Autor Thema: Sensorversand FSL2  (Gelesen 1720 mal)

Offline MaKe

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Sensorversand FSL2
« am: Mai 09, 2020, 08:37 »
Schönen guten morgen,
ich habe im Forum nicht zum Sensorversand von Abbott gefunden.
wie läuft der genau ab?
Abbott ermittelt (aufgrund welcher Daten?) wann ich wieder neue Sensoren benötige und schickt mir diese dann unaufgefordert zu?
Ich habe das System irgendwie nicht so ganz verstanden. In der Werbung steht dass die Sensoren bis zu 14 Tagen halten. Somit ist das ja nicht genau abzuschätzen wenn ich wieder eine neue Lieferung benötige. Und dann schicken die mir wieviele auf einmal zu?

Viele Grüße
Mathias  :)


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Offline Andi

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #1 am: Mai 09, 2020, 11:45 »
Die Sensoren halten die 14 Tage durch.
Wenn Du die Sensoren lieber dem Türstock oder einem anderen Hindernis anvertraust ...  ::)

 ;D

Ich hatte erst zweimal ein vorzeitiges Ende der Laufzeit, weil der Reader nur noch LO anzeigte.
Im Telefonat mit Abbott bin ich dann noch die Errorcodes durchgegangen um abzuklären, was Sache ist.
Die Sensoren wurden ersetzt.

Tipp hier:
Hebe die Schachtel und die beiden Dosen für Setzhilfe und Sensor auf, um ggfs. bei einer Reklamation mit einschicken zu können.

Offline Gyuri

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #2 am: Mai 09, 2020, 11:58 »
Ich hebe GRUNDSÄTZLICH den Deckel der Sensorpackung auf.
Man kann zwar die [SN] auch am Sensor lesen … aber einfacher ist es bei einer Reklamation die Nummer und die Tragedauer parrat zu haben. Darum notiere ich auch immer das Setzdatum und wenns geht auch die Zeit, bis der Sensor nach dem Sensor aktiviert wurde auf dem Deckel.

Bei meiner Frau war es schon öfter der Fall, dass die Sensoren zu früh den Gest aufgaben. Dabei ist es Abbott gleichgültig, ob der Sensor noch 12 Tage vor sich gehabt hätte oder nur noch 2 Tage. Immer wurde er anstandslos ausgetauscht. Je nach Error-Meldung muss dann der beanstandete Sensor zurück geschickt werden. Das bekommt man bei Bedarf am Telefon gesagt.

Dazu ist dann bei der Ersatzlieferung ein kostenloser Rückumschlag begefügt.

Merke!
Den kaputten Sensor immer erst entsorgen, wenn man dazu von Abbott eine Erlaubnis dazu bekommt.
Gruß vom Gyuri

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Offline MaKe

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #3 am: Mai 09, 2020, 13:14 »
Hallo Andi,

Die Sensoren halten die 14 Tage durch.

Okay, also nicht bis zu, sondern eher genau. Habe ich verstanden..... :-)

Wenn Du die Sensoren lieber dem Türstock oder einem anderen Hindernis anvertraust ...  ::)

Den Satz habe ich leider überhaupt nicht verstanden.

Ich hatte erst zweimal ein vorzeitiges Ende der Laufzeit, weil der Reader nur noch LO anzeigte.
Im Telefonat mit Abbott bin ich dann noch die Errorcodes durchgegangen um abzuklären, was Sache ist. Die Sensoren wurden ersetzt.

Schön dass sie ersetzt werden, aber hast du dann immer welche auf Reserve? Schickt Abbott also nicht nur einen Sensor zu, sondern gleich mehrere?
Und werden die Lieferungen angekündigt? Was passiert wenn man im Urlaub oder auf Geschäftsreise ist?

Tipp hier:
Hebe die Schachtel und die beiden Dosen für Setzhilfe und Sensor auf, um ggfs. bei einer Reklamation mit einschicken zu können.

Danke für den Tipp, auch an Gyuri!

Viele Grüße
Mathias  :)


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Offline Zottellot

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #4 am: Mai 09, 2020, 16:02 »
Zitat
Den Satz habe ich leider überhaupt nicht verstanden.
Einige haben das Problem, dass sie beim durchschreiten einer Tür an der Türzarge oder so hängen bleiben und der Sensor dann abgerissen wird. Beim Umziehen kannst du auch recht schnell am Sensor hängen bleiben...

Ich hatte damit nie Probleme. Meine Haut ist sehr kleberfreudig... Bei mir würde eher der ganze Arm mit abgerissen werden. Aber das ist von Haut zu Haut unterschiedlich.

Zitat
Schön dass sie ersetzt werden, aber hast du dann immer welche auf Reserve? Schickt Abbott also nicht nur einen Sensor zu, sondern gleich mehrere?
Und werden die Lieferungen angekündigt? Was passiert wenn man im Urlaub oder auf Geschäftsreise ist?

Ich habe immer gleich mehrere bekommen. Du bekommst auch rechtzeitig neue Sensoren zugeschickt, sodass du immer welche da haben solltest.

Wenn du die Lieferungen zeitlich terminiert haben möchtest, musst du dich wohl oder übel mit Abbott in Verbindung setzen. Ich wüsste nicht, dass du online darauf Einfluss nehmen kannst. Das weiß ich aber nicht genau.

Offline MaKe

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #5 am: Mai 09, 2020, 19:33 »
Hi,

Einige haben das Problem, dass sie beim durchschreiten einer Tür an der Türzarge oder so hängen bleiben und der Sensor dann abgerissen wird. Beim Umziehen kannst du auch recht schnell am Sensor hängen bleiben...

Verstehe, kann bei mir nach ner Flasche Obstler auch schon mal vorkommen....  :lachen:

Ich habe immer gleich mehrere bekommen. Du bekommst auch rechtzeitig neue Sensoren zugeschickt, sodass du immer welche da haben solltest.

Wenn du die Lieferungen zeitlich terminiert haben möchtest, musst du dich wohl oder übel mit Abbott in Verbindung setzen. Ich wüsste nicht, dass du online darauf Einfluss nehmen kannst. Das weiß ich aber nicht genau.

Okay, danke dir, dann weis ich bescheid! ;-)
Viele Grüße
Mathias  :)


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Offline Gyuri

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #6 am: Mai 09, 2020, 20:38 »
Hi,

Einige haben das Problem, dass sie beim durchschreiten einer Tür an der Türzarge oder so hängen bleiben und der Sensor dann abgerissen wird. Beim Umziehen kannst du auch recht schnell am Sensor hängen bleiben...

Verstehe, kann bei mir nach ner Flasche Obstler auch schon mal vorkommen....  :lachen:
(…)
Man mag darüber lachen ( :super: und auch ich lache wirklich gern darüber!)
meiner Frau passiert das aber immer wieder … auch ganz ohne Alkohol.
Sie hatte einen beidseitigen Thalamusinfarkt und seither u.a. starke Gleichgewichtsstörungen.
Weil sie auch noch den Sensor "losschwitzen" kann trägt sie meist einen "Sensorhalter"
vom >>> Zuckerschmuck <<<.
Gruß vom Gyuri

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Offline SCHM

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #7 am: Mai 11, 2020, 14:24 »
Die Sensoren halten die 14 Tage durch.
Wenn du Glück hast. Ich hatte es nicht.
Ich hatte erst zweimal ein vorzeitiges Ende der Laufzeit, weil der Reader nur noch LO anzeigte.
Dann hast du Glück gehabt.
Bei meiner Frau war es schon öfter der Fall, dass die Sensoren zu früh den Gest aufgaben.
Ich hatte kein Glück. Etwa die Hälfte der FSL2-Sensoren hat bei mir vorzeitig den Geist aufgegeben.

Die Sensoren wurden ersetzt.
Dabei ist es Abbott gleichgültig, ob der Sensor noch 12 Tage vor sich gehabt hätte oder nur noch 2 Tage. Immer wurde er anstandslos ausgetauscht. Je nach Error-Meldung muss dann der beanstandete Sensor zurück geschickt werden. Das bekommt man bei Bedarf am Telefon gesagt.
Dazu ist dann bei der Ersatzlieferung ein kostenloser Rückumschlag begefügt.
Auch das ist eher Glück als allgemeine geschäftspolitik von Abbott.
Mir hat Abbott keinen einzigen Sensor ersetzt, den ich per Email reklamiert habe. Angeblich haben sie versucht, mich zurückzurufen. Informationen darüber, welche Telefonnummer sie dabei eigentlich verwendet haben, konnten oder wollten sie aber nicht geben. Auch die Information, welche Telefonnummer sie denn zu meiner Person gespeichert haben, wurde mir verweigert.

Ich habe daraufhin die Ersatzsensoren auf Rechnung bestellt und die Zahlung mit Hinweis auf meine Schadensersatzansprüche verweigert. Verklagt haben sie mich nicht, hätten sie auch keinen Erfolg mit gehabt.
Seit Oktober bin ich nun zufriedener Kunde bei Dexcom, von Fa. Abbott habe ich die Schn*** voll.

Schickt Abbott also nicht nur einen Sensor zu, sondern gleich mehrere?
Und werden die Lieferungen angekündigt? Was passiert wenn man im Urlaub oder auf Geschäftsreise ist?
Sie liefern normalerweise alle drei Monate den Quartalsbedarf. Angekündigt wird die Lieferung erst kurz vorher per Email, dann ist aber das Paket auch schon unterwegs.

« Letzte Änderung: Mai 18, 2020, 16:03 von SCHM »

Offline Gyuri

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #8 am: Mai 11, 2020, 18:48 »
(…)
Mir hat Abbott keinen einzigen Sensor ersetzt, den ich per Email reklamiert habe.
(…)
Das kann ich mir gut vorstellen und das hat überhaupt nichts mit "Glück" oder "Unglück"zu tun.
Du kannst nicht einen oder mehrere Sensoren aufgrund deiner Meinung was gut oder schlecht ist selbst reklamieren, wenn du das Prüfverfahren des Herstellers nicht punktgenau beachtest.
Viel einfacher und doch wirkungsvoll wäre es, die Hotline anzurufen (auch wenn die Warteschlange äzend sein kann) und der Person am Rohr deine Probleme zu schildern. Er hat dann wohl ein eine Liste die er abarbeitet und dir die nötigen Fragen stellt.
Er wird dann jeden Sensor einzeln abarbeiten. Dazu braucht er (neben deinen Daten) die Sensor-[SN]-Nummer, das Datum, wann er gesetzt wurde, was dann passiert ist und den Zeitpunkt wann die Störung eintraf. Halte dein Lesegerät bereit, weil er will dann meist zum Störzeitpunkt die Fehlermeldung wissen. Die Reklamation: "Das Gerät hat mir falsche Werte geliefert weil…" wird ihn wenig beeindrucken, wenn du das nicht so geprüft hast, wie es von Abbott verlangt wird.
Hast du die Abbott-Regeln beachtet, kannst du ihm deine Messwerte (mindestens drei - besser fünf Vergleiche) durchgeben. Er gibt dann alles in einem Prüfprogramm ein und erfährt so, ob die "Fehler" größer waren als es Abbott verspricht.
In aller Regel hat man immer mindestens zwei Sensoren in Reserve (falls nicht, hat man was falsch gemacht), bekommt aber den zu Recht reklamierten Sensor immer innerhalb von 2 Werktagen ersetzt.

So habe ich das schon x mal gemacht und es hat immer geklappt. Ich habe aber bisher noch nie bei einem Sensor beanstandet, dass er für meinen Geschmack "zu ungenau" wäre. So musste ich noch nie den Beweis aufgrund von Messreihen erbringen. Bei uns waren es meist einfache Total-Ausfälle vor der Ablaufzeit mit verschiedenen Ursachen.

Ach ja - bei uns passierte es auch schon, dass der (telefonisch besprochene) Fehler am Lesegerät gefunden wurde und nicht beim Sensor, so dass das Lesegerät getauscht und der Sensor ersetzt wurde. Das ging aber immer Ruck-Zuck.  :super:

Wie schon gesagt: Das hat nichts mit Glück zu tun.
Gruß vom Gyuri

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Offline Floh

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Re: Sensorversand FSL2
« Antwort #9 am: Mai 11, 2020, 21:37 »
Bis ich meine Medtronic Pumpe bekommen habe hätte ich deine Antwort einfach nicht verstanden, @Gyuri.

Jetzt sehe ich das anders, und bin voll auf SCHMs Seite. Das Problem ist nicht (oder nicht alleine) Abbotts Kundenservice. Das Problem ist, dass die unterschiedlichen CGM-Systeme _meilenweit_ in ihrer Entwicklung auseinander klaffen. Es ist mir egal, wie billig und praktisch Abbott oder Medtronic sind: der technische Standard ist Dexcom.

Zur Erläuterung: wir diskutieren hier immer wieder über Messabweichungen zwischen Blut und Gewebezucker. Ich habe das die letzten paar Jahre nicht verstanden und wütend dagegen argumentiert. Erst jetzt - wo ich ein System mit zufälligen Abweichungen nach oben und unten habe (Medtronic) - kann ich überhaupt das Problem nachvollziehen.
Bitte verstehen: Diese Abweichungen gibt es bei Dexcom 4/5 schlicht nicht. Es gibt eine systematische Abweichung zu "falsch niedrig" gegen Ende der Laufzeit. Bei Dexcom 4/5 sind 10 Tage angegeben, die Sensoren lassen sich verlängern, das Problem tritt nach 20 bis 25 Tagen auf. Ich hatte auch schon Sensoren die über 30 Tage liefen. Die zufällige Abweichung während der Laufzeit zwischen Blutmessung und CGM (nach Kalibrierung - auch wenn dir das Wort nich gefällt) beträgt bei mir durchschnittlich 2 mg/dl, immer jedoch weniger als 10 mg/dl - solange der Blutzucker unter 300 mg/dl liegt.
Ich weiss nicht, warum dies bei Medtronic (und meinem Libre 1 damals) nicht der Fall ist - dort ist aber die Übereinstimmung zwischen Blut-Messung und CGM immer zufällig und deutlich schlechter. Gute Übereinstimmungen bekomme ich mit Medtronic nur zwischen 90mg/dl und 150 mg/dl - und auch nur wenn die Kalibrierung dort und bei relativ konstantem BZ statt gefunden hat.

Welten!

Und nicht vergessen: ich vergleiche hier das neueste Medtronic System mit einem um _zwei_ Generationen veralteten Dexcom.

Nachdem die Software für xDrip völlig frei und offen im Netz herum liegt (und Dexcoms eigener Software praktisch gleicht) und der errechnete BZ aus "elektrischem Signal" nun wirklich kein Hexenwerk ist (Messwert mal Multiplikator) kann die höhere Genauigkeit nur aus besserer Hardware kommen. Und das ist ein wirklich interessantes Thema: scheinbar hat einer der drei großen Hersteller hier einen echten Technologievorsprung. Das ist deswegen spannend, weil dann eben keine "Normalverteilung zufälliger Fehler" mehr den Gesamtfehler beschreibt, sondern wirklich eine Fehlerfortpflanzung zur Betrachtung notwendig ist.

Mir gerade egal: ich muss mich nicht mit FSL 2 herumschlagen (und mir war der Kleber so brutal - ich werde auch nie wieder ein Abbott-Produkt erwerben). Aber bei all diesen Diskussionen behaltet bitte (alle) im Hinterkopf, dass es wichtige Technologieunterschiede gibt. Die man nicht sieht, wenn man nicht mehrere Produkte genutzt hat. Ging mir genau so, hier ist aber ein guter Zeitpunkt darauf hin zu weisen.