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Für jedes Blutzuckermeßgerät eigene Teststreifen?

Offline Birgit 55

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Hallo zusammen,

ich habe 2 Blutzuckermeßgeräte falls eines mal ausfällt.
Es gibt ja sehr viele Geräte.
Ist es wirklich so, dass jedes Gerät seine eigenen Streifen hat?
Gibt es keine "Universellen"?
Für mein Lieblings BZ-Meßgerät bekomme ich im Moment keine Teststreifen.
Mein Mann bestellt mir die immer über Amazon wegen dem günstigen Preis.

Wie meßt ihr und welche Kosten kommen bei euch auf?

Viele Grüße
Birgit
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Offline Gyuri

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Die meisten werden hier wohl Insulin pflichtig sein und bekommen ihr Messequipment verschrieben.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie es aktuell über die kranken Kassen läuft, aber ich würde schon beim Diabetologen fragen, was er sich traut zu verschreiben.

In den Medien wird immer Werbung von einfachen BZ-Messgeräten gemacht, die zusammen mit 50 Teststreifen so umdie 20,-€ kosten sollen. Würde ich nichts verschrieben bekommen, wäre das vielleicht eine Alternative.

Der Trend geht immer mehr zu (sehr kontrovers diskutierten) Systemen mit kontinuierlicher Überwachung. Es wird da die Glukose um Zwischenzellwasser gemessen - was nicht das selbe ist wie Blutzucker, aber lt. Hersteller genauso aussagekräftig sein soll. Das kostet aber richtig Geld, welches ich nicht bereit wäre privat aufzubringen.
Ich habe so etwas in Gebrauch und komme sehr gut damit zurecht.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Gyuri

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Ach ja - Die Frage nach "Kompabeatle" der Teststreifen!

Ganz einfach: die ist nicht gegeben, leider. Aber die passenden Anzeigegeräte kosten nicht die Welt, sie wurden früher schon mal vom Hersteller verschenkt um den Nutzer an die Teststreifen zu binden.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Birgit 55

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Der Trend geht immer mehr zu (sehr kontrovers diskutierten) Systemen mit kontinuierlicher Überwachung. Es wird da die Glukose um Zwischenzellwasser gemessen - was nicht das selbe ist wie Blutzucker, aber lt. Hersteller genauso aussagekräftig sein soll. Das kostet aber richtig Geld, welches ich nicht bereit wäre privat aufzubringen.
Ich habe so etwas in Gebrauch und komme sehr gut damit zurecht.

Hallo Gyuri,

der neue Trend, davon habe ich auch schon gelesen. Na ja, ich muß zugeben ist nicht so meine Welt, sehr viele sprechen von ungenauen Ergebnissen und davor habe ich Angst.
Ich möchte meinen Geräten vertrauen können und messe lieber "blutig" weiter.
Schönen Dank für Deine ausführlichen Zeilen.
Ich lebe in Spanien und da läuft es mit den Krankenkassen etwas anders.

Viele Grüße
Birgit
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Offline Gyuri

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(…) sehr viele sprechen von ungenauen Ergebnissen und davor habe ich Angst.
Ich möchte meinen Geräten vertrauen können und messe lieber "blutig" weiter.
(…)
Angeblich soll es Systeme geben, deren Messergebnisse viel mehr denen in Blut entsprechen.
Das ist aber ein Thema für sich und ich darüber nicht mehr viel schreiben. Das führt zu ewigen Streitereien um des Kaisers Bart.  :zwinker:

An anderen Stellen habe ich auch in diesem Zusammenhang geschrieben: "Wer sein Management ausschließlich auf blutige Messergebnisse ausrichtet, sollte nur blutig messen … und gescannte Werte erst garnicht anschauen. Ich war mal Messtechniker und bin immer noch gewohnt mit statistisch ausgewerteten Daten zu arbeiten und hatte schon vor Jahren mein Management nach selbst erstellten Diagrammen festgelegt. Dieses Konzept entsprach im großen und ganzen dem, was z.B FS Libre macht.  Wer es aber in Schulungen gelernt hat:
1.) Messen (blutig)
2.) Spritzen aufgrund der Messung und/oder des bevorstehenden Essens
3.) Essen
4.) VIELLEICHT noch danach kontrollieren ob es geklappt hat

… und es so weiter machen will,
sollte dabei bleiben und nicht aus Bequemlichkeit die nahezu schmerzlose Variante wählen  - meine ich.  :zwinker:

Wer ohne Insulin auskommt/auskommen muss, kann mit im Grunde mit Tagesprotokollen kaum arbeiten und ist mit (gelegendlichen) "Stichproben" besser beraten.
"Genauer" können die blutigen Ergebnisse schon sein … wenn man weiß, was man mit ihnen machen soll, jedoch mit gescannten Daten nicht.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Zottellot

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 Angeblich ist wohl das Eversense XL solch ein System. Blutige Messungen zum kalibrieren sind nach wie vor nötig. Dafür passen die Werte des Eversense in der Regel zu denen, die zwischendurch blutig gemessen werden. Jedenfalls bei mir. (Zeitabstand muss natürlich beachtet werden)

Somit verlasse ich mich (auch) auf "blutige" Werte. Das eigentliche Diabetesmanagment überwache ich jedoch per CGM.

Kann man beides in meinen Augen daher wunderbar kombinieren.

Das häufig kritisierte FSL 2 hat nach meiner mehrmonatigen Erfahrung leider das Problem, dass viele Sensoren von Haus aus zu hoch oder zu tief messen... Oder mal so und mal anders herum.

Wenn man dann einen Sensor erwischt hat der zuverlässig 50 mg/dl zu hoch oder zu niedrig misst, ist das zwar auch eine Art von Sicherheit, macht aber nicht wirklich Freude und schafft auch kein Vertrauen. Hatte jedoch auch diverse Sensoren, die toll funktionierten... Es kann also scheinbar auch mit dem FSL 2 klappen. Woran es hapert, kann wohl nur Abbott erahnen.


Offline Joerg Moeller

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Ist es wirklich so, dass jedes Gerät seine eigenen Streifen hat?
Gibt es keine "Universellen"?

Definitiv nicht, wenn die von unterschiedlichen Herstellern kommen. Bei Geräten von ein und demselben Hersteller kann es vorkommen, ist aber selten.
Besser und einfacher ist dann schon, wenn man von seinem Lieblingsgerät noch ein zweites hat.

Manche Hersteller schicken dann aber auch sehr schnell Ersatzgeräte raus, wenn mal eins ausfält. Da bab ich persönlich z.B. mit Abbott gute Erfahrungen gemacht.
(Freitags angerufen, Montag war das neue Gerät da. Und die Service-Mitarbeiterin hat sich erkundigt, ob sie es per Express schicken soll oder ob ich irgendeine andere Möglichkeit hätte, das WE zu überbrücken)

Ich messe blutig immer mit dem Accu-Chek Mobile (sehr selten, da ich mit meinem Libre gut zurechtkomme) und hab davon auch zwei zuhause.
Und wenn da mal eins ausfällt: ein neues kostet knapp 10 Euro, ist also auch kein großes Problem.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Zottellot

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Es sei vielleicht noch erwähnt, das man das erste Gerät auch häufig gratis bekommt.

Hab das Mobile inkl. Bluetooth Adapter auch gratis bekommen.


Offline Birgit 55

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@Gyuri, Zottellot, Joerg

Ich danke euch für die vielen Informationen.
Als totaler Diabetesneuling sind alle Infos hochinteressant.


Viele Grüße
Birgit
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