Diabetesfragen > Diabetes-Technik
Libre zeigt extrem falsche Werte an
Duff Rose:
Danke! Die Studie würde mich mit den aktuellen Versionen der Geräte nochmals interessieren.
Also: Die benannten Spitzen nach Ruhepausen, Sport o.ä. Führen zu einer höheren Konzentration im Blut als im Zwischenzellwasser, vielleicht auch weit über 9% sagen wir einfach mal.
Was aber ist mit Unterzuckerungen? Kann man ebenso davon ausgehen dass die Konzentration im Blut wesentlich geringer ist als im ZZW? Fallende BZ- Werte durch Insulingabe werden meines Wissens zeitverschoben mit dem ZZW ausgetauscht. Damit kann man ja arbeiten, Trendpfeile nutzen und richtig reagieren. Das würde für mich persönlich mit 9% gehen.
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Kladie:
Hallo,
nachdem ich nun den 3. Sensor hintereinander mit dem von Duff Rose beschriebenen Probleme benutzt habe, ist meine Geduld auch zu Ende. Ich habe bei der Abbott Hotline angerufen und mit ihm das Problem eingehen diskutiert.
Der Mitarbeiter war freundlich und konnte meine Argumentation auch nachvollziehen. Trotzdem konnte er mir keinen neuen Sensor schicken, weil sein System die Abweichungen als (wörtlich) : "nicht therapierelevant" bezeichnet hat.
Aus diesem Grund werde ich jetzt wieder auf Teststreifen umstellen und die restlichen Sensoren nur noch in Spezialfällen zum Einsatz kommen lassen. Nachfolgend die letzten beiden Tage als Grafik als der Sensor schlapp machte (2 Tage vor Ablauf).
Die Abweichungen waren teils doppelt so hoch wie der Meßwert. LO zu 81 und am Folgetag 53 zu 131 mg/dl. Wenn das nicht therapierelevant ist was dann?
Gyuri:
Das würde ja bedeuten, dass Abbott bei der Therapie ein Wörtchen mitzureden hätte?
Ich nenne das Anmaßung. Wie ich meine Therapie durchführe wird nur mit dem Dabetologen bequatscht.
Daraus ergibt sich auch die Wahl des geeigneten Prüfmittels, welches meiner Frau vom Arzt empfohlen wurde.
Soll doch jede/r machen, was er/sie will! Aber ich ging mit so einer Auskunft zum Diabetologen und würde mit ihm ein geeigneteres Prüfmittel aussuchen.
In der Technik nennt man das "Prüfmittelfähigkeitsuntersuchung". Ich kenne die Spezifikationen unserer Glukose/Blutzucker-Messkrücken bzw. deren Sensoren nicht genau.
Aber solche Messergebnisse, wie sie KONSTANT von Kladie festgestellt werden, können nicht so einfach als "nicht therapierelevant" abgetan werden.
:daumenrunter:
Zum Glück sind uns derartige Fehler beim Libre noch nicht unter gekommen.
Duff Rose:
Hallo Kladie!
Also, wir zwei ähneln uns wirklich was die Verwendung des Libre angeht. Wo hast du den Sensor sitzen? Ich hab nun meinen 2. am Arm und es funktioniert derzeit ganz gut, zumindest ab dem 2. Tag. Den ersten Tag haben beide voll gesponnen (natürlich zu niedrig angezeigt - wie immer).
Ich kann allerdings die Höhe der bisherigen Ausfallrate (bei mir zumindest) nicht akzeptieren, und um sicher zu gehen muss ich eben immer wieder Gegenmessungen durchführen. Schließlich bietet sich in der Hinsicht kein Unterschied/Vorteil zu einem Gleichwertigen System welches Benutzerseitig kalibriert wird.
Ich bin voll berufstätig, teilweise im Ausland und hab unheimlich unterschiedliche Nahrungsaufnahmen. Ich benötige ein Messsystem, auf das man sich verlassen kann.
Ähnlich einer Einparkhilfe beim Auto. Diese ist nicht 100% genau, man kann aber absolut ausreichend und erfolgreich einparken ohne dass trotz dauerpiepen noch ein Meter Platz ist oder man ohne Piepen anstößt.
Gyuri:
--- Zitat von: Duff Rose am August 30, 2017, 18:59 ---(…) und es funktioniert derzeit ganz gut, zumindest ab dem 2. Tag. Den ersten Tag haben beide voll gesponnen (…)
--- Ende Zitat ---
:kratz: Das ist dann mal doch seltsam.
Bei unserem 13ten Sensor hatte ich auch am Anfang den Eindruck, dass er spinnt. Zu niedrig kann ich nicht behaupten, weil ich keine Vergleichsmessungen mache. Nur beim Wechsel mit der einstündigen Wartezeit, wurde blutig gemessen - Die Blutzuckerwerte waren ähnlich wie die historischen Daten vom Ende von Sensor 12 und Anfang von Sensor 13.
Sensor 13 zeigte aber Schlangenlinien im 40 Minutentakt mit einer Amplitude von ca. ±15 bis ±25 mg/dl. (=Spitze-Tal-Wert bis 50 mg/dl)
Es ist natürlich ganz schwer, im Nachhinein zu bestimmen, ob das ein Sensorfehler war oder wirklich solche Schwankungen eingetreten sind. Nach vielleicht 12 Stunden war aber wieder weitestgehend Ruhe.
"Normal" würde ich bei einer blutigen Messreihe so etwas nie feststellen. Da müsste man schon eine Zeitlang alle 5 bis 10 Minuten messen um so etwas erahnen zu können. Wenn ich so ein Zickzack nie und nimmer mit Blutzuckermessungen erfahre, ist mir das auch fast egal,wenn mir die Libre-Software so etwas komisches anzeigt.
Interessant am Rande:
Die Trendpfeile spielten in dem Zeitraum auch verrückt, aber nicht so dass man aus den Pfeilrichungen irgend eine Schwankung hätte erfassen können.
Fazit:
Ich lasse für mich die Finger auch zukünftig vom Libre, obwohl ich schon manchmal auf meine Frau neidisch bin. :zwinker:
Für meine Frau ist das Libre-Konzept das beste, was wir uns denken können und von EXTREM FALSCHEN WERTEN kann bei ihrem Libre überhaupt nicht die Rede sein; ganz im Gegenteil. :super:
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