| Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich |
| "Blutzuckerdiät" - 8 Wochen mit 800 Kalorien täglich |
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| Kladie:
Hallo Heidi, sehr ausführlich geschrieben und es deckt sich alles mit meinen Erfahrungen obwohl ich nichts mit 5:2 zu tun habe. Seit über 15 Jahren habe ich mir angewöhnt mich jeden morgen auf die Waage zu stellen. Das ist zwar nicht notwendig aber ich habe bis heute einen schönen, anschaulichen Gewichtsverlauf durch eine grafische Darstellung mit Hilfe einer Excel Tabelle. Da kann man keine einzelnen Tage mehr sehen aber sehr wohl Trends erkennen. So konnte ich im Nachhinein meine Stoffwechselentgleisung zurückverfolgen und stellte fest an meinem Geburtstag (an dem ausgiebig gegessen und getrunken wurde) stellte sich die Entgleisung ein. 2 Monate später wurde bei mir der Diabetes diagnostiziert mit HbA1c 10,6 und BZ >600 mg/dl Dabei hatte ich ohne meine Eßgewohnheiten zu ändern in 8 Wochen ca 12 kg abgenommen. Meine Beobachtungen in den letzten Jahren waren genau wie du geschrieben hast: Wenn ich mal ein paar Tage zugenommen hatte konnte ein Tag mit wenig Futter die gesamte Zunahme der letzten Tage rückgängig machen. Lässt man die Pfunde aber 1 - 2 Wochen stehen, war es unglaublich schwer das alte Gewicht wieder zu erlangen. Da war also Disziplin und schnelles reagieren angesagt. Ich denke, das geht so in die Richtung 5:2 oder ähnlichem. Seit fast 10 Jahren nehme ich jetzt Insulin und habe seitdem mit einigen auf und ab's etwa 10 kg zugenommen - bin aber immer noch unter dem Maximalgewicht vor meiner Diagnose. Mein BMI ist bei ca. 29 und noch nicht kritisch und deshalb kriege ich die Kurve nicht um noch konsequenter zu sein. Aber ich weiss wie es geht! Jeder, der es schafft dieses 5:2 über lange Zeit durchzuhalten hat die Disziplin auch ohne Diäten sein Gewicht zu kontrollieren. Wie ich vorher geschrieben hatte ist das keine Sache von Diabetes oder sonstigen Krankheiten. Eine gesunde Ernährung kommt jedem zugute und ist - wie du auch schreibst - nicht nur gut für Diabetiker. Woraus man die Motivation bezieht ist Nebensache. Du hast es geschafft und hast meine Anerkennung dafür. Deine Werte belohnen dich ja auch und so stellt sich von ganz allein ein Wohlgefühl ein. |
| Neumi:
Hallo an alle hier, ich möchte mich nochmals dazu äußern. Ich habe mal etwas recherchiert und habe gesehen das es zu 5/2 noch keinerlei Langzeitstudien gibt. Daher bleibe ich bei meiner Meinung, das Fasten unter Umständen bei Rückfall in den alten Rythmus wieder durch ein Ausgleichen des Gewichtsverlusts vom Organismus ausgeglichen wird. Das Konzept zeigt ja den weg wie ich meine durch Nahrungsumstellung abzunehmen. Warum sollte man nicht an allen Tagen in der Woche mehr Gemüse essen. Auch Geflügel, Eier, Fisch und die anderen dort für den Fastentag angesprochenen Dinge kann man sich doch in den normalen Ernährungsalltag mit einbauen. Ich habe anfangs erwähnt das meiner Meinung nach nur eine Veränderung der Essgewohnheiten einen Erfolg bringt. Sport ist sicher auch hilfreich aber steht sicher nicht an erster Stelle, denn bei den Typ 2 Diabetikern sind doch sicher etliche Sportmuffel dabei. Fakt ist doch, das ich meinetwegen einen Tagesenergiebedarf von sagen wir mal 3000 kcal habe. Wenn ich mein Essen so gestalte das ich 1500 bis 2000 kcal zu mir nehme, sollte man auch langsam abnehmen. Dies kann man eben nur mit einer totalen Umstellung der Essgewohnheiten erreichen. Das Optimum ist da sicher, wenn man sein Essen selber zubereitet. Von allen Diäten an sich halte ich selber nichts, da ich das auch schon durchhatte und durch den Jo-Jo-Effekt sehen musste das nicht noch mehr draufkam. Das ist aber lange her. Eine Diät finde ich beispielsweise angeraten, wenn es medizinisch beispielsweise vor einer Operation erforderlich ist. Meinen Insulinbedarf habe ich auf ein drittel durch Umstellung der Essgewohnheiten reduziert. Bekannte Leute sagen so 4-10 kg abnehmen ermöglichen, das die Stoffwechseleinstellung viel besser wird. Ich habe 4-5 Kg abgenommen und das in einen halben Jahr. Ich denke das passt. Ich möchte keinen da reinreden sondern jeder soll seine eigenen Erfahrungen sammeln. Richtig ist sicher das eine Fastenzeit beispielsweise den Körper entschlackt. Bekanntlich wird aber nach dem Fastenbrechen um so mehr gegessen. Naja auch das ist schwer einzuordnen. |
| Gyuri:
Zu Diät (egal welchen Namen sie trägt) will ich hier gar nichts schreiben. Soll doch jeder glauben was er will… :burger: --- Zitat von: Neumi am April 16, 2016, 18:11 ---(…) Richtig ist sicher das eine Fastenzeit beispielsweise den Körper entschlackt. (…) --- Ende Zitat --- Das mit dem "Entschlacken" ließt man immer wieder, wobei es überhaupt keine wissenschaftlichen Beleg gibt, dass eine Entschlackung stattfinden kann bzw. was da ausgeschieden werden sollte und wozu. Ganz allgemein werden von "Gesundheitsaposteln" immer gern technische oder wissenschaftliche Begriffe völlig ohne Grundlage ins Spiel gebracht. :patsch: |
| Hinerk:
Moin, Gyuri hat mit der sogenannten Entschlackung Bemerkung sowas von recht, weil noch keinem Verkäufer solcher Kuren der Beweis vom vorhandensein irgendwelcher Schlacken im Körper gelungen ist. 4-6 Kilo abgenommen, wieviel davon davon war ev. Wasser? Beim Abnehmen so habe ich es mal gelernt sollten die Kalorien im Schnitt nicht unter dem Grundumsatz liegen sonst Jo-Jo Effekt Aber die Idee mit der Kalorien Reduzierung ist natürlich grundsätzlich richtig. Viel Erfolg dabei wünscht, MlG Hinerk |
| Neumi:
Ihr habt Recht, mit dem Entschlacken reden eigentlich nur die darüber die das selbst praktizieren und begründen damit was sie tun. Egal ob bei Christen, Katholiken oder Moslems. Mir sind ebenfalls keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse darüber bekannt. Ist eben Glaubenssache und wer das möchte glaubt eben daran das es gut tut. Das bei meinem Abnehmen auch der Körper mit Wasser verliert ist wohl normal. Aus diesem Grunde geht ja das Abnehmen am Anfang immer etwas schneller. Das ist mir bekannt. Für mich ist entscheidend, das ich die Insulindosis merklich reduzieren konnte. Ich meine wenn täglich der errechnete Grundumsatz an Kalorien verzehrt wird, dann kann man nie abnehmen. Der Körper soll ja wohl seinen Grundumsatz zum Teil mit von den "angefressenen" Vorräten decken erst dann purzeln die Kilos etwas. Bei einer Ernährung in Waage zum Bedarf kann Abnehmen eigentlich nicht funktionieren. Jo-Jo-Effekt tritt nach eigenen Erleben bei Radikalkuren auf wie beispielsweise das Fasten. Gyuri sorry für meinen Ausrutscher manchmal rutschen eben Gedanken mit rein die man so hört ohne feste Fundierung (entschlacken). Gesundheitsapostel verdienen nun mal mit ihren Kursen, Büchern und DVDs Geld und ich denke wenn das nicht wäre würden Sie es seinlassen. Daher ist schon Richtig, bei jeder Meldung zu hinterfragen wo sie her kommt, wem sie dient und was man damit erreichen will. Das ist ja bei Nachrichten das Gleiche. :patsch: |
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