Diabetesfragen > Diabetes-Technik

Libre zeigt extrem falsche Werte an

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Insulinjunkie:

--- Zitat von: Duff Rose am Juli 30, 2017, 17:54 ---Genau da liegt das Problem.

Das Libre sollte von selbst bemerken, dass es Mist misst.

--- Ende Zitat ---

Und wie soll das Libre das mitbekommen? Da es nicht kalibriert werden kann, wie die anderen CGMS, wird das der Knackpunkt sein(meine Vermutung)
Darum soll man ja auch in unklaren Situationen mit dem Scanner eine blutige Kontrollmessung machen, und nur diese wird von Abbott anerkannt.

Gyuri:
@ Duff Rose

Ich kann und will dir nicht vorschreiben, was du mit deinen Messergebnissen anstellst.
Wenn sie offensichtlich nicht stimmen können, und das kann man an einer Messreihe leichter erkennen als an Einzelmessungen, ist es einfach töricht, so weiter zu machen als sei alles in Ordnung.

Und wozu soll man sich einen Algorithmus einfallen lassen, der so eine Fehlermessung/Fehlermessreihe erkennt und dann eine "rote Ampel" einschaltet, wenn man doch ganz einfach mit seinem Menschenverstand viel zuverlässiger so etwas erkennen kann?

Ein vielleicht dummes Beispiel?
Abbott hat sich da was mit den Trendpfeilen einfallen lassen damit der Dümmste sieht wohin es gehen KÖNNTE. Mir ist es zu dumm, eine Statistik darüber zu führen, wie oft die Pfeile beim Glukoseverlauf meiner Frau daneben lagen. Es ist die Hölle! Und genauso "zuverlässig" würde eine Ampel funktionieren, die mir sagen würde ob ich der Messung trauen kann.

Wer meint, einem Glukose-Messgerät 100%ig vertrauen zu müssen, müsste gleiche Maßstäbe bei der guten alten BZ-Messung anlegen. Ich hatte gerade zum Abendessen mit meinem BZ-Gerät um die 360mg/dl gemessen. Dieser Wert ist für mich unvorstellbar hoch. Dennoch entschloss ich mich (auch ohne Ampel) einen neuen Sensor (=Teststreifen) zu opfern … und siehe da: alles im grünen Bereich, wenn man sich nach der Dessertzubereitung die Finger wäscht. Es hätte auch einfach nur ein kaputter Teststreifen sein können. Als Typ2 mit funktionierender Hypowahrnehmung mache ich bei scheinbar zu niedrigen Messwerten auch noch eine Wiederholungsmessung oder mehrere, wenn ich mir nicht sicher bin. Einen Libre-Sensor tauscht man nicht so einfach aus wie einen Teststreifen den man sowieso tauschen muss. Würde der Sensor meiner Frau aber so rote Zickzacklinien aufzeigen, würde ich nicht zögern ihr den Sensor zu wechseln. Oder zumindest die Messungen anzweifeln und die Hotline anrufen.

Quo:

--- Zitat von: Gyuri am Juli 30, 2017, 18:59 ---Ein vielleicht dummes Beispiel?
Abbott hat sich da was mit den Trendpfeilen einfallen lassen damit der Dümmste sieht wohin es gehen KÖNNTE. Mir ist es zu dumm, eine Statistik darüber zu führen, wie oft die Pfeile beim Glukoseverlauf meiner Frau daneben lagen. Es ist die Hölle! Und genauso "zuverlässig" würde eine Ampel funktionieren, die mir sagen würde ob ich der Messung trauen kann.

--- Ende Zitat ---

Interessant, das Problem hatte ich nur eingeschränkt. In einigen Fällen hatte ich nicht zutreffende Tendenzen, die dann im Nachhinein im Graphen sich als lokales Maximum/Minimum darstellten. Ein Scan 30 Minuten später gab dann mehr Informaitonen her. Da man die ja beliebig häufig durchführen kann, war das dann eher Bestandteil meines Umlernprozesses.

Wie sieht das bei Deiner Frau aus, welche Schlüsse ziehst Du?

Viele Grüße, Tatjana

Gyuri:

--- Zitat von: Quo am Juli 30, 2017, 19:07 ---(…)
Wie sieht das bei Deiner Frau aus, welche Schlüsse ziehst Du?
 
Viele Grüße, Tatjana

--- Ende Zitat ---
Schwer zu erklären  :-\
Meine Frau kann es sich leisten (ich übrigens auch) auf Boluskorrekturen total zu verzichten. Ich scanne bei meiner Frau "einfach" so um die 10 x über 24 Stunden verteilt und betrachte die Scan-Ergebnisse nur als ganz groben Hinweis wie weit nach oben ihr Glukosehaushalt abhaut. Was die Pfeile zeigen wird ignoriert. Meine Frau bekommt "normal" immer die gleichen Mengen Fiasp in ähnlichen Zeitfenstern gespritzt bzw. sie spritzt sich noch selbst, wenn sie wach ist.
Ich bin bestrebt ihr das Essen auch in Zeitfenstern zu geben, lasse aber auch mal eine Mahlzeit ausfallen falls: (und jetzt komme ich zur Strategie wie ich ihre Libre-Information nutze) ich aufgrund der Diagramme die aus den historischen Daten zwischen den Scanns gebildet werden, abschätzen kann, wie sich die bevorstehende Mahlzeit auswirken könnte.
Beispiel: wir scannen vor dem Abendessen … sagen wir mal 350 mg/dl.  :kreisch: Sie bekommt dann zwar die gewohnten 40 I.E. Fiasp eine Stunde vor dem Essen, es könnte aber sein, dass ich bei ihr die Kohlenhydrate stark einschränke, wenn ich absehen kann, dass sie unmittelbar vor dem Essen immer noch über … sagen wir mal 250mg/dl haben wird. Den Trend erkenne ich aus dem Diagramm und nicht aus dem Trendpfeil.
Ob meine Versuche fruchten sehe ich auch nicht anhand eines Scanns sondern an den gemittelten Diagrammen der letzten 7 Tage und im Vergleich auch weiter zurück.

Auch die Balkendiagramme "Glukose-Durchschnitt" (fürs Grobe) und noch mehr "Zeit im Zielbereich" über 7, 14, 30, 90 Tage zeigen mir eine Verbesserung an … und bitte keine Verschlechterung mehr. Diese Balkendiagramme geben aber keinen Eindruck über Streuungen. Dafür schaue ich mir die "Tagesmuster" genauer an.

Alle Diagramme haben eines gemeinsam:
Sie werden nur aus historischen Daten gebildet und nicht aus den (bei uns) 10 Scanns pro Tag. Nur die Zwischenwerte im 15 Minutentakt sind mir beim Libre wichtig. Und darum kann ich über die lustigen Trendpfeile sogar lachen.  ;D

Kladie:
Ja ja die Trendpfeile.....

Bei mir zeigen sie schräg nach oben, wenn ich was gegessen habe. Wenn ich allerdings Kuchen oder andere Süßigkeiten esse, dann zeigt er auch schon mal steil nach oben. Schräg nach unten zeigt er nur wenn ich Insulin gespritzt oder mich sportlich verausgabt habe. Steil nach unten hat er bei mir noch nie gezeigt wenn ich mich recht erinnere. Meistens passt es - aber nicht immer. Wer glaubt, das sei eine Zukunftsaussage, der ist auf dem Holzweg. Es ist eine reine Rechnerei aus vergangenen Messwerten und berücksichtigt nur die wichtigsten Parameter.
Ich vermute, wer als Type 2 bei diesen Angaben überrascht wird, hat sein Diabetesmanagement nicht im Griff.
 
Das sieht beim Type 1 vielleicht anders aus, da kann ich nichts zu sagen. Der BZ ist da wesentlich volatiler und da kann man vielleicht etwas eher überrascht werden. Aber im Prinzip sollte das trotzdem vorhersehbar sein.

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