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Ängste von Folgeschäden.

Offline Markus99

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Ich bin 3 Jahre dabei und  schon die Ängste :staun:
Frage ist ,ab wann kann man die Folgeschäden erwarten.
Nach Eure Erfahrungen was zu erst ist gefährdet, welche Organe gehen zu erst kaputt.
In gute  und schlechte Fälle schreib ihre das was ihr weiß.
Meine Oma ist nach 43 Jahre Schwangerschaft Diabetes mit eine Auge blind und der andere nur 40%.
Ihr Standard hat Sie vermutet Hba1c zw.8/9% :daumenrunter:

Seit 3 Jahre hat sie jetzt nicht über 6.9%.
Ein sukces :super:
Ob das nicht zu spät ist, dass lässt sich selbst beantworten.
Nach dem Motto "besser später wie zu spät "

Der Rechte hand hat steife Finger gehabt.
Die bis heute immer noch Probleme machen.
Sie hat die operiert, weil sie vorher taub waren .Heute einigermaßen kann sie wieder nutzen.  ::)

Zitternde Hände hat sie auch.Hmm...
Vergesslich,aber immer noch geht.  :staun:
Was sagt ihr dazu  :gruebeln:

Schreibt Ihr die kurze Erfahrungen
und wie kann man Folgeerkrankung vermeiden ?
Ich hoffe, dass ich lange meine Hba1c nicht über 6.5% überstreite :heilig:

Ist das genuck ein gute Zucker eingestellt zu haben oder..
Ist schon vorprogrammiert, dass ich Folgeschäden bekomme?
zb.Blindheit .Davon habe ich am meistens Angst.  :(
Bleibt Ihr Gesund
Markus  ;)
« Letzte Änderung: März 31, 2020, 06:09 von Markus99 »


Offline Floh

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Erst mal: Viel Glück.

Ich erzähle meine Geschichte immer gerne, weil sie Mut machen kann.

Ich habe jetzt seit knapp 45 Jahren Diabetes und bisher keine Folgeschäden. In meinen Augen tauchen immer mal wieder Veränderungen auf, die dann ein Jahr später wieder verschwunden sind. Meine Schultern waren inzwischen beide "frozen" (was für Diabetiker offenbar häufiger auftritt) - der Unterschied in der Eintretenswahrscheinlichkeit ist mir klein genug, dass ich das eher auf meinen Lebenswandel als auf den Diabetes schiebe.

Nieren und Füße sind okay. Neuropathie habe ich bisher keine.

Und damit hast du ausch schon die Liste der Organe, die bei Diabetikern öfter leiden: Nerven, Augen, Nieren. Häufige Begleiterkrankungen gibt es viele - warum sich welche aussuchen? Schau halt gelegentlich bei einem Arzt vorbei, ohne dir etwas einzureden.

Zu meiner Geschichte: In den ersten Jahren gab es keine kurzzeitigen Insuline, keine Langzeitinsuline, keine Blutzuckermessungen. Mein BZ wurde einmal im Quartal im Krankenhaus bestimmt (so wie heute Hba1c). Die Wirksamkeit des Insulins wurde über Urinzucker (per Tablette in einem Reagenzglas) vor dem Essen gemessen. In meiner Teenagerzeit hatte ich Hunger - und entsprechend gerne mal in der Schulpause eine Packung Haribo gegessen. Kurzwirksames Insulin gab es noch nicht, eine Dosisanpassung habe ich auch nicht vorgenommen. Mein Hab1c war zeitweise über 12%, oft über 8%. Inzwischen ist meine Einstellung knackiger, meine Medikamente enthalten unter anderem ein Mittel gegen Bluthochdruck, dem man auch einen nierenschützende  (und potentiell augenschützende) Wirkung zuspricht.

Versuch dein Bestes. Wenn es mal ein paar Monate schief geht: zerbrich dir nicht den Kopf. Schlechte Zeiten sind nicht ideal - wir werden aber Jahrzehnte mit dieser Krankheit beschäftigt sein. Kein anderer Kranker der Welt ist so lange mit rechnen/Essen anpassen/optimieren beschäftigt.


Offline Markus99

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Es macht mir Hoffnung,  dass die möglichkeiten besser sind  eingestellt zu sein, wie früher .
Macht mir mut optimistisch zu sein. :ja:

Pumpen, Insulin,Sensoren
Dazu die Technik mit close Loop System.

Ich möchte dass die Pumpen mit close Loop System legal auf dem Markt kommen.

Ich weiß das ich" Glück in Unglück" habe
Trotzdem Angst von Resistenzen und kaputte Haut Gewebe wegen ständige Injektionen dazu kommen können, dass ich nicht schaffen werde Gute BZ Werte zu haben.
Zb.wie corvid 19.
Nach der Informationen bei insulinclub.de
Und Internet recherchieren.
2 Junge gut eingestellte DM1 haben gut corvid19überstanden.
Nicht jedem wird das gelingen Virus zu überstehen, wenn sie vor Erkrankungen haben bzw.Folgeschäden.
Naja zum Glück gibts bsp.das DM-ler auch Corvid19 besiegen können 👍


Offline Joerg Moeller

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Ist das genuck ein gute Zucker eingestellt zu haben oder..
Ist schon vorprogrammiert, dass ich Folgeschäden bekomme?

Bei diesen Erkrankungen gibt es im Wesentlichen zwei Faktoren:
1. den genetischen Faktor (also was beim Einzelnen in den Genen liegt)
2. den durch die eigene Diabeteseinstellung

Da man den ersten nicht beeinflussen kann, ist es ratsam, zumindest den zweiten im Blick zu behalten. Das ist im Grunde wie mit einem Eimer, der aus zwei Schläuchen mit Wasser befüllt wird. Wenn man den einen Schlauch schon nicht steuern kann, dann kann man aber den zweiten im Blick behalten, damit der Eimer möglichst nicht oder erst spät überläuft.

Angst ist nicht gut, die lähmt nur das eigene Handeln. Respekt wäre da schon eher angebracht. Also die Möglichkeit im Hinterkopf behalten und immer wieder mal schauen, dass Probleme in der Diabetesbehandlung nicht Überhand nehmen.
Besonders in heutigen Zeiten hat man eigentlich alle Optionen, um seinen BZ wirklich gut führen zu können. Man sollte dann nur offen sein, es im Bedarfsfall auch mal mit einer Pumpe zu probieren. Die ist deutlich teurer als eine Therapie mit Pen, d.h. die wird auch nicht einfach so verordnet, sondern erst dann, wenn sie wirklich nötig ist.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Markus99

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Pumpe möchte ich haben
Nicht eher,wie ich noch mein BZ.beherschen kann.Nach aussage meine Diabetologe ich habe immer noch geringe Insulin Bedarf.
Nur ich bin 1.82cm und 67-70kg
Also für Pumpe zu wenig oder noch hab ich Zeit. 😊
Danke für Hinweise 😷


Offline Markus99

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Ich habe schon von anfang an FGM
dann CGM bekommen.
Ich glaube durch panik von meine Mutter.
Klinische Chefarzt von Diabetologie hat sofort beantragt und wir haben bewilligt bekommen.
Fürs Anfang ist auch nicht schlecht.
Heute meine Eltern sind ruhiger geworden.
Nur ich mache mir Gedanken, wenn ich nur Oma zu Besuch gehe.
Nach dem erst Diagnose Sie hat geweint.  :-\
Weil sie weiß ,was mich erwartet wird.

Nur Sie weiß damals nicht ,dass Ich für Sie
BZ einstellen werde und ich helfe damit mit Sensoren und mehr wissen bessere und sichere Leben zu führen.
Leider schon ohne Opa🙄


Offline Joerg Moeller

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Nach dem erst Diagnose Sie hat geweint.  :-\
Weil sie weiß ,was mich erwartet wird.

Nein, das kann sie gar nicht wissen. Früher hatten Diabetiker noch Glas-Spritzen, die sie auskochen mussten.
Als ich angefangen habe galt ein BZ-Messgerät, dass zur Messung 2 Minuten gebraucht hat als Luxus.

Heutzutage gibt es CGMS und FGM. Es gibt "intelligente" Pumpen, denen man nur noch sagen muss, wieviele Kohlenhydrate man essen möchte.
Es war noch nie so einfach wie heutzutage, den BZ-Wert genau dahin zu bringen, wo man ihn haben will. (von Ausnahmen wie z.B.  Brittle-Diabetes mal abgesehen)

Wie Deine Reise mit dem Diabetes ausgehen wird, kann jemand, der noch per Dampflok verreist ist, gar nicht wissen. Du bist heutzutage ja in einem modernen ICE unterwegs. Mit Klimaanlage!

Viele Grüße
Jörg
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Offline Markus99

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@
Ja das ist richtig  :super:

Das wissen wir jetzt schon. ::)

In den Moment aber nicht
Bis der Zeitpunkt gekommen ist,dass wir
Viel mehr wissen über Diabetes und,dass Ich viel besser versorgt bin,wie früher meine Großmutter. :staun:
In diese Zeit Punkt meine Oma und Mama
Wahren schockiert und fast zusammen gebrochen.
Weil die schon Menschen kannten, die sogar  unter Diabetes beine Amputationen erlitten haben. 
Das meine ich. :'(

Heute sehen wir Diabetes mit Erleichterung.
dh. locker  :ja:

Ich habe Angst nur vor Erblindung.
Ich trage jetzt die Brille. :staun:
Was mich noch erwartet, weiss niemand. :gruebeln:

Ich werde trotzdem das Beste tun um mein Schicksal nicht zu provozieren. ;)

Wenn noch legale close Loop Systeme Pumpen kommen, damit werde mich wie gerettet fühlen.  :banane:

Danke fürs gute Wort. 👍
Bleib Gesund.
Markus 😊