Autor Thema: Tresiba kehrt zurück...  (Gelesen 537 mal)

Offline Rüdi

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Offline Gyuri

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #1 am: März 02, 2019, 19:25 »
Unsere Diab-Doc wusste da vielleicht etwas, was sich in der Apotheke noch nicht "herumgesprochen" hat?

Meine Frau bekam am Donnerstag Tresiba verschrieben … quasi als letzte Hoffnung, es könnte bei ihr positiv anschlagen.
Weil wir unterwegs waren, konnte ich leider nicht in unsere Stamm-Apotheke gehen. Alle verschriebenen Sachen bekamen wir bis Freitag Nachmittag überreicht … nur eben nicht Tresiba.

Jetzt konnten wir nicht fragen, wie wir nun die Wartezeit (bei fraglicher Wirkung) überprücken könnten. Die Apotheke konnte überhaupt nichts versprechen.

Das ist jetzt besonders ungünstig, weil meine Frau für die bisherigen genommenen INsuline einen Null-Bestand hatte und nebst Tresiba nur das Fiasp weiter verschrieben bekam.

Ich kann ihr nur übers Wochenende wieder "mein" Lantus spritzen, das theoretisch eine ähnliche Wirkung haben könnte. Praktisch wurde Lantus aber schon vor einem halben Jahr wegen Wirkungslosigkeit  abgesetzt.

Im Waschzettel wäre zu lesen, dass man (als Typ2) Tresiba NICHT spritzen sollte wenn man gewohnte Mahlzeiten ausfallen ließe weil dann mit einer Hypo zu rechnen wäre. 
:gruebeln: Ich kann mir das mit der FS Libre-Überwachung bei meiner Frau kaum vorstellen, werde aber dennoch vorsichtig sein … falls wir Tresiba wirklich bekommen sollten.

Sobald ich mehr zu Tresiba erfahre werde ich hier zuerst drüber schreiben - versprochen.  :zwinker:
Gruß vom Gyuri

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Offline Rüdi

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #2 am: März 02, 2019, 20:20 »
Ich liebe diesen Langwirker. Seit ein paar Tagen habe ich den nun wieder im Einsatz.

Gruß
Rüdi

Offline Tarabas

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #3 am: März 03, 2019, 02:57 »

Im Waschzettel wäre zu lesen, dass man (als Typ2) Tresiba NICHT spritzen sollte wenn man gewohnte Mahlzeiten ausfallen ließe weil dann mit einer Hypo zu rechnen wäre. 

Wie bitte!?!?  :kratz:

Fürs Essen ist der Bolus da. Wer immer sowas geschrieben hat, möge mal erklären, wie man dann mittels Basal(raten)test die nötige Dosis ermittelt, wenn man da gleich in den Unterzucker geriete!?
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Offline Gyuri

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #4 am: März 03, 2019, 08:58 »
 :rotwerd: Ich kann es (jetzt) nicht genau so wiedergeben, wie ich es im Beipackzettel aus dem Internet gelesen hatte.
Sobald wir Tresiba haben, weiß ich es aber genauer. Also - bitte nicht böse sein, wenn ich mich missverständlich ausdrückte.

Im übrigen hat Rüdi mir eine Last von den Schultern genommen. Dieses Medikament muss also wieder auf dem Markt sein.  :super:
Gruß vom Gyuri

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Offline Kladie

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #5 am: März 03, 2019, 13:51 »
Hallo Gyuri,

den Beipackzettel für Tresiba habe ich mir online mal angesehen und kann dich beruhigen. Hypo- und Hyperglykämieen werden nur ganz allgemein beschrieben mit den entsprechend empfohlenen Maßnahmen. Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, daß es diese Probleme ausschließlich mit diesem Insulin oder mit einem bestimmten Diabetestyp geben könnte.
Wir sollten aus der Vergangenheit lernen
und in der Zukunft alles ausprobieren.

Offline Gyuri

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #6 am: März 03, 2019, 15:33 »
Beunruhigt bin ich ganz bestimmt nicht. Ich hatte nur ganz oberflächlich nach Tresiba gesucht … und irgendwas gefunden was ich jetzt nicht mehr finde.

Ist aber nicht so schlimm, weil mich interessiert dann höchstens ganz kurz der Beipackzettel, wenn ich Tresiba in den Händen halte. Ab der zweiten Packung (aller Medikamente) wird der Beipackzettel gleich nach dem Öffnen weg geworfen.  8)
Sollte ich noch einmal einen Blick darauf werfen wollen, suche ich im Internet oder kann es abwarten bis ich eine neue Packung erhalte.

Doof ist jetzt nur, dass ich gestern zu einer weiter entfernt liegenden Apotheke gehen musste, weil meine Frau mit allen Insulinen "Nullbestand" hatte.
Jetzt muss ich ihr (statt dem bisher suboptimalen Actrapid) von meinem Lantus geben, weiß aber genau, dass es nicht viel bis garnix bewirken wird.
Bis dann Tresiba da ist und zu wirken beginnt, werden also noch ein paar Tage mit >400mg/dl vergehen und das Libre vielleicht auch mal "HI" anzeigen.  :mauer:

Heute ließen wir das Mittagessen ausfallen und spritzten aber die Einheiten für ein 50g KH-Essen, in der Hoffnung, dass sie nach dem üppigen Frühstück außer Haus möglichst weit zum Abendessen runter kommt.

Viel mehr als die maximal vereinbarten 95 I.E. Fiasp täglich will ich auf Dauer nicht spritzen. Der Grundsatz: "Viel hilft viel!" findet bei ihr keine Anwendung.
Es wäre schon mal interessant, wie viel Insulin ungenutzt in ihren Adern schwimmt …  :gruebeln:
Gruß vom Gyuri

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Offline Joerg Moeller

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #7 am: März 05, 2019, 12:54 »

Im Waschzettel wäre zu lesen, dass man (als Typ2) Tresiba NICHT spritzen sollte wenn man gewohnte Mahlzeiten ausfallen ließe weil dann mit einer Hypo zu rechnen wäre. 

Wie bitte!?!?  :kratz:

Fürs Essen ist der Bolus da. Wer immer sowas geschrieben hat, möge mal erklären, wie man dann mittels Basal(raten)test die nötige Dosis ermittelt, wenn man da gleich in den Unterzucker geriete!?

Es ist ein Insulin und wie bei allen Insulinen können darunter Hypos auftreten.

Manche Diabetiker machen auch eine CT, anstatt einer ICT, und da kann es durchaus vorkommen, dass die Therapie auf die einzelnen Pat. abgestimmt ist. Wenn jemand einen regelmäßigen Tagesablauf hat, dann kann es auch vorkommen, dass die kein Bolusinsulin haben, wenn man die Bedürfnisse auch mit einem Langzeitinsulin abdecken kann. Tresiba wäre da aber auch nicht meine erste Wahl, sondern eher ein Kombiinsulin.

Trotzdem gehört diese Warnung in den Waschzettel eines jeden Insulins.

Viele Grüße
Jörg
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Offline Gyuri

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #8 am: März 05, 2019, 20:27 »
Jetzt hat es dann doch noch (nach immerhin vier Tagen ohne Tresiba) funktioniert.
  • Ich rief in der Früh meine Apotheke an und fragte nach der Verfügbarkeit. "Selbstverständlich" haben die die meisten Tresiba-Packungen auf Lager oder können es innerhalb eines halben Tages besorgen.
  • Ein Anruf bei der anderen Apotheke, ob sich da schon was getan hat.
    Jemand war dort "verwundert", dass ich am Freitag nichts bekommen habe. :kratz:
    Da ich nicht 200km spazieren fahren wollte, wählte ich die Möglichkeit, das Insulin zu streichen und es mit einem neuen Rezept in meiner Apotheke zu bekommen.
  • Ein entsprechender Anruf in der Diabetes-Praxis war dann doch nicht SOOOO einfach. Das was ich vor hatte sei jetzt furchtbar schwierig zu handeln.
    Obwohl ich erklärte, wie blöd es ohne meine Schuld gelaufen sei, wurde mir dann immer wieder gesagt, ich solle das nie mehr so machen.
    Schlussendlich wurde aber dann doch ein neues Rezept erstellt und vorab an meine Apotheke gefaxt.
  • In meiner Apotheke musste ich dann noch mitteilen, dass irgendwann ein Rezept für meine Frau eintrifft.
  • Mittags hatte ich in der Nähe der Apotheke zu tun und fragte vorsichtig nach, ob das Rezept jetzt da sei - war es noch nicht.
    Aber ich bekam unser Tresiba dennoch ausgehändigt, nachdem man beim Doc anrief und nach dem genauen Wortlaut fragte.
  • Ich brauche das Insulin erst Morgen, aber ich bekam es schon mal mit, damit ich nicht noch einmal kommen muss. Ich sollte es nur noch nicht auspacken, damit ich es wenn nötig zurückgeben kann.
  • Gegen 14Uhr kam dann der Anruf, dass alles in Ordnung sei.  :super:
Ab Morgen geht es dann mit viel Hoffnung auf Besserung der Lage los.  :banane:

In ein zwei Wochen werde ich über Veränderungen der Libre-Profile berichten, so oder so. Versprochen!  :zwinker:

Wir haben zum Versuch nur fünf Fertigpens. Die müssten für 50 Tage reichen. Erste Zeichen einer Veränderung sollten sich aber schon eher zeigen - glaub ich.
Gruß vom Gyuri

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Offline Joerg Moeller

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Re: Tresiba kehrt zurück...
« Antwort #9 am: März 06, 2019, 10:30 »
Ich bestell mittlerweile wieder bei Doc Morris. Die liefern schnell, Insulin war gut gekühlt und allein für das letzte Quartalsrezept gab es einen Bonus von 35 Euro. Ich kenne ja meinen Regelbedarf und hab das mal auf's Jahr hochgerechnet: bei 2,50 pro Medikament komme ich auf 180 Euro. Warum sollte ich darauf verzichten?

Und davon abgesehen: was die mir an Beschreibungen von Wechselwirkungen und Anwendungshinweisen ausgedruckt haben, hab ich in meiner Vort-Ort-Apo noch nie gehört. Soviel zum Thema "vor Ort wird man aber besser beraten".

Viele Grüße
Jörg
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