Autor Thema: Filmkritik Harry Potter 4  (Gelesen 2095 mal)

Bärchen

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Filmkritik Harry Potter 4
« am: November 21, 2005, 10:14 »
Hi ihrs,
ich muss mal wieder ein bisschen kritisieren. Nachdem ich am Samstag in Harry Potter 4 war, dachte ich mir, verdient der Film auch eine saftige Kritik :-)

Das erste, was mir auffiel: Der Film war zu düster. Für meinen Geschmack viel zu wenig Licht (auf das war auch in den ersten drei Teilen ein Problem). Diesmal habe ich mitgezählt. Tatsächlich gab es einmal kurz den Anflug eines Sonnenscheins. EINMAL. Mehr nicht. Scheibar haben sie auf schlechtes Wetter gewartet, während des Drehs. Und das Geld hat nicht mehr für Scheinwerfer gereicht.

Dann meine Frage an Regieseur und Drehbuchautor: Wo bleiben die positiven Aspekte? Die Beziehungen? Die Gefühle? Habt ihr tatsächlich ein Harry Potter Buch gelesen ohne ein Gefühl in der Handlung bemerkt zu haben? Das einzigen Gefühle des Filmes die deutlich werden sind Angst und Schrecken. Ich glaube, ihr habt da etwas flasch verstanden....

Und dann werden einfach mal eben ein paar Rollen rausgeschnitten. Ein Ludo Bagman existiert nicht und wenn man die Bücher nicht gelesen hat könnte man auf die Idee kommen Sirius Black ist für Harry nur ein weiterer unbedeutender zeitgenosse, mit dem man sich nicht weiter großartig abgeben muss.
Und was ist aus dem Albus Dumbeldore geworden, der um Harry besorgt ist? Der mit ihm spricht, ihm tröstende Worte zukommen lässt? Nun in diesem Film scheint es sich eher um einen alten Mann zu handeln der zwischendurch gerne mal rumschreit und weiß, wie man aus einem Schüler die Wahrheit herausschüttelt.

Tja, was misfiel mir sonst noch..... Klar, ich kann schon verstehen, dass man einen Film nicht fünf Stunden dauern lassen kann, aber es sollte doch möglich sein ein bisschen mehr unterzubringen. (Zumindest ein bisschen mehr positive Dinge.) Dann würde man auch eher dem Buch entsprechen, denn scheinbar hielt niemand jemals Barty Crouch Junior für Tod, nein, er ist einfach nur aus Askaban geflohen. Komisch, dass das keinem aufgefallen ist, oder?

Voldemorts auferstehen dann ist die Krönung schlechthin. Man bedenke, während dieser Szenen spukten mir verlgeichbare Filmtitel wie "Alien" oder "From dusk til Dawn" im kopfe rum. Das ganze glich eher einem schlechten Horrorfilm als der Verfilmung eines "Kinder"buches.
Womit wir tum eigentlich wichtigsten Punkt meiner Kritik kommen: Ab 12??????? Wo das denn? Niemals würde ich mein 12 jähriges Kind in diesen Film reinlassen! Nie! Und 6+???? Ich meine ganz ehrlich, was bringt es einem 6jährigen Kind, wenn seine Mutter neben ihm sitzt? Nichts!!!! Nachts hat es trotzdem Angst und Albträume. Die einzige Ausnahme: Die Eltern haben sich vorher schon fünf Mal den Film alleine im Kino angesehen und halten dem Kind 80 Minuten des Filmes die Augen zu.

Insgesamt ein mislunger Versuch ein wirkliches gutes Buch zu verfilmen. Wir wollten keinen Horrorfilm in dem sich ale Kinder zu tode ängstigen! Und wenn selbst 18 jährige sagen, "am schluss wurde er aber grausam, da konnte ich gar nicht hingucken" (O-ton, eine gute Freundin von mir) dann kanns das wohl nicht gewesen sein!

Offline Adrian

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Re: Filmkritik Harry Potter 4
« Antwort #1 am: November 21, 2005, 15:25 »
Hallo,

1. Ich werde nicht in den Film gehen - hab den ersten wieder abgebrochen und mich in keinen weiteren "getraut".
2. JUHU, BÄRCHEN POSTET WIEDER  :banane:  :banane:  :banane:

Ich denke Harry Potter ist spätestens ab dem 3. Band auch kein Kinderbuch mehr.

Und im Vergleich zu Harry Potter hat From Dust Till Dawn schon 5 eindeutige Vorteile:

1. Drehbuch von Quentin Tarantino
2. Die Band aus dem Titty Twister (siehe auch 3. & 4.)
3. Tito
4. & Tarantula
5. Ist FSK 18

Liebe Grüße
Adrian
Cozmo mit Humalog 

Offline Angelika

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Re: Filmkritik Harry Potter 4
« Antwort #2 am: November 24, 2005, 19:57 »
also ich hab mir gestern den HP 4 gegeben. Mein Eindruck ist genauso - soooo düster sooo traurig !!
der einzig freundliche Teil ist der Ball ansonsten  :schnief: . Als ich das Buch gelesen habe ist mir das nicht so düster vorgekommen.
Zum Thema  Kinderbuch - ich denke, die gehen davon aus, wer mit ca 9 den ersten Band gelesen hat ist mittlerweile auch schon 15 od. 16, darum ist's vom Kinderbuch zum "Erwachsenenbuch" aufgestiegen. Ich würde mit keinem Kind in den Film gehen. Den Teil von der Quidich (schreibt man das so ? ich bin zu faul nachzusehen) Weltmeisterschaft fand ich extrem grauslich nix wie Feuer ,Tod und Verwüstung und das gleich am Anfang. Es ist aber oft so, das Buch ist gut - der Film nicht so na ja. Außerdem hab ich gefunden, das Fred u. George ja wirklich schlimm ausschauen. In den anderen Teilen waren die nicht so   :schreck:
lg Angelika

im Chat als Zuckerengel

Offline Twen

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Re: Filmkritik Harry Potter 4
« Antwort #3 am: November 24, 2005, 21:21 »
also ich hab ihn auch schon gesehen fand ihn gut... nur halt nicht richtig das er in den bundesländer ab 10 freigegeben wurde.
I bereue nüt so lang ich fühl i bi ned elei. I bereue nüt di ganzi Ziit i bi frei.
Kenne s Gfühl, di ganzi Wält wot luege wie i untergo, und s vergot kei Tag wo i ned wider uferstoh.

Offline Joerg Moeller

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Re: Filmkritik Harry Potter 4
« Antwort #4 am: November 25, 2005, 00:51 »
Ich hab ihn ja noch nicht gesehen; werd wohl warten bis er auf DVD kommt.
Aber ich hab schon Berichte darüber gesehen die auch alle sagen, daß die ganzen Jokes aus dem Buch da rausgenommen wurden. Finde ich schade, das nimmt der Geschichte sicher vieles an Glaubwürdigkeit/Normalität.
Das hat mir nämlich an Band 6 so gefallen: trotz des ganzen Streß hatte Harry immer noch Zeit dieses Teenager-typische "Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt" in Sachen Ginny durchzumachen.
Ich finde es sind gerade diese kleinen Dinge, die mit der eigentlichen Geschichte Harry<->Voldemort nichts zu tun haben, die das ganze glaubwürdiger gestalten.
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Offline Llarian

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Re: Filmkritik Harry Potter 4
« Antwort #5 am: November 25, 2005, 12:54 »
Gerade die kleinen Dinge fehlen den Filmen aber. Das wirkt für mich nur noch wie eine gehetzte Aneinanderreihung der wichtigsten Schlüsselszenen und diese gewisse Liebenswürdigkeit der Bücher geht komplett verloren. Teilweise ziehen die Filme einige Szenen auch noch (bewußt oder unbewußt?) ins Lächerliche.
Auch, wenn es vielleicht für einen "Kinderfilm" etwas heftig war, die Umsetzung des wiedergekommenen Voldemort fand ich dagegen sehr gut

Offline Alf

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Re: Filmkritik Harry Potter 4
« Antwort #6 am: November 28, 2005, 11:12 »
Also ich kann mich (trotz dass ich durchaus mal das ein oder andere Buch zur Hand nehme) als bekennender "Harry-Potter-Nicht-Leser und-gerne-schauer" outen. Habe gestern zum ersten mal nach einem Jahr oder noch länger mit meiner Frau im Kino gesessen und die Kids hüten lassen. HarryPotter4.

Also, lange bevor er in die Kinos kam, gab's genug Berichte, die den Film bereits hinsichtlich Grausamkeit und Gruseligkeit gut klassifiziert haben. Weitaus besser übrigens als die lächerlicher FSK, die wohl scheinbar direkt von Warner und Konsorten gesponsort wird - ansonsten ist es mir schleierhaft, wie man in Deutsche Kinos 6-Jährige in Begleitung von Eltern hineinlassen kann oder auch 12-Jährige alleine. (Für erstere müsste man zusätzlich den Eltern den Hintern versohlen).

Ich schaue mir (wie hier schon an anderer Stelle geoutet) gerne mal einen "guten" FUBAK-Film an und auch der ein oder andere Schocker schmückt mein Regal aber kann mir mal jemand sagen, wie man HP4 mit dieser FSK freigeben kann??
Sorry, aber da hat die FSK-Stelle gehörig ins Klo gegriffen und macht sich lächerlich. Mir tun alle Kids leid, die Ihren Eltern den Besuch aus den Rippen geleihert haben und die nicht wussten worauf sie sich einliessen - jedenfalls wird das nette Albträume geben... :-\

Insgesamt zum Film: Tiptop! Dafür, dass erfahrungsgemäß bei solchen "Film-Serien" der Zauber des Neuen aus Teil1 und teilweise 2 nat. im 4.Teil schon verflogen ist, taucht man immer wieder (gerne) in diese andere Welt ab und das schafft auch dieser Teil - ich fand ihn klasse! ;D

Ciaoi, Alf.
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