aus und wenden anerkannte Hygieneregeln an. Wenn sie bei Patienten krankhafte Veränderungen am Fuß oder Krankheitssymptome bemerken, müssen sie entscheiden, ob ärztliche Abklärung erforderlich ist. Podologie oder medizinische Fußpflege umfasst auch medizinisch gebotene fußpflegerische Behandlungen (z.B. in Zusammenhang mit Diabetes-Erkrankungen), entweder auf ärztliche Veranlassung oder unter ärztlicher Anleitung. Oft fungieren sie als Mittler zwischen Patienten, Ärzten, Orthopädieschuhmachern und Physiotherapeuten
Einfacher gesagt Fusspflege auf Rezept, tat wirklich gut. Die Frau versteht ihr Fach.
erich49:
@Angela Du wolltest noch wissen, wie hoch mein Bz ist
Hier mal die Werte von Gestern
27.09.06
7.oo Uhr 10,0 mmol/l 32 IE Liprolog vor dem Essen
12.oo 4,5 14 IE Liprolog nach dem Essen
19.oo 10,1 27 IE Liprolog vor dem Essen
24.oo 9,2 34 IE Berlinsulin Bettkante
7.oo 11,8 33 IE Liprolog vor dem Essen
Frühstück 2 Scheiben Vollkorntoast mit Quark, 1 Tasse Kaffee
Mittag Weisskohleintopf, 1 Scheibe Roggenmischbrot, 1 Apfel
Vesper ½ Brötchen mit Marmelade (selbstgemachte) 1 Tasse Kaffee
Abendbrot 3 Scheiben Roggenmischbrot mit Tomaten
Getränke ca. 2 ½ l Mineralwasser auf den Tag verteilt
1 Flasche Bier zum Fussballabend vor dem Fernseher
und das bei gestern gewogenen 120 kg Kampfgewicht
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