Autor Thema: G7-App … was "neues" auffällt  (Gelesen 55047 mal)

Offline Gyuri

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Re: G7-App … was "neues" auffällt
« Antwort #80 am: Gestern um 12:48 Vormittag »
… und schon wieder eine Neuerung in der G7-App:
Ähnlich wie im Clarity bekommt man jetzt eine Grafik  „Durchschnittlicher Tag“ in der Trends-Anzeige (in Farbe), wenn man etwas runter scrollt.


Das ist dann der Durchschnitt der oben eingestellten Tage (hier 30)

Wer es genauer wissen will, bekommt unter „Legende“ eine Kurzerklärung was da was ist.

btw: es wird schon fast UNHEIMLICH, dass mein Zielwert inzwischen fest bei 93% bleibt.
Unterzuckerungen habe ich fast nur noch, wenn der Sensor einzelne falsche Messungen macht. Ab ≥30Tagen fallen die dann aber in der Grafik nicht mehr ins Gewicht. Auch hohe und sehr hohe Werte sind sehr selten. Darum bleibt alles „im grünen Bereich“  :zwinker:
Gruß vom Gyuri  :banane:
„Miss alles, was sich messen lässt,
und mach alles messbar,
was sich nicht messen lässt.“

Archimedes

Offline Kladie

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Re: G7-App … was "neues" auffällt
« Antwort #81 am: Gestern um 11:41 Vormittag »
Hallo Gyuri,

zu gut ist auch nicht gut!

Ich muss mich bei Diabetologen immer rechtfertigen oder zumindest glaubten sie mir nicht, Diabetiker zu sein der Insulin benötigt.

Bisher konnte ich noch jeden überzeugen - aber es ist nervig.

Offline Gyuri

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Re: G7-App … was "neues" auffällt
« Antwort #82 am: Gestern um 12:50 Nachmittag »
Zitat
[…] Ich muss mich bei Diabetologen immer rechtfertigen oder zumindest glaubten sie mir nicht, Diabetiker zu sein der Insulin benötigt. […]

Der Denkfehler beruht bei vielen darauf, dass sie nur Grenzen für „zu hoch" festlegen wollen … und (wenn's hoch kommt) keine Grenzen für „zu niedrig“ kennen bzw. diese Grenzen immer nur einzeln betrachten und nicht, wie es immer gemacht werden muss, die Grenzen im Zusammenhang.
:respekt:
Ich gestehe, dass man das jetzt nicht verstehen muss, wenn man statistische Daten außer acht lässt.
:bahnhof:

Nachtrag:
Was ich immer wieder mal sage/schreibe!
Es kommt bei den Zielen überhaupt nicht auf die hoffentlich niedrigen Extremwerte (oben und unten) an so lange sie die 1% Grenze nicht überschreiten, so lange der grüne Zielbereich zwischen 70 und 180mg/dL deutlich über >70% ist. Bei mir sind es z.Zt. 93%, was dann fast zwangsläufig zu einem GMI  6,1% führt … wobei es nicht nur bei Dexcom die Empfehlung „GMI <7%“ gibt.
Es gibt nirgendwo eine Empfehlung z.B. GMI >4,5% oder so, was dem Durchschnitt eines Gesunden entspräche.  :balla:

Zitat
Ich zitiere nur von Dexcom, weil ich nichts anderes zur Hand habe.
 […] Beim Ambulatory Glucose Profile (AGP) handelt es sich um einen lizenzierten,
genormten Glukosebericht, der vom International Diabetes Center (IDC) erstellt wurde. […]
Wer so wie es im letzten Jahrtausend noch üblich war, nur aufgrund des HbA1c-Wertes die Entscheidung trifft, wie viel Insulin gebraucht wird, hat in den letzten 20 Jahren den beruflichen Anschluss verpasst!
Aber was soll's!

Ich sehe da ein „neues“ Verständigungsproblem auf uns zukommen, wenn ich an folgende Änderungen/Erweiterungen in der G7-App denke, die ich soeben dort auch entdeckte und die ich nur (gut versteckt) in Clarity kannte.

Unter „Trends“ kann man sich noch „Alle Daten anzeigen“ … lassen.
Über die gesammelten Nüchternwerte berichtete ich schon früher mal zu Clarity. Jetzt kommen noch die gesammelten PP-Werte in der G7-App (bei meiner Einstellung nach 2 Stunden) hinzu. Nicht nur die reinen Grenzen als solche sind frei und individuell wählbar, auch der Zeitpunkt nach dem Essen lässt sich seit langem auf 1, 2  3 oder 4 h festlegen … ganz nach Belieben! Meine Diabetologin riet mir zu 2hr, weil 1hr sei nur für Schwangerschaftsdiabetes ratsam. (=Kurzfassung)



Sowohl …nach dem Essen als auch Nüchternblutzucker hat überhaupt keinee Aussagekraft, wenn man nicht möglichst alle Ereignisse hierzu (lückenlos) einträgt.

Beim Nüchternblutzucker (Fasten ≥8h) kann ich nichts eintragen, wenn ich z.B. in der Nacht von einem Hypo-Alarm geweckt werde (meist unberechtigt) und ich vorsichtshalber Traubenzucker esse.

Beim 2h-Wert nach dem Essen müsste man auch immer brav einen KE- oder Gramm KH Eintrag zu einem möglichst gleichen Zeitpunkt eintragen. Sobald sich die PP-Zeiträume überlappen, weil man noch eine kleine Zwischenmahlzeit … braucht, stimmt nix mehr, egal ob man nach spritzt oder nicht.

So etwas kenne ich noch aus dem FSL2, wo ich es einfach ignorieren musste.  :duck:
Jetzt gibt es das zur G7-App auch.

Ich hatte in den letzten 30 Tagen nur 38 protokollierte Mahlzeiten eingenommen, viel zu wenige. Und nur bei diesen lag ich zu 89,5% unter 180mg/dL.
Auch den Nüchternzucker konnte ich in 30 Tagen nur 21 mal (aus den oben beschriebenen Gründen) protokollieren. Und von diesen 21 Tagen war ich unter 95,2% im (frei gewählten) Bereich von weniger als 125 mg/dL.

Die Glukosevariabilität  ::) ist nur eine andere Form der statistischen Streung, wie ich sie in meinem Berufsleben noch nie betrachtet habe. :balla: Mir ist die Standardabweichung eine verlässlichere Größe.
« Letzte Änderung: Gestern um 05:42 Nachmittag von Gyuri »
Gruß vom Gyuri  :banane:
„Miss alles, was sich messen lässt,
und mach alles messbar,
was sich nicht messen lässt.“

Archimedes