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Wechsel Freestyle Libre 2 zu Dexcom G6...erste Erfahrungen

Offline carrick

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Hallo Betroffene
Wie in meinen Ausführungen letzten Herbst bereits berichtet war ich mit der Messungenauigkeit des FSL2 absolut nicht mehr zufrieden. Vor allem die Alarmfunktion konnte damit nicht mehr genutzt werden...Abweichungen gegenüber der blutigen Messung bis zu 40 mg/l waren Standard.....ich weiss da der Gewebezucker dem Blutzucker hinterherläuft und ich bemühte mich über die Hotline diese Dinge zu klären...aber no way...hier im Forum bekam ich zusätzliche wertvolle Tipps,aber ich entschloss mich doch dann auf das Dexcom G6 umzusteigen,auch weil die Userstorys gut klangen...also Diabetologe überzeugt...Kasse überzeugt...Zusage bekommen und seit 5 Tage den Sensor in Betrieb.
Erste Eindrücke...das der Sensor am Bauch sitz finde ich gut,weil der Armsensor bei gewissen Arbeiten immer wieder aneckte und auch mal abging. Leider schränkt sich der Spritzbereich dadurch etwas ein.  Betriebsdauer 10 Tage ...leider deutlich kürzer wie beim FSL..negativ...kein Saunabesuch möglich beim Tragen des Sensors...negativ.. das beim Bereich Kohlenhydrate ,als Nahrungsaufnahme nur die Grammzahl eingeben werden kann und nicht was man gegessen hat ...neg...>> aber sehr positiv ...Genauigkeit kann durch kalibrieren sehr gut eingestellt werden...meine Tests ergaben Abweichungen von 2-3 mlg/l auch nach 5 Tagen noch...Alarmfunktionen sehr umfangreich und wertvoll...gerade der rasche Ab oder Anstieg und die 20minütige Vorhersage wann es kritisch wird kann eingestellt werden ,,so das man rechtzeitig einschreiten kann...gerade beim Sporteln sehr hilfreich..ach ja...das Handgerät hat leider nur eine sehr kurze Bluestoothverbindungsstrecke...6m die angegeben werden schafft es nur im Sichtfeld...aber über die APp gehts ja auch und da passt es dann besser ...ja die App ist umfangreich in der Analysis verbunden mit der Clarity cloud kann man Tendenzen etc ...schön herauslesen.....ich berichte weiter von meinen Erfahrungen..... :ja:
« Letzte Änderung: Februar 04, 2020, 12:26 von carrick »


Offline Gyuri

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(…) das beim Bereich Kohlenhydrate ,als Nahrungsaufnahme nur die Grammzahl eingeben werden kann und nicht was man gegessen hat ...neg...( …  :gruebeln: … ) ich berichte weiter von meinen Erfahrungen..... :ja:
Das mit Gramm KH verstehe ich nicht bzw. das, was du daran als negativ bezeichnest.

Dennoch bin ich wirklich weiter an Erfahrungsberichten interessiert, obwohl ich, wie an anderer Stelle schon erklärt, mit der "Messungenauigkeit" (den Begriff gibt es nicht - genauso wie justieren nichts mit kalibrieren zu tun hat) keine Probleme zu haben.

Ich habe mit Abbott nur wegen der Liefermodalitäten Ärger  :moser: und würde mich, wenn es FÜR MICH echte Alternativen gäbe, von Abbott trennen.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat's einfach gemacht. :ja:


Offline Duff Rose

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Hallo Betroffene
Wie in meinen Ausführungen letzten Herbst bereits berichtet war ich mit der Messungenauigkeit des FSL2 absolut nicht mehr zufrieden. Vor allem die Alarmfunktion konnte damit nicht mehr genutzt werden...Abweichungen gegenüber der blutigen Messung bis zu 40 mg/l waren Standard.....ich weiss da der Gewebezucker dem Blutzucker hinterherläuft und ich bemühte mich über die Hotline diese Dinge zu klären...aber no way...hier im Forum bekam ich zusätzliche wertvolle Tipps,aber ich entschloss mich doch dann auf das Dexcom G6 umzusteigen,auch weil die Userstorys gut klangen...also Diabetologe überzeugt...Kasse überzeugt...Zusage bekommen und seit 5 Tage den Sensor in Betrieb.
Erste Eindrücke...das der Sensor am Bauch sitz finde ich gut,weil der Armsensor bei gewissen Arbeiten immer wieder aneckte und auch mal abging. Leider schränkt sich der Spritzbereich dadurch etwas ein.  Betriebsdauer 10 Tage ...leider deutlich kürzer wie beim FSL..negativ...kein Saunabesuch möglich beim Tragen des Sensors...negativ.. das beim Bereich Kohlenhydrate ,als Nahrungsaufnahme nur die Grammzahl eingeben werden kann und nicht was man gegessen hat ...neg...>> aber sehr positiv ...Genauigkeit kann durch kalibrieren sehr gut eingestellt werden...meine Tests ergaben Abweichungen von 2-3 mlg/l auch nach 5 Tagen noch...Alarmfunktionen sehr umfangreich und wertvoll...gerade der rasche Ab oder Anstieg und die 20minütige Vorhersage wann es kritisch wird kann eingestellt werden ,,so das man rechtzeitig einschreiten kann...gerade beim Sporteln sehr hilfreich..ach ja...das Handgerät hat leider nur eine sehr kurze Bluestoothverbindungsstrecke...6m die angegeben werden schafft es nur im Sichtfeld...aber über die APp gehts ja auch und da passt es dann besser ...ja die App ist umfangreich in der Analysis verbunden mit der Clarity cloud kann man Tendenzen etc ...schön herauslesen.....ich berichte weiter von meinen Erfahrungen..... :ja:

Guten Abend!

- Was ist das Problem mit den Saunabesuchen? Ich habe Dutzende hinter mir. Der Kleber vom Libre hält zwar etwas besser, aber Sauna ist meiner Erfahrung nach auch mit Dexcom möglich.

- Ich trage den Sensor am Arm. Ist zwar nicht offiziell empfohlen, aber bei mir funktioniert’s einwandfrei. Ansonsten könnte man die Fläche am Bauch erhöhen durch Nahrungsaufnahme, das ist in der Regel recht einfach. ;-)

Spaß beiseite.

Es bleibt die Frage was einem wichtiger ist. Mir ist die Genauigkeit der Werte als Typ1er einfach unheimlich wichtig, die Übrige Fläche am Bauch und die Eingabe von KHs völlig unwichtig. Einzig mit dem Kleber habe ich so meine Probleme, da behelfe ich mir mit Pflastern von Zuckerschmuck.

DM1 seit 02.2006, ICT, Fiasp und Lantus

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Offline carrick

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Hallo
Ja das mit der Grammzahl der KH ist doch schwierig genau zu wissen wieviel jetzt davon in dem Essen vorhanden ist....  oder hast Du da einen Tip für mich?..ich habe wie beim freestyle möglich  gerne mal die verschiedenen Nahrungsmittel aufgeführt die auf dem Teller lagen, aber mittlerweilen weiss ich ja was bei mir zündet und was nicht. Der Saunabesuch wurde bei der WEBex konferenz betreff der Benutzerschulung gleich zu Beginn von der Firma DEXcom verneint...erst wachsweich ,dann auf direktes Nachfragen verneint...man solle eben zwischen zwei  Sensorwechseln den Saunabesuch einschieben...aber nie mit Sensor...ich werde in meiner Heimsauna dieses am Sonntag selbst testen denn ich glaube auch nicht an ein Problem . Wahrscheinlich wurde dieses eben nicht getestet und freigegeben.Mit dem FSL gab es keine Probleme in der Sauna,die Mess(un)genauigkeit hatte sich nach den(temporären) Saunabesuchen nicht geändert gegenüber denen ohne Saunabesuch.
Gestern habe ich die App auf dem Smartphone und das Handgerät neu eingestellt,den es piepste und klingte oft aus allen Ecken den ganzen Tag .Man kann einiges an Alarmen einstellen.Die Alarmfunktionen lassen keine Wünsche offen und sind benutzerfreundlich optimierbar. Ich habe jetzt auf dem Smartphone in der APP  einen individuellen Alarmplan erstellt der täglich von 6-22:00 aktiv ist und sich dann selbstätig abschaltet so das das Handy nächtens schweigt...... ab 22:00-6:00 ist das Handgerät aktiv und nur auf  innerhalb eines bestimmten Zeitraumes schnell fallenden Werte und dem unteren Zielwert eingestellt. ..so ist Ruhe eingekehrt. :ja:


Offline Gyuri

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Hallo
Ja das mit der Grammzahl der KH ist doch schwierig genau zu wissen wieviel jetzt davon in dem Essen vorhanden ist....  oder hast Du da einen Tip für mich?..ich habe wie beim freestyle möglich  gerne mal die verschiedenen Nahrungsmittel aufgeführt die auf dem Teller lagen, aber mittlerweilen weiss ich ja was bei mir zündet und was nicht. (…)
Es ist doch (nahezu) einerlei, ob man [g KH] eingibt oder [KE] wenn man weiß, dass 10 Gramm KH = 1 KE ist.
Im Libre eingebauten Bolusrechner kann auch auf [BE] umgestellt werden, was mir aber zugegebener Maßen viel zu umständlich erschien - aber ich benutze sowieso keinen Bolusrechner …
Rechnest du etwa mit einem glykämischen Index?  :o Das stelle ich mir, egal womit gemessen, sehr schwierig vor. Ich schätze "einfach" die [KE] im Teller, oder rechne sie aus, wenn ich selbst koche und auf den Packungen der Zutaten die [KH] ablesen kann.
Für die Insulierung rechne ich dann aber [I.E.] = [KE] * Faktor.
Dabei entstehen immer Rundungsfehler, weil die [KE] nur geschätzt sind und der “echte" Faktor nicht so einfach und genau gerechnet werden kann. Der Faktor hängt auch mit den letzten Glukosewerten nach geschätzten [KE] zusammen.

Ich kann mir kein Messsystem vorstellen, das eine punktgenaue Insulierung sicher stellen kann.
Die vielen Rechenfehler sorgen stets dafür, dass man nur zufällig einen Zielwert erreichen kann. Ich begnüge mich schon mit einem Zielbereich von … 70 bis 140 mg/dl (jederzeit) zuzüglich mögliche Ausreißer.
Gruß vom Gyuri

Alle sagten: Das geht nicht. :nein:
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Offline Joerg Moeller

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Das kann man alles eh nicht so genau berechnen. Weder der BZ, noch die KH oder die IE sind 100%ig genau zu beziffern.
BZ kann/darf schwanken, KH kann man vielleicht abwiegen, aber das heißt nicht, dass davon auch 100% im Blut landen. Manches wird auch unverdaut wieder ausgeschieden. Und Insulin gibt die Pumpe/der Pen vielleicht genau ab, aber auch dabei gibt es Resorptionsschwankungen. Ein Teil davon wird enzymatisch abgebaut, noch ehe es an den Zielzellen wirken kann.

Manches ist auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Oder je nach Tagesform (wenn die Hormonlage sich mal ändert).

Viele Grüße
Jörg
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Offline Duff Rose

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Genau!

Alleine die Bewegung hat dermaßen Auswirkungen auf die Insulinwirkung. Und so vielleicht sogar noch das Wetter, wer weiß.

Ich schaue mir meinen Teller an, überlege zwei, drei Randbedingungen und Feuer frei!
Klappt nicht immer, aber zum Glück zu einem zufrieden stellenden hohen Anteil.

Dass mit dem „Teller anschauen“ hat natürlich erst nach einiger Erfahrung funktioniert. Aber ne Waage trage ich nicht mein Leben lang mit mir rum.
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Offline Joerg Moeller

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Dass mit dem „Teller anschauen“ hat natürlich erst nach einiger Erfahrung funktioniert. Aber ne Waage trage ich nicht mein Leben lang mit mir rum.

Ja, so läuft das bei mir auch. Ich sehe da mittlerweile keine KH mehr, sondern I.E. Bolusinsulin (und ob normal oder Dualbolus)

Trotzdem empfehle ich jedem Neu-Diabetiker oder denen, die dabei sind ihre Faktoren zu prüfen/neu auszurichten, dafür eine Waage zu nehmen.
Zum einen kann man damit seine "BE-Augen" kalibrieren, zum anderen fällt dann ein BE-Schätzfehler aus der Gleichung raus.

Und was während einer (Neu)Einstellungsphase auch empfehlenswert wäre: immer zur selben Uhrzeit zu essen und nach Möglichkeit gleiche KH.
Das macht es später bei der Auswertung einfacher in prä- und postprandiale Werte zu unterscheiden. Vor allem postprandial ist es ja wichtig zu wissen, wann der Anstieg beginnt und wann er sein Maximum erreicht hat. Aus den Zeiten kann man Aussagen zum SEA treffen.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Gyuri

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(…)
Das macht es später bei der Auswertung einfacher in prä- und postprandiale Werte zu unterscheiden. Vor allem postprandial ist es ja wichtig zu wissen, wann der Anstieg beginnt und wann er sein Maximum erreicht hat. Aus den Zeiten kann man Aussagen zum SEA treffen.

Viele Grüße
Jörg

… und
man sollte auch immer "einwenig" auf den postprandialen Verlauf achten. Da können schon mal völlig neue Erkenntnisse entstehen.

z.B. (ganz aktuell) heute Vormittag bei meiner Frau:
(größer durch CLICK)

Zum Frühstück gegen 8:45 gab es nach Schema 28 I.E. für 50 g KH.
Um 9:20 war gefrühstückt und tatsächlich 50 g geschätzte KH verdrückt.
Kurz vor 10 Uhr waren wir dann von 178 auf 141 mg/dl gesunken.
Man könnte jetzt meinen, es wurde einwenig zu viel gespritzt.
Aber dann kurz vor dem Mittagessen um 11:20 (es wurde garantiert nichts mehr gegessen) stieg der Zucker auf 290 mg/dl.
Ich schließe daraus, dass wir A.) viel zuwenig fürs Frühstück spritzten und vorallem B.) viel zu früh spritzten. Als das Frühstück zu wirken begann, war das Fiasp längst weg.
Einen ESA zu befolgen wäre gescheiter gewesen.
"Hätte, hätte Fahrradkette…"

Im Nachhinein spritzten wir für ein kleineres Mittagessen  (3KE) nach Schema 32 I.E.
was nach dem Essen  (ohne SEA) zu einem langsamen Rückgang auf 182 mg/dl um 15:45 führte.

Ich glaube, bis zum Abendessen sind wir wieder im Zielbereich.
Wäre das Frühstück von der Art her ganz anders gewesen als sonst, hätte ich eine Erklärung.
So kann ich aber nur zusehen, ob sich das in den nächsten Tagen wiederholt und wenn ja, dann wird mit einem ESA gespritzt.  :gruebeln:

Mit ein zwei BZ-Messungen kann man so einen Zusammenhang aber kaum erkennen.

btw: Mit dem dödeligen Trendpfeil im Libre hat man in so einem Fall gar keine Chance.  :nein:

Das wäre vielleicht dann doch ein Grund, zu einem System zu wechseln, das für den Trend eine bessere Formel kennt. Allerdings beachte ich den Libre-Pfeil überhaupt nicht und schaue immer nur auf das aktuelle Diagramm und auch auf das Tagesdiagramm. Und das wird wohl bei ähnlichen Systemen nicht viel anders aussehen.  :gruebeln:
Gruß vom Gyuri

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Offline Gyuri

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Da fällt mir gerade noch was ein …
(…)
(größer durch CLICK)
(…)
btw: Mit dem dödeligen Trendpfeil im Libre hat man in so einem Fall gar keine Chance.  :nein:

Das wäre vielleicht dann doch ein Grund, zu einem System zu wechseln, das für den Trend eine bessere Formel kennt. (…)
Schaut euch im Diagramm mal die beiden Scanns kurz nach 6 Uhr an!
Die wurden unmittelbar hintereinander gemacht, weil ich die 68 IE Tresiba nicht auf einmal eingeben kann. Libre geht da nur bis 50 IE.
Das ist aber gar nicht sooo schlimm.
Blöd ist, dass man im Nachhinein den Trendpfeil nur noch im Protokoll findet, wenn man keine Notiz gemacht hat. Der Pfeil, den ich nicht beachtete, wäre sicherlich interessant gewesen.
Die einzelnen Scans versprachen 138/137 mg/dl. Hingegen zeigte die Kurve des Tagesdiagramms zu diesem Zeitpunkt ca. 180 mg/dl an. Das wäre erst mal kein Widerspruch. Die Kurve wird aus "irgendwas" berechnet, ich glaube aus den historischen Werten im 15 Minutentakt. Der Scan unterliegt aber einer "ganz normalen" Abweichung einer Einzelmessung zu einem "irgendwie" errechneten Durchschnitt.
Mich stören, wie schon oft gesagt, weniger die scheinbaren Fehler der einzelnen Scanns, sondern viel mehr die Ungewissheit ob ich mich auf die Kurven verlassen kann. Da sie eben gemittelt sind unterliegen sie eben keiner so großen Unsicherheit. Man kann das mit der zappligen Tachonadel vergleichen. Ist die Nadel gedämpft, kann man mit der angezeigten Geschwindigkeit mehr anfangen.

So - und jetzt kommt (m)eine Vermutung, warum der Libre-Trendpfeil Mist ist.

Sicher wird zur Bestimmung der Pfeilrichtung ein Unterschied zwischen dem aktuellen Scan und dem Durchschnitt einer (mir unbekannten) Zeitspanne vor dem Scan gewählt.
Wenn der Scan 138/137 mg/dl meldet, das Tagesdiagramm aber ca. 180 mg/dl, könnte der Pfeil je nach benütztem Zeitversatz, gewaltig nach unten zeigen obwohl die Kurve eher flach ist.
Derartige Fehlprognosen hatte ich am Libre schon öfter erlebt.
Schlimm nur, wenn einige Nutzer glauben, der Pfeil hätte eine Aussagekraft.
Ich weiß jetzt nicht, wie andere Systeme mit permanenter Aufzeichnung rechnen, wer aber so einen Pfeil nutzen will, sollte sich schon drauf verlassen können.
Andererseits ist es ja die permanente Aufzeichnung, die den Vorteil gegenüber Einzelmessungen ausmacht. Wer sich lieber an Einzelmessungen hält, ist mit allen permanent aufzeichnenden Systemen schlecht beraten.
Gruß vom Gyuri

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