Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Bericht in der " Welt" vom 3.2.06
Bendix:
http://www.welt.de/data/2006/02/03/840149.html
LG Bernd
AxTRIM:
Hallo Bernd,
ein sicherlich sehr interessanter Artikel. Ich behaupte von mir, ein Gegner jeder Gentechnischen Veränderung zu sein - so schwingt auch bei mir manchmal eine ablehnende Haltung gegenüber meinem Insulin mit. Jedoch verfalle ich hier auch nicht in Panik, da ich sicherlich weitaus schlimmere Substanzen zu mir nehme als eben diese gentechnisch veränderten Insuline (ich rauche z.B.). Aber kritiklos sollte man die vom Arzt vorgesetzte Medizinsuppe auch nicht schlucken. Leider gibt es z.Zt. keine andere Möglichkeit als eben Humaninsulin zu verwenden, tierische Insuline sind ja weitgehend vom Markt verschwunden.
Aber ich glaube über dieses Thema könnten wir Stunden, Tage und Wochen diskutieren ohne zu einem Ergebniss zu kommen. Wir haben weder Möglichkeiten noch entsprechende Mittel um Variante A und Variante B zu überprüfen und müssen uns auf die Herren und Damen Wissenschaftler verlassen.
Mein Gott, man bedenke nur, Humaninsulin würde wirklich Krebs fördern, so würde man sich als Pharmahersteller mit der Gabe von Arznei A (Insulin) direkt noch einen Verbraucherkreis für Arznei B (Krebs Medikament) schaffen. Wie ich finde, eine sehr bedenklich stimmende Annahme.
Kann die Pharmaindustrie so skrupellos seiende Grüße,
Peter
mike:
Hallo Leute,
wenn das nicht mal wieder derberühmte "Medienritt" ist!
Mittlerweile traue ich den Medien kaum noch über den Weg. Nicht alle Gentechnik muß schlecht sein, und Angst erzeugen steht heute wie man täglich im TV sieht zu den Topthemen in dieser schäbigen Welt. Also erstmal ruhigbleiben und abwarten wer sich als nächstes meldet :ja:
Gruß mike
Schnurble:
Immerhin finde ich es gut, dass mal öffentlich erwähnt wird, dass es tatsächlich Leute gibt, die Humaninsulin nicht vertragen, und dass die 100%ige Verträglichkeit nur ein Mythos ist. Sei es "nur" keine Hypowahrnehmung oder richtig heftige allergische Reaktionen, soetwas ist real und darf nicht ignoriert werden. Leider ist es ja so, dass solchen Leuten nichtmal von Ärzten geglaubt wird, die werden als psychisch gestört abgestempelt, dabei ist es z.T. lebensgefährlich, sie zur Benutzung von Humaninsulin zu zwingen.
LG,
Anja
Joerg Moeller:
Es fiel mir ein bißchen schwer den gesamten Text zu lesen, weil der Name "Chantelau" bei mir einen bedingten Koma-Reflex auslöst. (Und ich kenne noch andere renomierte Diabetologen, die das auch so sehen)
Was da auf diesem Markt derzeit abläuft kann ich aber nicht gutheißen. Ich finde es zwar okay, wenn eine Firma die Produktion eines Produktes einstellt, wenn es unwirtschaftlich wird. Immerhin ist eine Firma eine profitorientierte Gesellschaft und kein Wohltätigkeitsverein.
Aaaber: dann ist der Gesetzgeber gefordert, den Kassen die Verpflichtung zur Kostenübernahme von Importen aufzuerlegen. Das Thema Humaninsulinunverträglichkeit wird aber selbst von den großen Organisationen wie DDB und DDG nur stiefmütterlich behandelt (wenn es nicht ganz unter den Tisch gekehrt wird), und das ist schlicht und ergreifend an der Realität vorbei! :moser:
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