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Das Aufstehphänomen ... oder Morgenkaffee und Blutzuckeranstieg

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Joerg Moeller:

--- Zitat von: Der Süsse am Oktober 17, 2005, 10:01 ---wie wirkt sich das aus, wenn man z.B. so 3 Uhr aufwacht, und dann sich so 1,5h von links nach rechts dreht und zurück.
Könnte da das "Hormonphänomen" auch schon zur wirkung kommen?

--- Ende Zitat ---

Das müsste man ausprobieren, aber ich denke eher nicht. Dieses "Aufstehphänomen" kommt ja von Hormonen, die den Blutdruck stabilisieren sollen. Das geschieht vor allem mit Noradrenalin, daß die kleinen Arterien enger stellt. (Kenn sicher jeder: wenn man einen Wasserschlauch zusammendrückt kommt das Wasser mit mehr Druck da rausgeschossen)
Das ist deshalb nötig, damit das Blut beim Aufstehen nicht in den Beinen (die tiefste Stelle; der Schwerkraft gemäß) versackt. (Manche haben das trotzdem in ziemlich extremer Form, das nennt man dann 'orthostatische Dysregulation', da wird einem beim Aufstehen schwindelig und schwarz vor Augen, weil das Gehirn dannweniger gut durchblutet wird)

Ich werde gelegentlich auch um diese Zeit nachts wach, weil ich zum WC muß. Das nehm ich dann meistens zum Anlass auch mal den BZ zu checken, (Geht ja schnell und ist eine nächtliche Stichprobe ohne den Wecker zu stellen :zwinker: )
BZ ist dann - meistens - im Normbereich und beim endgültigen Aufstehen morgens entweder gleich geblieben oder sogar ein bißchen gefallen (weil meine Basalratenerhöhung ab 04:00 Uhr beginnt), jedoch noch nie signifikant angestiegen, so wie es der Fall ist wenn ich den Aufstehbolus morgens weglasse.

Joa:
Hallo Olaf,


--- Zitat von: Der Süsse am Oktober 17, 2005, 10:01 ---
wie wirkt sich das aus, wenn man z.B. so 3 Uhr aufwacht, und dann sich so 1,5h von links nach rechts dreht und zurück.
Könnte da das "Hormonphänomen" auch schon zur wirkung kommen?

--- Ende Zitat ---

Soweit ich das verstehe kommt dann die Hormonausschüttung von Corticoiden im Sinne des Aufstehphänomens nicht
zur Wirkung. Die findet nur im Zusammenhang mit dem tatsächlichen Wechsel in die Aufrechte statt.

Denkbar ist, dass beim Nachtwälzen im Bett Adrenalin/ Noradrenalin beteiligt sind, die ja  im biorhythmischen Ablauf im Sinne des
Dawn-Phänomens ausgeschüttet werden. Nor-/Adrenalin verursacht aber nachfolgend keine hormonell bedingte Insulinresistenz.

Die Nebennierenrinde fährt die mit einem Aufstehen verbundene Hormonausschüttung auch wieder zurück, wenn Du nach
einem Gang, zu Klo, Kühlschrank oder BZ-Messgerät dich dann wieder hinlegen tust. Da bekommt sie sozusagen Entwarnung
signalisiert. Das hat Jörg vorstehend ja auch geschildert.

Die Hormonausschüttung beim Aufstehphänomen ist auch kein schwallartiger Ablauf, sondern geht über einen längeren Zeitraum.
Wie lange genau?  :kratz:

Vielleicht ist die von Jörg ausbaldowerte angelegentliche Verteilung des Aufstehinsulins über 90 Minuten eine Orientierung?

Das AP (Aufstehphänomen) läßt sich vielleicht auch als Verlängerung des Dawn-Phänomens verstehen, nur dass die Steuerung
bei ihm nicht vom Zeitabstand zum Zeitpunkt des Einschlafens gesteuert ist, sondern alleine vom Vorgang des Aufstehens.

Ein Aufstehphänomen tritt übrigens auch auf, wenn Du ein Mittagsschläfchen absolviert hast. Vermutlich, mehr oder weniger aus-
geprägt, bei ziemlich jedem Aufstehen aus der Waagerechten.

 :)

Gruß
Joa

Joerg Moeller:

--- Zitat von: Joa am Oktober 17, 2005, 14:58 ---Das AP (Aufstehphänomen) läßt sich vielleicht auch als Verlängerung des Dawn-Phänomens verstehen
--- Ende Zitat ---

Aber nur von der Ausprägung her, da hormonell beim Dawn eher das Cortisol im Vordergrund steht. Und das bremst in der Zelle die Insulinwirkung ab. (Inhibition der Postrezeptor-Signaltransduktion, wie der Mediziner sagt)
Dadurch wird pro Insulin-Molekül weniger GLUT-4 (Glucosetransporter vom Typ 4) gebildet und somit auch weniger Glucose in die Zelle eingeschleust.

unknown:
Hallo Olaf, hallo @all,


--- Zitat von: Der Süsse am Oktober 17, 2005, 10:01 ---
Hallo

wie wirkt sich das aus, wenn man z.B. so 3 Uhr aufwacht, und dann sich so 1,5h von links nach rechts dreht und zurück.
Könnte da das "Hormonphänomen" auch schon zur wirkung kommen?

Gruss Olaf

--- Ende Zitat ---

klare Aussage von mir dazu: Nein!

zwingender Begleitzustand ist das man sich von der Vertikalen in die Horizontalen begegt.
Und das ist nicht der Falls wenn Du dich von rechts nach links oder zurück drehst. (Außer Du hast eine besondere Drehtechnik  :baeh: (davon will ich dann aber ein Video sehn   ;D ;D ;D)).

Aus dem Grund ist ein wiederhinlegen nach geben des Morgengupfs auch gefährlich. Dann kann man nämlich unterzuckern wenn man Pech hat.

Grüßle

Norbert

Alf:

--- Zitat von: unkown am Oktober 17, 2005, 20:32 ---...(Außer Du hast eine besondere Drehtechnik  :baeh: (davon will ich dann aber ein Video sehn   ;D ;D ;D)).

--- Ende Zitat ---

Ich auch, ich auch...  :lachen:

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