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| Auswirkungen des SEA (war Re: Der 5'er Club Reloaded) |
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| Gyuri:
Derartige Überlegungen habe ich bei der Pflege meiner Frau überhaupt nicht, weil es da in aller Regel kein Insulin gibt, dass da bewirken könnte, dass sie in ein Hypo fallen könnte. Aktuelles Beispiel was passiert, wenn eine Mahlzeit ausfällt oder auch wie bei ihr der SEA wirkt: Gestern: 03:36 298 07:28 327 - 25 IE 08:40 280 - 10 IE 09:45 225 (immer noch keine KH) 10:51 156 (immer noch keine KH) SEA 198' bzw. 275' 12:03 121 ("KH arme" Mahlzeit <2BE - kein Insulin) 15:21 230 postprandial 17:21 222 - 40 IE 18:01 272 SEA 0' bzw. 86' 18:47 204 - 10 IE (ca. 4 BE) 20:23 191 postprandial 22:16 165 … u.s.w. … Heute dann ein öhnlicher Start: 03:54 286 06:16 270 - 25 IE 08:48 215 - 10 IE SEA 47' bzw. 139' 09:35 159 (ca. 3 BE) 11:22 224 postprandial 11:58 222 - 25 IE (5 BE) ohne SEA 13:31 198 postprandial … u.s.w. … Wie man sieht, brauche ich keinen Bolusrechner, weil der Bolus fast immer der Gleiche ist. Was ich "bräuchte" wäre aber ein SEA-Rechner. Nur bin ich mir da vollkommen sicher, dass es einen solchen der immer funktioniert nie geben wird. Für mich ist das kein Problem, weil ich mit kürzeren Zeiten da einfach nach Bauchgefühl handle. Für meine Frau gilt aber, dass sie bei Einstigshöhen von ca. 300 mg/dl GEFAHRLOS eine Wartezeit von zwei drei Stunden verträgt, bis es ein Frühstück gibt. Wenn es dann KEIN Frühstück gibt, passiert erst mal auch nicht viel. Dann bleibe ich aber mit dem Libre-Lesegerät in der Nähe und passe auf. Genau das ist der ganz große Vorzug (für meine Frau) von Libre gegenüber der Blutzuckermessung! Ich brauche für mich schon darum kein Libre, weil ich das schon vorher sicher spüre wenn der Zucker sinkt.Mir geben hin und wieder präprandiale Messungen genügend Sicherheit, dass ich längere SEA-Zeiten auch ganz gut überstehen kann. |
| Floh:
Ich versteh es nicht so ganz, Gyuri: Mir scheint, dass der Abstand zwischen Insulingabe und Mahlzeit für ein Analoginsulin (ist es das?) so groß ist, dass die Wirkung - nahezu unabhängig von Insulinresistenz - großteils abgeklungen ist. So wie ich das Insulin verstanden habe hängt die Wirkzeit ja an Auflösung und Transport in die Blutbahn. Wie groß dann hier eine Resistenz bei der "Entnahme" des Insulins aus dem frei-herum-schwimmen Kreislauf eine Rolle spielt weiß ich nicht. Damit wäre dann der "BE-Faktor" relativ unbestimmt: bei den Beispielen deiner Frau ist er schlicht nicht zu bestimmen, weil bei einem Grund-BZ über 230mg/dl bis zur Insulingabe seltsame Dinge mit den Resistenzen tut (Und sie Zucker ausscheiden müsste, was die Kurve verfälscht) und der traurige Rest des Insulins, der zur Mahlzeit übrig bleibt schlicht unbekannt ist. Von den 25 IE (7.30 bis 12.00: Davon sind 4,5h "verbraucht") und 10 IE (8.30 bis 12.00 - davon sind nur 3,5h "verbraucht") ist bei einer Wirkdauer von 4h "gar nichts" und "fast gar nichts" mehr übrig. Wenn damit aus den 2 BE "Mittagessen" der BZ um 100 mg/dl ansteigt würde ich vermuten - da war kein Insulin für da. Am nächsten Tag werft ihr ja dann 5 IE pro BE nach dem "Mittagessen". Da ist schon ein merklicher Unterschied vorhanden, oder? Mit jeweils 35 Einheiten senkt ihr über 4h den Blutzucker um 200mg/dl am ersten Tag, um 110mg/dl in 3h am zweiten Tag - mit "besseren" Werten in der Nacht. Gewisse Streuung da, aber sieht für mich danach aus, als würde ein Korrekturfaktor von "10 IE senken um ca. 30 bis 50 mg/dl" bestehen. Auf der selbst produzierten Basalrate. Dieser Einsatz von ~40 IE alle 10 Stunden (Bolusinsulin?) sieht mir nach einem seltsamen Versuch aus ein Basalabdeckung zu machen. Wäre da nicht ein Basalinsulin einfacher (und davon dann mehr, weil BZ zu hoch)? Und nun ist mir grundsätzlich schon klar, dass du hier nur ein Beispiel hinstellst und keine Therapie diskutieren willst. Nur sehe ich da nichts außergewöhnliches, keinen Sonderweg, sondern einen komisch angewendeten Extremfall, der sich mit einer wunderbaren Typ1 Therapie schön beheben ließe... |
| Gyuri:
Es hat nichts mit Unhöflichkeit zu tun, dass ich jetzt nicht antworte. Ich muss mir für den sehr konstruktiven Beitrag nur etwas Zeit nehmen … die ich im Moment nicht habe. :rotwerd: |
| Joerg Moeller:
--- Zitat von: Hobbit am März 22, 2017, 13:18 ---Da kommen dann eben wieder Erfahrungswerte ins Spiel... --- Ende Zitat --- Ja, auf jeden Fall; die sind das Salz in der Suppe. Ich würde da auch nie gegen mein Bauchgefühl handeln. Kommt bei mir z.B. auch öfter vor, dass ich den Bolusrechner rechnen lasse (wie gesagt: wegen der BE) und dann das Ergebnis anpasse. Ich weiß eben besser, was ich brauche und was nicht. Viele Grüße, Jörg |
| Tarabas:
--- Zitat von: Floh am März 23, 2017, 09:33 --- Damit wäre dann der "BE-Faktor" relativ unbestimmt: bei den Beispielen deiner Frau ist er schlicht nicht zu bestimmen, weil bei einem Grund-BZ über 230mg/dl bis zur Insulingabe seltsame Dinge mit den Resistenzen tut (Und sie Zucker ausscheiden müsste, was die Kurve verfälscht) und der traurige Rest des Insulins, der zur Mahlzeit übrig bleibt schlicht unbekannt ist. Von den 25 IE (7.30 bis 12.00: Davon sind 4,5h "verbraucht") und 10 IE (8.30 bis 12.00 - davon sind nur 3,5h "verbraucht") ist bei einer Wirkdauer von 4h "gar nichts" und "fast gar nichts" mehr übrig. --- Ende Zitat --- Nicht ganz, würde ich meinen: Derf reinen Lehre nach gilt ja "dreifache Menge = doppelte Wirkdauer". Da die 3-4h wohl so bei 7IE angesiedelt werden, wären 25 ja etwas das dreifache, das wären dann 8(!) Stunden Wirkdauer! |
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