Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

Zwei Überweisungen in einem Quartal?

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Andi:

--- Zitat von: dieter50 am Mai 12, 2006, 00:37 ---... den Nachteil  den ich jetzt erkenne  ist das  ich  beigetragen habe das bestimmte Insulin nicht mehr an 2 Leute Verschrieben werden

--- Ende Zitat ---

Wie muß ich das nun verstehen? :kratz:


Gruß Andi

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Corinna am Mai 11, 2006, 23:01 ---kann vielleicht jemand noch etwas detaillierter erklären was genau das DMP ist...
--- Ende Zitat ---

Das steht für Disease Managment Programm (http://www.das-glossar-zur-gesundheitsreform.de/glossar/strukturierte_behandlungsprogramme.html)

Kurz gesagt wird in einem DMP festgelegt, welche Behandlungsziele erreicht werden sollen und mit welchen Mitteln. Ärzte die daran teilnehmen müssen die fachliche Qualifikation nachweisen (bzw. Fortbildungen besuchen) und Patienten die daran teilnehmen sollen dann regelmässig zu Routineuntersuchungen gehen, woran sie auch erinnert werden können. Ziel des Ganzen ist es, die Behandlungsqualität zu erhöhen, indem z.B. ein Grenzwert für das HbA1c festgelegt, ab dem ein teilnehmender Hausarzt zum Facharzt überweisen muss.

Die Rahmenbedingungen für ein DMP werden vom Gesetzgeber vorgegeben, aber die Kassen können daraus durchaus eigene Programme entwickeln, solange die Eckdaten mit den Vorgaben übereinstimmen.
Für jeden eingeschriebenen Pat. erhält die Kasse einen Zuschuß aus dem Risikostrukturausgleich (RSA), da ja chronisch Kranke für die Kassen eine deutlich höhere Belastung darstellen.

Und weil die Kassen gern aus diesem Topf etwas hätten motivieren sie ihre Mitglieder eben durch kleine finanzielle Anreize.

Das Ganze ist aber ein Riesenthema und daher würde ich dir schon raten bei Interesse mal zu googeln.

Matthias Widner:

--- Zitat von: Jörg Möller am Mai 11, 2006, 20:47 ---Dazu kann ich nichts sagen, weil ich die Einzelfälle nicht kenne. Solange es aber jemand mit ICT hinbekommt sein 1c schön unter 7 zu halten finde ich solche Einwände absolut gerechtfertigt.

--- Ende Zitat ---

Finde ich nicht. Viele ICTler (und auch Pumpe wenn auch weniger) haben einen "guten" HbA1c aufgrund nicht entdeckter Hypos in der Nacht. Das hat wenig mit einer guten Einstellung zu tun. Außerdem gibt es auch Berufe, Situationen, wo die Pumpe nun mal besser ist. Zum Beispiel kenne ich einen Handwerker, arbeitend auf dem Bau, der aufgrund seiner eisernen Disziplin eine wirklich gute ICT-Einstellung hatte. Er hatte sich leider ins DMP eingetragen und die KK hat die Pumpe abgelehnt, da sie sein Argument der Hygene und Arbeitsmoral (ja das Klischee scheint manchmal zu stimmen, dass die Toleranz auf dem Bau härter und rauer ist ;) nicht gelten haben lassen. Klar das ist nur ein Einzelfall, trotzdem....

Llarian:

--- Zitat von: Andi am Mai 12, 2006, 08:14 ---
--- Zitat von: dieter50 am Mai 12, 2006, 00:37 ---... den Nachteil  den ich jetzt erkenne  ist das  ich  beigetragen habe das bestimmte Insulin nicht mehr an 2 Leute Verschrieben werden

--- Ende Zitat ---

Wie muß ich das nun verstehen? :kratz:

--- Ende Zitat ---

...daß bei der Schulung einige ihren Spaß haben werden - aber vermutlich nicht die, die die Schulung abhalten  ;D

Grüße
Anja

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Matthias Widner am Mai 12, 2006, 11:35 ---Viele ICTler (und auch Pumpe wenn auch weniger) haben einen "guten" HbA1c aufgrund nicht entdeckter Hypos in der Nacht.
--- Ende Zitat ---

Gerade nächtliche Hypos sind eine anerkannte Indikation für eine Pumpe. Und die kann man schon entdecken, wenn man gelegentlich mal Stichproben macht. Darüber hinaus wird die Bedeutung von Hypos für das 1c auch ziemlich überschätzt. (Stichwort: Gegenregulation)

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