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Korrektur Insulin

Gast · 34 · 8363

Hinerk

  • Gast
Hallo Hinerk,

willst du mich kopieren? Das wird nicht funktionieren, da ich meinen eigenen Diabetes habe.

Zur Info: Ich spritze ca 40 - 50 IE pro Tag für schätzungsweise 15 - 20 BE. Die BEs sind aber nur grobe Schätzungen die auch nicht so genau zutreffenkönnen. Da habe ich zu wenig Übung weil ich nach Bedarf therapiere. Den morgendlichen BZ Buckel habe ich trotz 25 IE für ca 4 - 5 BE bei ca 60 Min SEA. Also nichts was in einen Rechner passt.

Die Kurven sind aber zum Teil auch so gut weil ich einen entsprechenden Sensor im Einsatz habe. Anderer Sensor bedeutet auch etwas andere Kurven vom Niveau her. Ob es also wirklich tolle Werte sind kann ich nicht sagen.

Moin Kladie,
Erstmal kopieren will und kann ich dich natürlich nicht, schließlich habe ich auch meine eigene Zuckerkrankheit
Aber zum Vergleich, meine durchschnittliche Tagesmengen z. Z. 7 BE und dafür 36 IE, meine Tagesfaktoren schwanken zwischen 3 und 6 je nach Tageszeit, ich will die Faktoren in nächster Zeit mit Hilfe von Zucker verifizieren.

Als Idee, vielleicht reagiert Dein morgendlicher BZ Buckel auf vorsichtige Erhöhung Deines zeitgemäßen Faktors.
Sowie ich Dich bisher verstanden habe, spielt Dein aktueller BZ vor dem Essen bei der Ermittlung der notwendigen IE keine Rolle.

MlG

Hinerk


Offline Joerg Moeller

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Wenn ich schon die halbe Miete mein eigen nennen darf, dann gehe ich auch jede Wette ein, dass ich meinen BZ über den Tag um einiges besser konstant halten kann wie mindesten 90 % aller Diabetiker (incl. Pumpies). Siehe Grafik als Beispiel der vergangenen Woche.

Wundert sich das? Wenn diese 90% auch noch eine Restsekretion hätten, würden die das auch hinkriegen.

Nochmal: was Du machst, ist Deine Entscheidung.

Hier lesen aber auch viele andere mit die wissen wollen, wie sie ihr Risiko für Spätfolgen möglichst niedrig halten können. Und das ist nicht die Art, die Du betreibst.

Viele Grüße,
Jörg
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Offline Floh

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Wir haben mit entsprechenden Mess(Schätz)methoden und dem Insulin ein Werkzeug in der Hand, den BZ-Verlauf möglichst nahe an dem eines normalen Menschen zu halten.

Ich mag da noch etwas hinzufügen: Habe ich auch 40 Jahre ignoriert, sollten wir alle aber vermutlich nicht tun. Theoretisch haben wir _zwei_ Werkzeuge, den BZ zu senken. Wir können nämlich (außer mehr Insulin) auch noch mehr Bewegung einsetzen. Das geht zu Hause bei mir mit einem Heimtrainingsdings recht gut ... bei hohen Werten kann ich mich da - vor allem am Wochenende - auch einfach mal 20 Minuten bewegen und den BZ erheblich senken.

Diese Form führt dann auch nicht so sehr zur Gewichtszunahme, weil überschüssige KH-Kalorien verbraucht statt gelagert werden. Wenn ich in Ruhe, auf dem Sofa,  den hohen BZ herunterspritze dann bleibt der armen Glukose ja nichts übrig als sich einlagern zu lassen.

Mir ist schon irgendwie klar, dass das nicht gleichermaßen für alle geht. Mit schwer fortgeschrittenen Spätschäden gehts nicht, meine Großeltern schaffen es auch nicht mehr auf das Trimmrad. Nur sollten wir das zur Verfügung stehende Mittel "Bewegung" nicht ignorieren. Wär schad drum.


Hinerk

  • Gast
... Alle Mahlzeiten am Tag lassen mich bei einer BE Menge zwischen 3 und 5 in einem Bereich um und über 200 landen Abends ist das weniger als Morgens und Mittags. Und die Diabetologin sagt "alles ist gut"

Wir haben mit entsprechenden Mess(Schätz)methoden und dem Insulin ein Werkzeug in der Hand, den BZ-Verlauf möglichst nahe an dem eines normalen Menschen zu halten.

Mein Ziel ist es daher, auch nach einem Essen den BZ unter der Nierenschwelle zu halten.
Das trügerische an den BZ-Spitzen oberhalb der Nierenschwelle ist, dass diese nicht in den HbA1c eingehen, solange dieser hohe Wert innerhalb von 5 (???) Stunden wieder normalisiert wird.
Jedoch die Mikrogefäße "leiden" drunter bleibend. Und genau dies sollte beherzigt werden.

Moin Andy,
bei der Betrachtung der BZ Werte und der möglichen Schädigung durch Werte > individueller Nierenschwelle, bleibt doch letztendlich keine andere Möglichkeit als den BZ durch BZ Höhen abhängigen SEA und Beachtung des GI der Nahrung sowie die Mengen an Kohlenhydrate in einer Mahlzeit so zu steuern, dass der BZ die Nierenschwelle zu keiner Zeit übersteigt.
Alle genannten Maßnahmen sind unter der Prämisse zu sehen, jeder BZ Wert > NS schadet. ich weiß das ist Theorie aber es lohnt sich darüber nachzudenken.
Es interessiert mich, wer wie hier beschrieben seinen BZ steuert.

MlG

Hinerk