Diabetesfragen > Diabetes-Technik
Libre zeigt extrem falsche Werte an
Joerg Moeller:
Ich seh das auch so wie Alf. Allein schon wegen der Faustregel "Wer viel misst, misst Mist".
Problematisch wird es eigentlich nur bei 2 Gruppen:
1. die, denen das Körpergefühl abhanden gekommen ist (das kann man aber 'tranieren'). Die sind dann aber eh meist CGMS-Kandidaten und die Dinger werden ja regelmässig kalibriert
2. die mit einer hohen Insulinsensitivität. Wenn eine I.E. den BZ um 100 oder mehr mg/dl senkt, dann bleibt nicht viel Raum für Toleranzen. Die könnten es dann aber eh höchstens als Verlaufskurve nutzen.
Ich kann das aber auch lockerer sehen, weil ich keine Angst vor Hypos habe. Die spüre ich rechtzeitig und kann dann gegensteuern.
Viele Grüße,
Jörg
LordBritish:
--- Zitat von: Joerg Moeller am Juli 04, 2017, 12:29 ---Ich seh das auch so wie Alf. Allein schon wegen der Faustregel "Wer viel misst, misst Mist".
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich ähnlich, die vielen Messungen können einen in den Wahnsinn treiben und sind auch nicht immer genau genug.
Ich schaue mir jetzt schon länger keine Einzelwerte mehr an, sondern lasse mir immer 6 Wochen anzeigen.
Gibt es da auffällige Tendenzen schaue ich genauer und bis jetzt scheint die Taktik bei MIR gut zu funktionieren.
Viele Grüße
Markus
Dirk B.:
Oh mein Gott ihr werdet alle sterben. ;)
Aber - bedeutet das das ihr auch beim Bolus einfach den "Schätzwert" des FSL als Grundlage für die Bolusgabe nehmt und dann auch den Wert akzeptiert der nach dem Essen rauskommt ohne ihn weiter zu prüfen wenn ihr euch gut fühlt?
Also ich frage da aus reiner Neugierde da ich kein ICT zelebriere. ;) Stünde ich nun mit meiner Unerfahrenheit vor der Tatsache ICT zu machen, würde ich mir ein FSL zunächst mal sparen weil das Dingen im derzeitigen Zustand eher nicht taugt.
Viele Grüße
Dirk
mellituso:
Hallo ich noch mals,
( TYP II )
Kladie schrieb:
--- Zitat ---Aber wie Mellituso schreibt vertraut er genau wie ich mehr den Meßstreifen weil bei Libreanzeigen oft von 50 mg/dl und weniger das Empfinden was anderes sagt und die blutige Messung plausiblere Werte anzeigt. Um es aber auch mal klar zu sagen: Das ist nicht bei jedem Sensor so!
Das Libre hat zusätzlich den Vorteil, den Verlauf anzuzeigen. Dabei ist es egal ob von 60 auf 160 und später wieder auf 60 angezeigt wird oder von 100 auf 200 und später wieder auf 100 rauskommt. Mich z. B. interessiert wie lange sowas dauert und wieviel der Anstieg ausmacht. Eine Kontrollmessung zeigt mir ja auch was ich zu den Scanergebnissen dazuzählen muss und genauere Werte brauche ich nicht. (und sind auch nicht möglich)
Aus diesem Grund habe ich immer noch das Libre im Einsatz.
--- Ende Zitat ---
Das stimmt zwar als Prinzip gesehen und mit der philosophischen Einstellung, dann rechne ich eben mal z.B. 50 mg/dl im Sinn dazu, ich sehe den Trend, der Rest ist mir "egal".
1. dann muss ich erst mal bei jedem neuen Sensor die Abweichung zum Blutmesswert ermitteln um dann im Kopf den wahrscheinlichen annähernd richtigen Wert, im Sinn, festhalten.
2. Manche Kommentare hierzu wie von Alf:
--- Zitat ---Die beiden Tagessituationen, die ich in meinem Verhalten angepasst habe, konnte mir das Libre in wenigen Tagen durch die Kurven(!) sehr eingehend begreiflich machen und ab da haben 10, 20, 30 oder 50 mg/dl Abweichung einfach keine Rolle mehr gespielt. Auf Hypos habe ich früher auch nicht erst reagiert, wenn mir das Display meines Geräts eine kleine Zahl gezeigt hat, sondern wenn ich entsprechende Symptome wahrgenommen habe. Ich habe somit auch mit Libre oft genug Situationen, wo ich eine überwiegend rote Line mit Werten um die 60 ignoriere, wenn ich einfach keine Symptome habe und die früheren Gegenmessungen zeigten dann auch immer, dass ich mich auf mein Körpergefühl verlassen konnte.
--- Ende Zitat ---
Ist ja nett, mache ich bei meinem Blutzuckermessgerät ja auch. ABER doch in einem vernünftigen Rahmen!
Das auch ein Blutzuckermessgerät mit Teststreifen relative Werte, zu einem anderen Gerät, mißt sollte hier ja eh jeder wissen, stellt man sich halt drauf ein. Aber so extreme unrealistische Werte, wie z.B jetzt mein Libre anzeigt ist nun wirklich (bei dem Geld) NICHT tragbar!!!
Außerdem ist in dem Gerät auch ein eingebauter "Insulin-Rechner" eingebaut, den ich zwar nicht benutze, frage mich aber, wie genau soll das dann werden, für die Leute, die sowas benutzen wollen oder müssen?
Ich liege, beim Libre, im angezeigten Verlauf kontinuierlich, so lange mein Blutzucker knapp unter 100 liegt, immer auf "LOW" oder um 50.
Bei Blutzuckerwerten über 115 veringert sich die Differenz zum Libre.
Was soll ich den davon halten, wohlgemerkt nichts gegessen:
9:57 = 65 mit der Tendenz Anzeige von fallend.
11:48= 109 Anzeige von steigend.
12:37= 107 Anzeige von linear.
Da ich nie korrektur spritze (Aprida/ Kurzzeitinsulin/ICT) bzw. brauche, könnte mir die Trendanzeige auch egal sein, jedoch wird diese doch als super "Feature" angepriesen und selbst dies scheint ja nicht zu funktionieren.
Was bleibt ist eine Verlaufskurve, die weit unter realem Wert anzeigt und bei meinen Blutzuckerwerten, in der App, ja auch wunderbar als Kurve abgebildet wird!
Das Libre hatte ich mir geholt um die NACHT-Kontrolle genauer anzusehen, weil ich seit ein paar Wochen (unabhängig vom Wetter) öfters stark schwitze, was bei mir nicht normal ist und dies auf eine Hypo hindeuten könnte. Die Kurve ist aber relativ gleichmässig im 50 er Bereich und da wo ich aufgestanden bin und Blutzucker gemessen habe, nie unter 98.
(das hätte ich natürlich auch durch ein paar Tage nächtliches aufstehen erzielen können)
FAZIT:
Wenn die mir kein neues Equipment zusenden, bzw. wenn und das Ergebnis bleibt gleich, dann wars das in jedem Fall,
zu dem Preis ein "Spassgerät" nur für die Kurve (mit falschen Werten) anzusehen?
Da komm ich als TYP II auch anders klar. Schade eigentlich, die Idee von denen ist gut. Es gibt wohl einen Grund warum es keine direkte Konkurenz gibt.
mfG. mellituso
Frau_Holle:
Mellituso, der Bolusrechner im Freestyle Lesegerät funzt nur in Zusammenhang mit einer BLUTzuckermessung!
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