Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
BE Insulin linearität
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Kladie:
Hallo Hinerk,

diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Damit habe ich mich noch nie beschäftigt. Ich wüsste auch nicht wie man eine Insulinsensibilität überhaupt bestimmen sollte.
Gyuri:
 :gruebeln: Ich habe auch keine Ahnung von  :kratz:
davon aber sicherlich am meisten.  :lachen:

Ich kenne da nur eine VIELLEICHT zielführende Strategie, wie man sich an seinen Injektionszeitpunkt herantasten kann.

Dazu beobachtet man einfach seine PP-Werte von ca. einer bis vier (oder mehr) Stunden nach dem Essen.
So bekommt man nicht nur raus, ob die gespritzte Menge passte, sondern auch, WANN das Bolus am stärksten wirkte … hängt natürlich auch von der Art der Kohlehydrate (schnell oder langsam) ab.

Was da im einzelnen vor sich geht (Hexamere, Zwischenzellwasser etc.) weiß ich am allerwenigsten  :rotwerd: weil ich das gar nicht kenne.
Für mich zählt immer nur das Endergebnis.  8)
Hinerk:
Moin,

nach meinem wahrscheinlich anzuzweifelnden Verständnis muß ich den GI  für den SEA mit seinem Antagonisten dem Protein abgleichen aber unabhängig von GI ist das Verhältnis verzehrte BE und die dafür eine der Tageszeit entsprechende IE-Menge nur BE und Zeitabhängig der GI hat aber einen wichtigen Einfluss auf den SEA, nochmal nach meiner Kenntnis.

Von den Dia-Teams höre ich als Hinweis  morgens 2 fach mittags 1 fach und abends 1,5 fach BE/ IE

Über den Vorschlag mit der engmaschigen pp Kontrolle werde ich nachdenken

MlG

Hinerk
Gyuri:
Der Faktor ist immer nur eine Hausnummer.  8)

Ihn zu ermitteln setzt voraus, dass man bei der Wahl der vertilgten BE immer gleich auf den GI achtet.
Mein bestes Beispiel, dass man ich da flexibel sein muss ist die Pizza am späten Abend! Da gilt sowohl ein anderer Faktor als auch ein ganz anderer SEA als sonst als wenn es nur zwei Scheiben Butterbrot mit Radieschen und Tee zum Abendessen VOR 18 UHR gibt.

 :kratz: Auch ich weiß da nichts von verbindlichen Regeln und entscheide mich nur aufgrund gemachter Erfahrungen - meist eigene. ;)

Den PP-Verlauf zu überwachen würde ich nicht übertreiben; ich habe das aber neulich mit meiner Frau auch gemacht, um einen groben Überblick besonders nach dem Frühstück zu bekommen.
Gerade bei ihr bestätigt sich meine oft zitierte eigene These:
Insulin-Dosis (, SEA)  und BE lassen sich nie in einer einfachen linearen Gleichung darlegen. Statt mit komplizierten Formeln kommt man in aller Regel leichter mit Versuchen zurecht.

 :dozent: Probieren geht über studieren!
Joerg Moeller:

--- Zitat von: Hinerk am Juni 04, 2016, 07:25 ---...kann diese Umwandlung und der Wirkeintritt je nach Menge der IEs solange dauern, dass innerhalb dieser Zeit eine andere Insulinsensibilität des Körpers gegeben ist und die noch noch wirkende Rest-Spritzmenge bezogen auf die dann gegebene Sensibilität nicht adäquat ist

--- Ende Zitat ---

Ja, das kann passieren, aber du kannst es nicht berechnen. Bei den meisten Diabetikern sind diese Übergänge fließend, so dass sich das kaum auf das Endergebniss auswirkt. Es gibt aber auch die "Brittle-Diabetiker", bei denen diese Sprünge heftiger und vor allem unvorhersagbar auftreten. Und da kann eine solch rasche Veränderung der Insulinsensitivität (durch rasche Änderung des Spiegels an kontrainsulinären Hormonen) durchaus den nachfolgenden BZ verändern.

Solche Diabetiker profitieren daher am meisten von schneller Insulinwirkung, weswegen dann als Applikationsart eine CIPII (Kontinuierliche Intraperitoneale Insulin-Infusion) eine geeignete Maßnahme wäre. Über einen Implatierten Port wird das Insulin direkt ins Bauchfell gegeben, wo es deutlich schneller resorbiert wird als in der Subkutis.
Der Vorteil ist aber auch gleichzeitig der Nachteil: durch den direkten Zugang ins Bauchfell (Peritoneum) schafft man hier eine Keimschiene. Arbeitet man da nicht extrem sauber/aspeptisch, kann sich daraus eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) entwickeln und die ist lebensbedrohlich. (An der sterben z.B. auch gelegentlich Menschen, deren Blinddarm geplatzt ist, weil er nicht rechtzeitig entfernt wurde)

Auf Grund der möglichen Peritonitis wird die CIPII nur bei seltenen Fällen angewandt, deren extreme BZ-Schwankungen anders nicht in den Griff zu kriegen sind.

Viele Grüße,
Jörg
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