Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Typ 1 und Typ 2
meli:
Zuerst: Herzlich willkommen zreptil!
Ich glaube, dass Männer die Diabetes habe so 4 -7 % vererben, Frauen die Diabetes haben 1-3 %.
Bei mir in der Familie / in der Verwandtschaftgibt es keinen mit Typ1, ich bin da die einzige.
Meine Oma Mütterlicherseits hat Typ2
Meine Oma Väterlicherseits hatte Typ2
--- Zitat von: zreptil am Mai 04, 2006, 14:54 ---Und dann würde mich noch interessieren, wie das mit der Vererbung funktioniert. Wenn Typ 1 Diabetes vererbt wird und nur eine Wahrscheinlichkeit von 3% bis 5% hat, weitervererbt zu werden, sollte das dann nicht irgendwann mal ausgerottet sein?
--- Ende Zitat ---
Ich bin ein Beispiel dafür, dass es nicht so leicht auszurotten geht.
--- Zitat von: moewe am Mai 04, 2006, 15:23 ---Speziell bei mir wird die Schuld der einsetzenden Pubertät (ich war damals 14) und einer langwierigen Angina (Infektion mit Rückfall nach 2 Wochen) gegeben. Ob das stimmt, weiß keiner. Manche hier können sicher nicht sagen, was bei ihnen der Auslöser war. Ach ja, in meiner Familie gibt ‚s außer mir noch eine Tante väterlicherseits, eine Tante mütterlicherseits, und meine Urgroßmutter mütterlicherseits vermutlich auch (aber die ist schon 1905 an "Auszehrung" gestorben)
--- Ende Zitat ---
Na ja, ich war 10 als ich Diabetes bekam und ein evt. Grund, die Pubertät, gibt es bei mir auch. Ich weis also auch nicht was bei mir der Auslöser war. :-\ Na ja meine Ururgroßmutter (Mütterlicherseits) hatte es vielleicht auch? Darüber lässt sich aber nur spekulieren.
LG Meli
moewe:
--- Zitat von: AxTRIM am Mai 04, 2006, 15:34 ---@Moewe: zu Punkt 3) Wie meinst Du das BSP abgeben??? Dann bekommt man doch direkt eine neue, oder? Ich meine nämlich zu wissen, dass man ohne BSP nicht leben kann - die produziert ja nicht nur Insulin. Ist wie mit der Leber, die kannst Du ja auch nicht einfach abgeben und gucken was passiert ;D Ich weiß nur, dass bei einer Nierentransplantation bei einem Diabetiker (1er Typ) die BSP meist direkt mitgetauscht wird und dann auch die Diabetes "geheilt" ist. Leider müssen dann aber das ganze Leben über Imunsystemausschaltende (dafür gibts auch ein Fachbegriff. Jörg?) Medikamente genommen werden. Nach einer BSP Transplantation kann es aber wieder dazu kommen, dass das eigene Imunsystem die Betas angreift und zerstört. Obwohl - die Medikamente müßten das doch eigentlich verhindern...
Transplantierende Grüße,
Peter
--- Ende Zitat ---
mit abgeben meinte ich schon das, was du verstanden hast. Aber manchmal muß man sie auch abgeben, bevor man eine neue kriegt (Krebs?). Oder sie fällt nach einer Pankreatitis aus, wie bei Woodman (wenn ich das richtig verstanden habe) Und genau wie Insulin kann man auch andere Enzyme ersetzen.
Was du meinst, sind Immunsuppressiva. Also immunsystemunterdrückende Medikamente.
Klar geht ein DM1 nach einer Transplantation weg. Aber ich glaube nicht wirklich, daß lebenslange Immunsuppressiva eine Alternative zum Insulin spritzen sind, denn die Nebenwirkungen sind sehr viel schlimmer!
Also sieh lieber zu, daß du das mit dem Spritzen hinkriegst ;D
Liebe :knuddel: Grüße
Ulrike
zreptil:
Das sind ja reichlich Antworten. Vielen Dank.
@moewe
Zu Punkt 2: Die Diabetologin, die mir das gesagt hat, war die, die ich derzeit konsultiere. Leider arbeitet die in einem Krankenhaus und ich kann sie nicht weiter konsultieren, ohne dass ich da eingeliefert werde. Ich war zwei Wochen da drin wegen einer Ketoazidose. Allerdings konnte mir damals (vor 10 Jahren) wirklich keiner sagen woher das kommt. Nur dass die Inselzellen auf irgendeine magische Weise ausgeschaltet werden. Von Immunsystem und ähnlichem war da keine Rede. Ich hätte mir auch gut vorstellen können, dass es einfach Ermüdung aufgrund übermässigen Süssigkeitenkonsums ist, was allerdings einhellig von allen Seiten bestritten wurde.
Wie gesagt, ich weiss gerne wie etwas funktioniert. Nur dann habe ich die Chance. das zu verstehen. Aussagen wie "Das ist halt so" haben mich noch nie zufriedengestellt.
Bei mir in der Familie weiss ich nur, dass mein Grossvater Mütterlicherseits im Krankenhaus an Diabetes gestorben ist. Welcher Typ ist mir nicht bekannt, aber da ich Typ 1 bin, vermute ich, dass er das auch war.
Zu Punkt 4:
Warum werden solche Defekte immer mehr? Bei der geringen Vererbbarkeit (auch wenn es nur die Veranlagung ist) sollte man doch annehmen, dass das irgendwann einfach nicht mehr auftritt, oder? Die Wirklichkeit zeigt natürlich ein anderes Bild, sonst gäbe es nicht so viele Diabetiker. Aber was ist der Grund, dass diese Defekte mehr werden?
LG Andi
AxTRIM:
Liebe Ulrike,
ich hatte auch garnicht vor meine geliebte, wenn auch teilweise funktionslose, BSP irgendwann mal abzugeben. Mir mein Leben lang reine Chemie einzuwerfen und die Krankmeldung abzuholen wenn 20m von mir einer entfernt nießt ist nun wirklich keine schöne Aussicht!
Aber ist es wirklich so, dass man ohne BSP leben kann?
Moewe erstmal mit nem Fisch fütternde Grüße, ;) :P :knuddel:
Peter
AxTRIM:
--- Zitat von: zreptil am Mai 04, 2006, 15:52 ---Das sind ja reichlich Antworten. Vielen Dank.
@moewe
Zu Punkt 2: Die Diabetologin, die mir das gesagt hat, war die, die ich derzeit konsultiere. Leider arbeitet die in einem Krankenhaus und ich kann sie nicht weiter konsultieren, ohne dass ich da eingeliefert werde. Ich war zwei Wochen da drin wegen einer Ketoazidose. Allerdings konnte mir damals (vor 10 Jahren) wirklich keiner sagen woher das kommt. Nur dass die Inselzellen auf irgendeine magische Weise ausgeschaltet werden. Von Immunsystem und ähnlichem war da keine Rede. Ich hätte mir auch gut vorstellen können, dass es einfach Ermüdung aufgrund übermässigen Süssigkeitenkonsums ist, was allerdings einhellig von allen Seiten bestritten wurde.
Wie gesagt, ich weiss gerne wie etwas funktioniert. Nur dann habe ich die Chance. das zu verstehen. Aussagen wie "Das ist halt so" haben mich noch nie zufriedengestellt.
Bei mir in der Familie weiss ich nur, dass mein Grossvater Mütterlicherseits im Krankenhaus an Diabetes gestorben ist. Welcher Typ ist mir nicht bekannt, aber da ich Typ 1 bin, vermute ich, dass er das auch war.
Zu Punkt 4:
Warum werden solche Defekte immer mehr? Bei der geringen Vererbbarkeit (auch wenn es nur die Veranlagung ist) sollte man doch annehmen, dass das irgendwann einfach nicht mehr auftritt, oder? Die Wirklichkeit zeigt natürlich ein anderes Bild, sonst gäbe es nicht so viele Diabetiker. Aber was ist der Grund, dass diese Defekte mehr werden?
LG Andi
--- Ende Zitat ---
Hallo Andi (dein Name ist mir lieber als dein Nick - was ein Zungenbrecher ;) )
Autoimunkrankheite werden z.B. mehr aufgrund der immer mehr zunehmenden Umweltbelastung. Unser Körper ist an so vielen Stellen mit Abwehrreaktionen beschäftigt das er irgendwann mal verrückt spielt. Hat man nun die Anlagen zum 1er wird sie dadurch viel schneller ausgelöst.
Typ 2er Anlagen haben viel mehr Menschen als man denkt, dass war aber schon immer so. Selbst im Tierreich gibt es genug Tiere die die 2er Anlage mit sich tragen. Doch wird der 2er natürlich durch übermäßigen Konsum besonders zuckerhaltiger Lebensmittel begünstigt. Als 2er kann man ja sogar durch einen gesunden, sportlichen Lebenswandel die Diabetes wieder ganz zurückdrängen. Kommt halt drauf an in welchem Stadion die Diabetes erkannt wird und wie gut die Betazellen noch arbeiten. Nämlich auch beim 2er können die mit der Zeit aufgrund totaler Erschöpfung absterben. Hier im Forum laufen einige 2er rum die entweder nur noch mit ganz wenigen Oralmedikamenten klar kommen, oder aber wenn sie Insulin spritzen, nur ein Bolusinsulin brauchen da der Körper den Basalbedarf noch prächtig alleine schafft.
Ein weiterer Grund gerade für Typ 1 könnte sein, dass wir einer nichtmehr sterben bevor wir uns vermehren können. Gäbe es keine Insulintherapie hätte ich eben nie die Chance Kinder zu bekommen - weil bis zur Diagnose Diabetes wollten wir noch keine und danach hätte ich sicherlich auch keine mehr gemacht. So aber besteht die Chance, dass wenn ich mich vermehre ;D ich meine Typ 1 Veranlagung an die Kiddies vererbe. Ich hoffe es nicht, aber es kann passieren. Ist für uns aber trotzdem kein Grund auf Kiddies zu verzichten :)
Sich wild vermehrende Grüße,
Peter
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