Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich

Typ 1 und Typ 2

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moewe:

--- Zitat von: zreptil am Mai 04, 2006, 15:52 ---Das sind ja reichlich Antworten. Vielen Dank.

@moewe
Zu Punkt 2: Die Diabetologin, die mir das gesagt hat, war die, die ich derzeit konsultiere. Leider arbeitet die in einem Krankenhaus und ich kann sie nicht weiter konsultieren, ohne dass ich da eingeliefert werde. Ich war zwei Wochen da drin wegen einer Ketoazidose. Allerdings konnte mir damals (vor 10 Jahren) wirklich keiner sagen woher das kommt. Nur dass die Inselzellen auf irgendeine magische Weise ausgeschaltet werden. Von Immunsystem und ähnlichem war da keine Rede. Ich hätte mir auch gut vorstellen können, dass es einfach Ermüdung aufgrund übermässigen Süssigkeitenkonsums ist, was allerdings einhellig von allen Seiten bestritten wurde.

Wie gesagt, ich weiss gerne wie etwas funktioniert. Nur dann habe ich die Chance. das zu verstehen. Aussagen wie "Das ist halt so" haben mich noch nie zufriedengestellt.

Bei mir in der Familie weiss ich nur, dass mein Grossvater Mütterlicherseits im Krankenhaus an Diabetes gestorben ist. Welcher Typ ist mir nicht bekannt, aber da ich Typ 1 bin, vermute ich, dass er das auch war.

Zu Punkt 4:
Warum werden solche Defekte immer mehr? Bei der geringen Vererbbarkeit (auch wenn es nur die Veranlagung ist) sollte man doch annehmen, dass das irgendwann einfach nicht mehr auftritt, oder? Die Wirklichkeit zeigt natürlich ein anderes Bild, sonst gäbe es nicht so viele Diabetiker. Aber was ist der Grund, dass diese Defekte mehr werden?


LG Andi

--- Ende Zitat ---


Hi Andi,

wegen einer Ketoazidose 2 Wochen im KH zu verbringen, spricht auch nicht wirklich für die Qualität desselben. Oder hast du im Koma gelegen? Leider wurde damals oft erst dann der DM festgestellt... Zum Glück haben meine Eltern damals sofort reagiert, als ihnen meine horrenden Trinkmengen aufgefallen sind.

Das mit den Gendefekten. Veränderungen in der DNA (also in unserer Erbinformation) werden vor allem durch Mutationen hervorgerufen. Mutationen können zum Beispiel durch Umweltgifte, radioaktive Strahlung oder Chemikalien entstehen.  Ich glaube, nun brauch ich nix weiterschreiben, den Rest kann sich jeder denken.

Mutationen führten zum Beispiel in der Evolutionsgeschichte zufällig zur Anpassung der Lebensformen an die jeweils geänderten Lebensumstände. Nicht alle Mutationen waren erfolgreich, manches führte auch in Sackgassen.
In der Gentechnik wird die Mutation, also das Verändern der Erbinformation, gezielt herbeigeführt, um bestimmte Eigenschaften hervorzurufen. So werden  beispielsweise durch gentechnische Veränderung Colibakterien dazu gebracht, Humaninsulin zu produzieren. Den Colibakterien hilft das natürlich nicht, aber uns Diabetikern schon.

LG Ulrike

zreptil:

--- Zitat von: moewe am Mai 04, 2006, 16:10 ---Hi Andi,

wegen einer Ketoazidose 2 Wochen im KH zu verbringen, spricht auch nicht wirklich für die Qualität desselben. Oder hast du im Koma gelegen? Leider wurde damals oft erst dann der DM festgestellt... Zum Glück haben meine Eltern damals sofort reagiert, als ihnen meine horrenden Trinkmengen aufgefallen sind.

--- Ende Zitat ---

Hi Ulrike,

Bei der Ketoazidose lag ich 2 Tage auf der Intensivstation. Die restliche Zeit war Schulung und Neueinstellung der Blutzuckerwerte. Wieviel von den 2 Tagen Koma waren, kann ich nicht sagen, die Erinnerung daran ist ziemlich verschwommen. Ich weiss nur, dass ich mal um eine Schlaftablette gebeten hatte und die mir gesagt haben, dass ich eh die ganze Zeit schlafe  ;D

Das Krankenhaus ist nicht schlecht, und der Arzt und die Diabetologin waren sehr hilfreich und haben mir sehr viel erklärt. Mit dem anderen Diabetologen hast Du vermutlich Recht. Ich muss mich mal umschauen, was es da für Alternativen gibt. Angeblich solls hier 8 zugelassene Diabetologen geben.

LG Andi

Schnurble:
Hallo,

--- Zitat von: AxTRIM am Mai 04, 2006, 15:52 ---Aber ist es wirklich so, dass man ohne BSP leben kann?

--- Ende Zitat ---
Ja, man kann. Als ich zur Ersteinstellung des DM zur Kur geschickt wurde, war da auch einer, dem hatten sie wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs das ganze Teil entfernen müssen. Und er hat keine neue bekommen. Soweit ich das mitbekommen habe, war es auch gar nicht mal soooo schlimm ohne BSD, er musste nur höllisch mit Hypos aufpassen, weil er ohne BSD keine Chance auf eine Gegenregulation hatte.

DM aufgrund einer entfernten BSD wird glaube ich als Typ 3 bezeichnet.

LG
Anja

vollmi:

--- Zitat von: Schnurble am Mai 04, 2006, 16:47 ---Hallo,

--- Zitat von: AxTRIM am Mai 04, 2006, 15:52 ---Aber ist es wirklich so, dass man ohne BSP leben kann?

--- Ende Zitat ---
Ja, man kann. Als ich zur Ersteinstellung des DM zur Kur geschickt wurde, war da auch einer, dem hatten sie wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs das ganze Teil entfernen müssen. Und er hat keine neue bekommen. Soweit ich das mitbekommen habe, war es auch gar nicht mal soooo schlimm ohne BSD, er musste nur höllisch mit Hypos aufpassen, weil er ohne BSD keine Chance auf eine Gegenregulation hatte.


--- Ende Zitat ---

Ich dachte die gegenregulierung bei Hypos übernimmt die Leber. Und Insulininjektionen ersetzen die BSD?
Hat die BSD auch Steuerfunktionen für andere Organe?

mfG René

AxTRIM:
Hallo René,

da hast Du etwas falsch verstanden. In der BSP gibt es neben den Beta-Zellen noch die so genannten Alpha Zellen. Diese messen, ebenso wie Beta-Zellen, ständig den Glucosegehalt des Blutes. Sinkt dieser produzieren die Aplha-Zellen das Glucagon.

Die Leber schüttet daraufhin, angeregt durch die große Menge Glucagon, viel von der in ihr gespeicherten Glucose aus. Deshalb haben wir (hoffentlich) alle eine Glucagon Spritze die im Notfall die Leber animiert Glucose freizusetzen.

Alle Klarheiten beseitigte Grüße,
Peter

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