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Insulin Analoga - heute Entscheidung ob weiter von der Kasse gezahlt!

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Angela:
Ich denke Jörg wird sich da sicher genauer erkundigen, nicht wahr Jörg?   :kratz:

Andreas:
Ich zitiere mal www.tagesschau.de:


--- Zitat ---Die Kostenerstattung für die so genannten Insulin-Analoga zur Behandlung von Diabetes wird deutlich eingeschränkt. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) entschieden, in dem Ärzte, Krankenhäuser und Kassen vertreten sind. Die umstrittenen Diabetes-Mittel werden nur noch von der Kasse bezahlt, wenn sie nicht teurer sind als herkömmliches Humaninsulin.
Der Ausschuss begründete die Einschränkung damit, dass Patienten mit Altersdiabetes "ebenso zweckmäßig und derzeit wesentlich kostengünstiger" mit Humaninsulin behandelt werden können. Es gebe zudem keine Belege für die Überlegenheit der Insulin-Analoga. (...)
Einige Ausnahmen ließ der Bundesausschuss aber zu: Das Präparat darf weiterhin von den Kassen verordnet werden, wenn ein Patient allergisch auf Humaninsulin reagiert. Ausnahmen gelten auch für Patienten, bei denen der Stoffwechsel trotz intensiver Therapie mit Humaninsulin nicht stabil bleibt oder bei denen eine Therapie mit Insulin-Analoga wegen unverhältnismäßig hoher Humaninsulindosen wirtschaftlicher ist.

--- Ende Zitat ---

Quelle: http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5716272_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

Ich finde die Lösung durchaus akzeptabel: Analoga sind - falls medizinisch indiziert - weiterhin für Typ II möglich, zunächst ist aber Humaninsulin das Mittel der Wahl. --- Und für alle jetzigen und zukünftigen Ier gibt es sowieso keinen Grund zur Aufregung, bei denen bleibt alles, wie es ist (übrigens auch für die IIer, die bereits mit Analoga behandelt werden...).

Gruß, Andreas

meli:

--- Zitat von: Andreas am Juli 18, 2006, 18:32 ---Ich finde die Lösung durchaus akzeptabel: Analoga sind - falls medizinisch indiziert - weiterhin für Typ II möglich, zunächst ist aber Humaninsulin das Mittel der Wahl. --- Und für alle jetzigen und zukünftigen Ier gibt es sowieso keinen Grund zur Aufregung, bei denen bleibt alles, wie es ist (übrigens auch für die IIer, die bereits mit Analoga behandelt werden...).

--- Ende Zitat ---

Ja, seh ich auch so. Aber wenn die bei T2ern Einschränkungen machen, kommen die bestimmt auch irgendwann für T1.
Ich glaube, dass für viele T2 Patienten überhaupt eine Insulin Behandlung (egal ob Human- oder Analog-) das wichtigste ist. Aber das wäre ja wieder ein anderes Thema...

LG, Meli

Jo:
Wäre das für Euch auch "akzeptabel", wenn der Ausschuss sich nicht nur zu Diabetikern mit "Altersdiabetes" geäussert, sondern das auch für Typ-I-er entschieden hätte?  Mich wundert es, dass hier SOFORT reagiert wird mit dem Hinweis, dass das ja nicht für Typ 1 gilt, und mich wundert auch, dass Typ-I-er das SOFORT "akzeptabel" finden...

Ich war mit Humaninsulin nur auf ca. HbA1c 8,5 einstellbar, wir haben das ca. 5 Monate versucht; nach Einstellen auf Apidra innerhalb weniger Wochen auf 6,5. Ich bin sehr gespannt, ob ich wieder Apidra bekommen werde...

Aber vom individuellen Fall abgesehen: Mit Humaninsulin ist ein so "problemloses" Leben wie unter Analog einfach nicht möglich. Unterzuckerungen, Spätunterzuckerungen werden die Regel sein, spontanes Essen wird nicht mehr möglich sein, im Restaurant wird man wieder zittern, ob der Kellner wohl das Essen rechtzeitig bring, weil man ja vor 20 Minuten schon gespritzt hat... Und all das unter Analog geregelt zu bekommen,  nennt dieser "Qualitäts"ausschuss keine Verbesserung der Lebensqualität. Mich widert dieses Gesundsanieren auf Kosten chronisch Kranker nur noch an. Und Solidarität scheinen wir Typ-IIer ja nicht erwarten zu dürfen. Ist klar. Wir sind's durch hemmungslose Disziplinlosigkeit ja auch selbst Schuld.

Gruss

Jo

unknown:
Hallo zusammen,

wenn die Entscheidung konsequent gewesen wäre wären alle Analoga (kurz und langwirksamm) und sowohl Typ 1 und Typ 2 betroffen.
Dann wäre auch gleich ein Klagegrund, nämlich Gleichheit im GG, nicht mehr da.

Aber einen Vorteil hat das ganze auch. Die Diabetiker müssen besser geschult werden.

Grüßle

Norbert

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