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| CGM auch für T2 ? |
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| Gyuri:
--- Zitat von: Joerg Moeller am April 06, 2017, 10:46 ---Bei CGM geht es ja nicht nur um die Datenmenge, sondern gleichwertig auch um die Frequenz der Messungen. Da kommt eine herkömmliche BZ-Messung nicht mit, weil die wengsten ein paar tausend Streifen pro Quartal verordnet bekommen. (…) --- Ende Zitat --- Dazu will ich jetzt doch mal vier selbst erzeugte Diagramme zeigen: :zwinker: --- Zitat ---Ich habe hier 13 Tagesprofile mit je 96 historischen Messwerten genommen und aufeinander gelegt. . Weil das sehr unübersichtlich wird wenn man Kurven aus 96 Werten in einer 24 Stunden-Kurve zeichnet, Habe ich mich erst einmal mit einer gemittelten Tagesprofil-Kurve begnügt. Und weil das immer noch wenig Durchblick verschafft, habe ich rechts die ganzen Tage weg gelassen und nur noch die Extremwerte zu jedem 15 Minutenzeitpunkt eingetragen. (jeweils gestrichelt) Und weil man mir meine Kurven mit Standardabweichung nie abkaufen will, habe ich die viel aussagekräftigeren Streuungen (orange u. hellblau) auch noch eingezeichnet. Sie entsprechen IN ETWA den Zonen, die Libre bietet, nur dass die halt nicht mit Mittelwert und Standardabweichung rechnen. Für meine Betrachtungen ist mir das rechte Diagramm immer noch zu zapplig. Und darum habe ich mal nicht gedämpft sondern gefiltert, indem ich einfach die meisten Werte weggelassen habe und mich auf 12 je Tag begrenzte. Das sieht dann so aus: . Meine bisherigen Tagesprofile mussten mit je 9 BZ-Messungen auskommen … und man sieht, das genügt für eine Beurteilung was so über die Tage läuft voll und ganz. Es kommt als nicht darauf an, viele Messungen im "Sekundentakt" durchzuführen, sondern nur ZUVERLÄSSIGE DATEN zusammen zu führen. Die Diagramme kann man sich durch Anklicken etwas vergrößert anschauen. --- Ende Zitat --- Daraus schließe ich FÜR MICH: Mit 9 Messungen pro Messtag bekomme ich die gleiche Aussage wie mit dem viel teureren Libre. Dumm ist es nur, wenn die wenigen Messdaten statistisch NICHT ZUVERLÄSSIG sind. Dies stelle ich aber BEI MIR immer wieder auf den Prüfstand, sodass es kaum zu Fehlentscheidungen kommen kann. |
| Joerg Moeller:
--- Zitat von: Gyuri am April 06, 2017, 14:55 ---Daraus schließe ich FÜR MICH: Mit 9 Messungen pro Messtag bekomme ich die gleiche Aussage wie mit dem viel teureren Libre. Dumm ist es nur, wenn die wenigen Messdaten statistisch NICHT ZUVERLÄSSIG sind. Dies stelle ich aber BEI MIR immer wieder auf den Prüfstand, sodass es kaum zu Fehlentscheidungen kommen kann. --- Ende Zitat --- Beim Libre muss man sich aber keinen Wecker stellen, wenn man den Nachtverlauf sehen will. Außerdem: 9 Messungen/tgl. pro Quartal sind 810 Streifen. Bekommt man die günstig für 22 Euro sind das 356 Euro. Sensoren für 90 Tage kosten 385 Euro. "Viel teurer" sieht für mich anders aus :zwinker: Viele Grüße, Jörg |
| Gyuri:
Davon müsste man die kranke Kasse meiner Frau überzeugen :mauer: Ich - für mich arbeite aber nicht wie allgemein üblich mit täglichen Profilerfassungen. Ich vertraue da auch noch auf statistische Stichproben von 1 bis 3 Tagesprofilen pro Woche, je nachdem, wie "gleichmäßig" meine Tagesprofile aussehen. Bei meiner Frau geht das nicht, weil dann mit gewaltigen Standardabweichungen je Ereignis zu rechnen wäre, was ein gezieltes Vorgehen vereiteln würde. Aber ich komme für mich pro Quartal mit 150 bis 200 Teststreifen ganz gut zurecht. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich für mich auf ein Libre gut verzichten kann. |
| Kladie:
Hallo Gyuri, wie ich schon öfter geschrieben habe, ist Gesundheit unbezahlbar. Es ehrt dich wenn du an den Kosten deiner Therapie zugunsten deiner KK sparst aber für mich sind die Kosten kein Argument gegen das Libre. Deine Liebe zur Statistik nimmt dir das Libre ja auch nicht weg wie du gerade bei deiner Frau erleben kannst. Im Gegenteil sind die Daten umfangreicher und es sind weniger Schätzabweichungen dabei. Deine Abneigung gegen das Libre scheint andere Gründe zu haben und die kennst nur du selbst und ich möchte dir da auch nicht reinreden. Dieser Thread soll aber gar nicht als Gegenüberstellung von Blutmessung und CGM/FGM dienen sondern der Information über das beginnende Umdenken zu technischen Fortschritten von Ärzten und Krankenkassen deutlich machen. Dass eine kontinuierliche Messung Vorteile gegenüber den punktuellen Messung hat wirst du ja nicht wirklich abstreiten nachdem du die Vorzüge des Libre schon erkannt hast. Ich bin Libre-Fan geworden und warte auf noch bessere Lösungen, da auch dieses Sytem noch Verbesserungen vertragen kann. |
| Gyuri:
Wir sind uns im Prinzip vollkommen einig! --- Zitat von: Kladie am April 07, 2017, 16:44 ---(…) Dieser Thread soll aber gar nicht als Gegenüberstellung von Blutmessung und CGM/FGM dienen sondern der Information über das beginnende Umdenken zu technischen Fortschritten von Ärzten und Krankenkassen deutlich machen. Dass eine kontinuierliche Messung Vorteile gegenüber den punktuellen Messung hat wirst du ja nicht wirklich abstreiten nachdem du die Vorzüge des Libre schon erkannt hast. (…) --- Ende Zitat --- Es nützt aber nicht viel die (mess-) technischen Vorteile aufzuzählen, wenn sogenannte Fachärzte und/oder kranke Kassen nicht mitspielen. Auch müsste beim Aufzählen der Vorteile auch etwas mehr darüber nachgedacht werden, was man damit auch besser machen könnte als mit den bisher gehandhabten Strategien aufgrund unzureichender Messmöglichkeiten. Und gerade da tun sich wohl zuerst mal die meisten Diabetiker besonders schwer. Das merke ich immer daran, wie mir immer wieder widersprochen wird und wie wenig meinen Argumenten nachgegangen wird. Gerade jetzt merke ich an der Ablehnung der Barmer gegenüber des Libre-System für meine Frau, dass man lieber an alten Strategien festhalten will und somit das Libre angeblich überflüssig und zu teuer sei. Würde ich so mit meiner Zuckerkrankheit umgehen, wie "man" es schon immer tut, müsste ich in der Tat mit den gegebenen Messmöglichkeiten und vorallem den alt hergebrachten Strategien voll zufrieden sein. Um die echten Vorzüge von Libre & Co. erfahren zu können bedürfte es viel mehr als nur ein Messen um unmittelbar auf dieses eine Ergebnis irgend eine "Korrektur" durchzuführen. Mit kontinuierlichen Aufzeichnungen kann man, fernalb von stumpfen und nicht immer haltbaren Regeln*), ein individuell gültiges Konzept entwickeln. Nur das wäre DER Grund, so ein Messverfahren anzuwenden. zu *) Ich will jetzt nicht zum x-ten mal den Stumpfsinn aufzählen, den sich Ärzte bei meiner Frau im kranken Haus haben einfallen lassen, wie zu spritzen sei. Aber wäre da ein Funken Sinn zu erkennen, könnte man in der Tat sagen, dass die ununterbrochene Glukose-Messung zu teuer und nicht zielführend wäre. :patsch: Die Ablehnung kommt auf keinen Fall von mir, nur weil ich Libre nicht brauche! * Die Ablehnung kommt von Fachärzten, die nicht mehr umdenken mögen. * Die Ablehnung kommt von den kranken Kassen, weil Diabetiker (primär T2) sowieso "selber schuld" sind und man da nicht noch Geld in ihr Verhalten stecken sollte. * Die Ablehnung kommt auch von Diabetikern, die eine neue und viel versprechende Technik nur für ihre fehlerbehafteten Strategien einsetzen wollen. * Die Ablehnung kommt auch von Abbott, die sich ein neues Vermarktungskonzept haben einfallen lassen an dem so Leute wie meine Frau scheitern müssen.Kritisiert bitte nicht mich als Ablehner dieser neuen Systeme, weil ich mir vor Jahren etwas habe einfallen lassen, was im großen und ganzen dem entspricht, was Abbott mit dem Libre TECHNISCH halbwegs brauchbar umgesetzt hat. Ich rechne schon ewig fast genauso wie das in der Libre-Software getan wird - ich handle dann nur auch mit den gegebenen Möglichkeiten. |
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