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Sollten Lehrer geschult werden?

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Matthias Widner:
Diabetes-Schulungen für Lehrer?

Der Lehrer hat an Schulen eine staatliche Aufsichtspflicht. Sind Sie der Meinung, dass eine umfassende diabetische Schulung, um im Notfall richtig zu reagieren in diese Aufsichtspflicht integriert werden soll?

Wolfgang:
Hallo,
 
eine Schulung ist sicher nicht notwendig.

 Die Eltern der betroffenen Kinder sollten die entsprechenden Lehrerinnen/Lehrer informieren. Dabei muss dann festgelegt werden, wie das Kind zu betreuen ist.

 Das ist sicher bei jedem Kind anders, hängt von der Therapie und vielen weiteren Umständen ab.

Schnurble:
Das hängt davon ab, was Du unter Schulung verstehst. Sie zu einer Diabetesschulung schicken ist sicher kaum machbar, und kann von den Lehrern auch nicht verlangt werden, sie sind Lehrer und keine Ärzte...

Aber wenn ein Lehrer ein diabetisches Kind unterrichtet, sollten ihm die Eltern eine Einführung geben, z.B. dass das Kind auch während des Unterrichts immer messen/essen dürfen muss, wie die Anzeichen einer Hypo sind und was (falls) er dann tun/helfen sollte.

Die Verantwortung für den Diabetes würde ich aber auf keinen Fall auf den Lehrer abschieben, das müssen das Kind/die Eltern haben. Ich denke, dass auch ein 7jähriges Kind es durchaus schaffen kann, in der Schule selbständig seinen BZ zu messen und für das Essen zu spritzen...

LG,
Anja

Joerg Moeller:
Die Lehrer sollten grundsätzlich Bescheid wissen, wie bei Kindern mit bestimmten Erkrankungen zu handeln ist. Als "Schulung" würde ich hier eher Instruktionen für den Notfall sehen, also nichts, was man nicht in ein paar Minuten abhandeln kann. Mehr nicht, sonst könnte man für Lehrer gleich ein Medizinstudium verlangen.

Matthias Widner:
Dies ist eine Umfrage, welche ich aus meinem Forum übernommen hab. Dort hat sie nur eine Antwort bewirkt, hier gleich innerhalb kürzester Zeit 5. Naja. Was ich damit meinte, war, ob man sich auf die Informationsgabe der Eltern verlassen soll, oder generell Schulungen für Lehrer anbieten solte. Ich selber hab nur einmal, in der 12. Klasse, als ich DM bekommen hab, erlebt, dass selbst meine Biolehrerin, welche im LK auch das Thema Diabetes behandelt, nicht wirklich Unter-, Überzuckerung und Typ-1 und Typ-2 auseinanderhalten konnte. Schnurbel: Selbstverständlich gebe ich Dir Recht. Die Frage ist nur, in wieweit sich bei einem diabetischen Kind nicht die Verantwortung der Eltern und die Sorgfaltspflicht der Lehrkraft überschneiden. Daher auch die Frage.

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