Autor Thema: Diskussion um FSL2 (ehemals: Armband kann Blutzucker ohne Piksen messen)  (Gelesen 5421 mal)

Offline Joerg Moeller

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Immerhin wurde mir NICHT widersprochen, dass FSL um einiges zuverlässigere Ergebnisse liefert, weil:
1.) es werden Messungen im Minutentakt protokolliert
2.) mögliche Abweichungen durch ungenauere  Einzelscanns werden vermieden

Da sehe ich jetzt aber nicht, wieso es dadurch zu genaueren Ergebnissen kommen sollte. Dazu müssten die schon eine Option haben, den Sensor kalibrieren zu können (und man müsste diese Kalibrierung natürlich im Steady State vornehmen und nicht, wenn der BZ gerade Achterbahn fährt). Und das BZ-Messgerät sollte natürlich auch hinreichend genau messen.

Mein Accu-Chek Mobile halte ich aus folgendem Grund für hinreichend genau: wenn ich damit meinen BZ messe (im Steady State), dann liegt das Ergebnis um ca. 20 mg/dL unter dem Ergebnis des Sensors. Und bisherige Messungen im Labor haben gezeigt, dass das reale HbA1c um 0,5 Prozentpunkte unter dem liegt, was LibreView und SiDiary anhand der Libre-Werte errechnen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Gyuri

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Grundsatzdiskusionen führten bisher bezüglich FSL2 immer zu Streitereien, die ich hier nicht wiederholen will.  :nein:

Tatsache ist nun mal, dass Abbott dabei bleibt: Es genügt eine Werkskalibrierung und man kann das FSL nicht "nachjustieren" weil das zu einer neuen Kalibrierung führen müsste. (Kalibrierung - was ich drunter verstehe)

Was ich hier aber schrieb, bezieht sich darauf, dass ein einzelner Scan öfter mal von dem Verlauf im 15 Minutentakt abweichen kann, was auch zu scheinbaren Messfehlern führt. Die Verlaufswerte unterliegen aber einer Berichtigung der Abweichungen und nur diese Werte werden für weitere Berechnungen verwendet. Das FSL3 wird also darum "genauer" sein, weil diese Werte im Minutentakt erfasst werden UND weil erst gar keine Scan-Werte zu falschen Schlussfolgerungen führen könnten.

Wenn das, was ich schrieb anders verstanden wurde, tut es mir leid. Es ist nur aus meiner Erfahrung so, dass mir gern mal das Wort im Mund umgedreht wird und je mehr ich schreibe, desto mehr Satzteile werden zerpflückt und aus dem Zusammenhang kritisiert.

Wie Abbott eine Reklamation eines Sensors anerkennen will, konnte man mir am Telefon nicht sagen. Zu derartigen Fragen hörte ich immer wieder sie würden so weiter gegeben.

Ich bin aber jetzt schon davon überzeugt, dass die ganzen Kritiken zu FSL und FSL2 mit dem FSL3-Sensor Geschichte sein werden.  :super:
Wollen wir es abwarten?
Gruß vom Gyuri

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Offline Duff Rose

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Die Gerüchteküche um die Apple Watch 7 mit optischer Blutzuckermessung brodelt.

https://www.maclife.de/news/apple-watch-7-koennte-blutzucker-messen-100118421.html

Ich bin da richtig gespannt drauf. Da Apple seit 2012 angeblich schon daran arbeitet vermute ich stark dass die ziemlich weit vorne sein werden. Apple ist bekannt für teure Geräte, aber mit Qualität und Genauigkeit! Sehr unzuverlässige Messungen werden die sich eigentlich nicht erlauben können - wenn sie schlussendlich 500 Euro oder mehr für eine Uhr verlangen.

Und wenn man dann keine FGM/CGM Sensoren oder BZ- Streifen mehr benötigt? Zahlt die Watch dann die Krankenkasse?  :zwitscher:
 
Jedenfalls ist das genau die Lösung für die Zukunft. Herzfrequenz, EKG, Sport - und Bewegungsaufzeichnungen, Telefonieren, diktieren, bezahlen (auch das mache ich schon mit meiner Apple Watch 4), Musik hören usw. alles mit einem Gerät. Und so klein.

ABER: Die Genauigkeit für eine Therapie mit DM1 - ich zweifele (noch) dran. 

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Offline Andi

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Offline Joerg Moeller

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Schaumermal  :zwinker:

Dem würde ich nicht weiter trauen als ich es schmeißen kann. Ich kenne einige, die den Blutdruck ziemlich genau einschätzen können, wenn sie den Puls fühlen/messen. Aber so ganz ohne einen Kontakt zur Gefäßfüllung zu haben? :gruebeln:

Viele Grüße
Jörg
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Offline Joerg Moeller

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Ja, und Tatsache ist auch, dass mein FSL2 immer zwischen 15-20 mg/dL niedriger misst als mein BZ ist. Wohlgemerkt: ich kontrolliere das ausschließlich im Steady State, wenn der Libre-Messwert stabil steht.

Aktuell hab ich noch einen Dexcom G6 laufen und dessen Abweichung liegt bei 4-6 mg/dL (wenn überhaupt eine Abweichung vorliegt).

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Jörg
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Offline Andi

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Dem würde ich nicht weiter trauen als ich es schmeißen kann.

Also die Uhr würde ich nicht schmeissen  ::)

Aber so ganz ohne einen Kontakt zur Gefäßfüllung zu haben?

Drum schrieb ich ja ein 'schaumermal'. Keiner weiß nix Genaues nicht  :ja:

Ich glaube ja nicht, dass Samsung medizinisch ganz nach vorne will, weil dann möglicherweise bestimmte Zulassungsverfahren nötig sind?  :kratz:
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Offline Gyuri

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Zum einen muss man einem Hersteller schon zuerst mal überlassen, welche Anforderungen er an sein Produkt stellt, das er vermarkten will. Und wenn er seine Vorgabewerte mit einer Werkskalibrierung sicherstellen kann, was er als zertifiziertes Unternehmen auch ständig bei Audits unter Beweis stellen muss, und wenn er schon von Haus aus sagt, dass man Scan-Werte nicht 1:1 mit blutigen Messungen vergleichen kann, dann ist das einfach so und wem das nicht gefällt, der muss sich nach einem anderen Messmittel umschauen.

Zum anderen geht Dexcom mit den Glukosedaten anders um als FSL 1 oder 2. Wer sich jetzt beim FSL
NUR an den Scan-Werten orientiert erhält was anderes, als ein Dexcom-Nutzer, der damit ständig Werte erhält ohne zu scannen.

Zum x-ten Mal: ein Einzelscan unterliegt immer einer zufälligen Abweichung, hingegen werden permanente Messungen über mehrere Takte gemittelt, wodurch zufällige Abweichungen minimiert werden.

Bei FSL3 soll das ja genauso werden und dann könnte man schon eher die Werte sinnvoll vergleichen. Aber das ist NOCH Zukunftsmusik. So lange es FSL3 noch nicht gibt, kann man mit FSL2 "nur" relative Verläufe gut beobachten und als Grundlage für Maßnahmen verwerten. Nix anderes sagt Abbott dazu, vielleicht halt mit anderen Worten aus der Marketingabteilung. Mir reicht übrigens der FSL2-Verlauf, hätte aber nichts gegen einen wie auch immer gelösten Abgleich an Blutzuckerwerte … vorausgesetzt es funktioniert dann.
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Offline Duff Rose

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Der Blutdruck fehlt noch ...  ;D

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Schaumermal  :zwinker:

Auch eine Anforderung! Technisch habe ich allerdings keine Ahnung wie man das umsetzen will. Ich weiß nur dass der Arzt rät, am Oberarm zu messen und nicht unbedingt am Handgelenk.
Letztlich wird sich auch da eine gewisse Qualität einstellen und es zeigt sich, ob eben mit schlechter Qualität und viel Marketing noch viel mehr Geld verdient werden will oder ob sich für den Nutzer wirklich ein gesundheitlicher Nutzen einstellt.

Ein wenig abschweifen muss ich aufgrund aktueller Situation. Ich möchte ein Ergometer kaufen.  :kreisch: Diese gibt es mit Magnet- oder Induktionsbremse. Mit der Induktionsbremse erzeugt man genau die Trittkraft welche man sich wünscht, in Watt gemessen. Die Magnetbremse hingegen hat eine Abweichung von +-5%. da denke ich mir, okay diese Abweichung ist mir schnuppe - dafür zahle ich lieber etwas weniger. Trainingseffekt wird sich wohl nicht groß unterscheiden, gemessen an meiner generellen Anforderung bei Schlechtwetter mal gegen die Tapete zu radeln.
Und dann gibt es noch die Hometrainer. Da braucht man mit Trittkraft- Werten garnicht anfangen. Es gibt nur leicht oder schwer und die Teile sind möglichst billig konzipiert.

Da es im Blutzucker- Messbereich für den Hausgebrauch die „Induktionsbremse“ leider nicht gibt, ich aber dennoch hohe Anforderungen an meine BZ- Einstellung stelle, soll es möglichst die Magnetbremse sein.

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Moing Duff

Hast mich schon bissel irritiert, weil Induktion & Magnetismus sich nicht wirklich was nehmen.
Bei beiden findet Kraftaufwand gegen ein Magnetfeld statt.

Ich denke mal, es kommt drauf an, was Du mit dem Ergometer machen möchtest. Hört sich erstmal deppert an, aber die Dinger können Strecken simulieren (Bergauf/Bergab) und evtl. auch Kaffee kochen  ;D

Was ich damit sagen will, hol Dir das Teil, das Deinen Ansprüchen gerecht wird.  :ja:
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