Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Ist BE gleich BE ?
Kalo:
Hallo zusammen,
also ich muss mal eine Lanze für Peter brechen. Auch ich bin zwar schon älter, habe mein DM aber erst seit 5 Jahren (insulinpflichtig seit 2 Jahren). Auch ich achte eigentlich darauf, morgens <100 aufzuwachen, weil dann der gesamte Tagesablauf viel zufriedenstellender abläuft, d.h. die Werte nie zu hoch kommen.
Ich spritze Basal abends Levemir und habe damit keine Probleme mit Hypos. Selbst wenn ich abends vor dem schlafengehen einen Wert von 58 messe, dann esse ich noch 1-2 BE und spritze trotzdem meine normale Dosis Levemir (60 Einheiten!!!) und wache morgens bei einem Wert zwischen 80 - 90 auf.
Wichtig ist, dass man genügend Erfahrungen hat zu wissen, wie das Insulin bei einem selbst wirkt und das ist nun mal bei jedem anders.
Und bei dieser über "nur" 2 Jahren gesammelten Erfahrung ohne größere Hypos werde ich mein Spitzverhalten auch ncht ändern.
Gruß
Kalo
An Peter:
Alt :prost: Kölsch
moewe:
--- Zitat von: Kalo am Mai 04, 2006, 00:08 ---Hallo zusammen,
also ich muss mal eine Lanze für Peter brechen. Auch ich bin zwar schon älter, habe mein DM aber erst seit 5 Jahren (insulinpflichtig seit 2 Jahren). Auch ich achte eigentlich darauf, morgens <100 aufzuwachen, weil dann der gesamte Tagesablauf viel zufriedenstellender abläuft, d.h. die Werte nie zu hoch kommen.
Ich spritze Basal abends Levemir und habe damit keine Probleme mit Hypos. Selbst wenn ich abends vor dem schlafengehen einen Wert von 58 messe, dann esse ich noch 1-2 BE und spritze trotzdem meine normale Dosis Levemir (60 Einheiten!!!) und wache morgens bei einem Wert zwischen 80 - 90 auf.
Wichtig ist, dass man genügend Erfahrungen hat zu wissen, wie das Insulin bei einem selbst wirkt und das ist nun mal bei jedem anders.
Und bei dieser über "nur" 2 Jahren gesammelten Erfahrung ohne größere Hypos werde ich mein Spitzverhalten auch ncht ändern.
Gruß
Kalo
An Peter:
Alt :prost: Kölsch
--- Ende Zitat ---
Herzlichen Glückwunsch, Kalo! Also das erste Jahr war bei mir ja auch noch okay. Die Hepatitis schlug bei mir nach einem Jahr zu und beendete die Remission mit einem Paukenschlag, sozusagen. Nach dem halben Jahr KH ging es ja auch wieder eine Weile glatt. Wie gesagt, damals ohne BZ-Kontrollen, also war damals die Devise: alles unter 180 mg/dl, damit kein Harnzucker ausgeschieden wird. Andere Kontrollen hatten wir ja nicht. Dann kamen Schwangerschaft, der 2. Schub Hepatitis durch den Streß bei der Trennung von meinem Ex und andere Änderungen meiner Lebensumstände. Dadurch mußte ich natürlich auch das Management meines DM immer anpassen. Ich bin froh, daß ich jetzt mit der Pumpe einigermaßen hinkomme. Allerdings darf ich nach wie vor nicht mit zu niedrigen Werten in die Nacht, sonst kriege ich garantiert eine Hypo. Und ich möchte doch gern morgens wieder aufwachen :zwinker:
Da ich aber Leute kenne, die ihren DM definitiv schon >50 Jahre haben, kann die damalige Grenze von 180 mg/dl nicht wirklich viel Schaden angerichtet haben.
LG Ulrike
LordBritish:
--- Zitat von: moewe am Mai 04, 2006, 15:57 ---Da ich aber Leute kenne, die ihren DM definitiv schon >50 Jahre haben, kann die damalige Grenze von 180 mg/dl nicht wirklich viel Schaden angerichtet haben.
--- Ende Zitat ---
Als ich zum BGAT (Hypoglykämiewarnehmungstraining) vor ~3 Jährchen war, da war ich auch ziemlich auf dem Trip
besser eine Hypo als ein hoher Wert. Wurde mir halt damals auch so beigebracht bei der Ersteinstellung als ich mich
für den Diabetes entschieden habe.
Beim BGAT wurde ich dann allerdings eines besseren belehrt und einigermaßen aufgewacht bin ich an dem Punkt als es dann hieß:
Lassen wird das mal alles Aussen vor mit den Hypos usw., selbst wenn sie immer niedrige Werte haben oder Werte um die 100 ist es
noch lange keine Garantie dafür das sie nicht doch Spätfolgen bekommen.
Außerdem könnte ihnen das auch passeiren, wenn sie kein Diabetes haben...
Das hat mir gezeigt das ich auch ruhig mal fünfe gerade sein lassen sollte und nicht so sehr auf Werte um die 100 aus sein sollte.
Grüße
Markus
moewe:
--- Zitat von: LordBritish am Mai 04, 2006, 16:17 ---
--- Zitat von: moewe am Mai 04, 2006, 15:57 ---Da ich aber Leute kenne, die ihren DM definitiv schon >50 Jahre haben, kann die damalige Grenze von 180 mg/dl nicht wirklich viel Schaden angerichtet haben.
--- Ende Zitat ---
Als ich zum BGAT (Hypoglykämiewarnehmungstraining) vor ~3 Jährchen war, da war ich auch ziemlich auf dem Trip
besser eine Hypo als ein hoher Wert. Wurde mir halt damals auch so beigebracht bei der Ersteinstellung als ich mich
für den Diabetes entschieden habe.
Beim BGAT wurde ich dann allerdings eines besseren belehrt und einigermaßen aufgewacht bin ich an dem Punkt als es dann hieß:
Lassen wird das mal alles Aussen vor mit den Hypos usw., selbst wenn sie immer niedrige Werte haben oder Werte um die 100 ist es
noch lange keine Garantie dafür das sie nicht doch Spätfolgen bekommen.
Außerdem könnte ihnen das auch passeiren, wenn sie kein Diabetes haben...
Das hat mir gezeigt das ich auch ruhig mal fünfe gerade sein lassen sollte und nicht so sehr auf Werte um die 100 aus sein sollte.
Grüße
Markus
--- Ende Zitat ---
Bingo! So, jetzt schreibe ich euch mal was, was ich irgendwo durch Zufall gelesen habe. Ich warne schonmal vor: es ist sehr ketzerisch und sollte Euch jetzt nicht wirklich dazu bringen, Euren DM ab sofort zu vernachlässigen!
Nicht nur die Anlage zum DM wird vererbt, sondern auch die Anlage, Spätfolgen zu entwickeln.
Sozusagen ist das ähnlich wie hier: manche können 100 Jahre lang saufen und rauchen und kriegen weder Leberzirrhose noch Lungenkrebs. Andere trinken ihr ganzes Leben keinen Alkohol, haben nie aktiv geraucht und sterben trotzdem an Lungenkrebs oder Leberzirrhose.
Will heißen: Wenn man die Anlage für eine der diversen Spätfolgen in den Genen hat, kann man den Ausbruch höchstens verzögern, indem man die Risikofaktoren minimiert. Schließlich weiß man ja nicht, ob oder ob nicht.... ;D
Wenn man die Anlagen nicht hat, kann man im Prinzip.... nee, soweit wollen wir dann doch nicht gehen... :kreisch:
Aber einen wichtigen Punkt hat Markus angesprochen: wie bei allen anderen Krankheiten ist die eigene Einstellung dazu wichtig. Wenn man mit sich selbst im Reinen ist, d.h. auch seinen DM akzeptiert hat, ist der Körper auch im Gleichgewicht. Das hat Auswirkungen nicht nur auf das Allgemeinbefinden, sondern auch tatsächlich auf die Vorgänge im Körper und die Gesundheit.
Und zur Akzeptanz meines DM gehört für mich auch, bei höheren Werten nicht in Panik auszubrechen, sondern in aller Ruhe zu korrigieren und einen eventuell gemachten Fehler möglichst nicht zu wiederholen. Und vor allem: Nicht aus übertriebener Angst vor Spätfolgen durch zu niedrige Werte Unfälle o.ä. zu riskieren.
LG Ulrike
Ludwig:
Hallo kalo,
Die Aussage von Peter war ja Morgenwerte von 130 sind zu hoch, denn man sollte keine NBZ >100 haben! Und diese Aussage ist einfach falsch!
Es gibt ja auch "nur" mitlesende Personen in diesem Forum, die man mit solchen Aussagen schwer verunsichern kann! Darum gehts und nicht darum irgendwem einzureden er darf nicht mit einem NBZ <100 aufwachen.
lg
Ludwig
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