Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
BZ zu niedrig ??
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Janine am August 04, 2005, 13:07 ---Ich bin auch zufrieden, dass meine Werte so schnell sich verbessert haben. Nur im Krankenhaus hat man mir gesagt 2 Stunden nach dem Essen liegt man bei 140-160. Deshalb hab ich mir Sorgen gemacht.
--- Ende Zitat ---
Die haben das sicher auf deine Ersteinstellung gemünzt. Dein BZ war ja schon längere Zeit zu hoch, und dann sollte man den nicht zu schnell absenken, weil es zu Problemen mit den Augen kommen kann. (Gilt aber fast nur für die Leute, bei denen schon Vorschädigungen der Netzhaut vorlagen. Warst du eigentlich schon beim Augenarzt?)
Ansonsten kann man sagen, daß der BZ nach dem Essen nicht höher als 140-160 sein sollte. Gegen niedriger hat sicher keiner etwas einzuwenden. Liegt er nämlich höher, dann heißt das, daß etwas mit der Insulindosis beim Mahlzeitenbolus nicht gestimmt hat.
--- Zitat ---Ich habe heute morgen 114, zwei Stunden nach dem Frühstück 136 und vor dem Mittagessen 96. Aber ich habe auch einfach mal die Einheiten von 3 auf 2,5 gesenkt. Dies versuche ich dann morgen auch nochmal, wenn die Werte dann so bleiben bin ich schon zufrieden.
--- Ende Zitat ---
Kannst du auch sein. Vor allem solltest du mit dir zufrieden sein. Denn du warst diejenige, de das so sauber hingekriegt hast.
--- Zitat ---Eine Unterzuckerung habe ich nicht wirklich gehabt. Einmalig hatte ich 72, das habe ich dann aber auch von selber gemerkt, war 2 Stunden shoppen gewesen.
--- Ende Zitat ---
Wie hat sich das denn bei dir bemerkbar gemacht? Und wie hast du darauf reagiert?
Quo:
Hallo Janine,
kommt mir bekannt vor - so ging es mir im Januar auch als sie mich aus dem Krankenhaus wieder laufen liessen :)
Was mir nur andeutungsweise verraten wurde war, dass durch die vermehrte Aktivitaet zu Hause (Haushalt, Einkaufen,...) der Insulinbedarf im Vergleich zum Krankenhaus deutlich sinken wuerde. Und so habe ich mehr und mehr gegen meine Hypos angefressen - 10kg in 3 Monaten :kreisch:
Da hilft nur viel lesen, viel fragen, und eine gute Schulung, eine sehr gute gibt es z.b. bei Dr. Teupe in Althausen um zu verstehen wie "das alles" funktioniert.
Zwei Punkte die ich damals nicht wusste, und die mir einige Kopfschmerzen erspart haetten:
* Je mehr Insulin gerade wirkt, desto heftiger senkt Aktivitaet den Blutzucker. Ich war z.b. nach dem Essen einkaufen gegangen, in der sicheren Annahme dass, da ich gerade gegessen hatte, ich nun ersteinmal vor Hypos sicher sei. OOPS - im Laden gerade noch angekommen habe ich dann ersteinmal das Traubenzuckerregal leergefressen...
Abhilfe waere gewesen vor geplanter Aktivitaet einen niedrigeren Bolus zu spritzen, bzw den Einkauf vor dem Essen nur unter dem Einfluss des Basalinsulins zu erledigen.
* Ich hatte regelmaessig sehr hohe pp-Werte, und gegen Ende der Wirkzeit des Insulins meine Hypos. Grund hierfuer war, dass ich Sinn und Wirkungsweise des Spritz-Ess-Abstandes nicht kannte.
Mit am wichtigsten war fuer mich, die Rezeptor up,- und downregulation zu verstehen. Ich hatte mich gefreut dass ich bei entsprechender Insulindosis essen (und auslassen) kann was ich moechte. Dummerweise beeinflusst die Gesamtmenge des eingesetzten Insulins in einem Zeitraum wiederum die Insulinempfindlichkeit und damit den Basalbedarf - wenn man das nicht kennt und entsprechend gegensteuert ist das ein Teufelskreis. Nachlesen kann man das z.b. unter http://www.chrostek.de/teupe/rezupdo.html. Wirklich verstanden habe ich es erst in der Schulung.
Viel Erfolg jedenfalls bei dem spannenden Experiment zum manuell gesteuerten Stoffwechselregelkreis :)
:pappnase: Tatjana
Janine:
Hallo Jörg!
Ja ich war schon beim Augenarzt, hatte auch am Anfang ziemliche Probleme mit dem Sehen. Konnte zwei Tage gar nichts lesen, aber zum Glück ist dies wieder vorbei.
--- Zitat von: Jφrg Mφller am August 04, 2005, 13:17 ---
Wie hat sich das denn bei dir bemerkbar gemacht? Und wie hast du darauf reagiert?
--- Ende Zitat ---
Ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl im Magen, wie sagt man so schön, habe ein wenig geschwächelt und habe angefangen zu schwitzen. Habe dan den BZ gemessen und danach Traubezucker gegessen.
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Hallo Tatjana.
Ist denn der Spritz-Essabstand so wichtig? Gut, in der Klinik hat man mir gesagt, dass ich ca. 30 Minuten vorher spritzen soll. Die Krankenschwester hat aber gemeint es reicht auch kurz vor dem Essen, da in den 30 Minuten ja auch noch wichtigere Sachen passieren können. Sie ist auch Diabetikerin und macht das nur so. Habe mich jetzt dran gewöhnt 10 Minuten vor dem Essen zu spritzen.
--- Zitat von: Quo am August 04, 2005, 13:33 ---Mit am wichtigsten war fuer mich, die Rezeptor up,- und downregulation zu verstehen. Ich hatte mich gefreut dass ich bei entsprechender Insulindosis essen (und auslassen) kann was ich moechte. Dummerweise beeinflusst die Gesamtmenge des eingesetzten Insulins in einem Zeitraum wiederum die Insulinempfindlichkeit und damit den Basalbedarf - wenn man das nicht kennt und entsprechend gegensteuert ist das ein Teufelskreis. Nachlesen kann man das z.b. unter http://www.chrostek.de/teupe/rezupdo.html. Wirklich verstanden habe ich es erst in der Schulung.
--- Ende Zitat ---
Nagut, das habe ich nun nicht wirklich verstanden. Aber die Schulung kommt ja bald.. :zwinker:
Viele Grüße.
Janine
--- Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Joerg Moeller:
--- Zitat von: Janine am August 04, 2005, 20:11 ---Ja ich war schon beim Augenarzt, hatte auch am Anfang ziemliche Probleme mit dem Sehen. Konnte zwei Tage gar nichts lesen, aber zum Glück ist dies wieder vorbei.
--- Ende Zitat ---
Ja, das ist normal. Wenn der (längere Zeit schlechte) BZ sich wieder ändert, dann ändert sich auch der Wassergehalt deines Auges (und damit der Brechungsindex).
--- Zitat ---Ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl im Magen, wie sagt man so schön, habe ein wenig geschwächelt und habe angefangen zu schwitzen. Habe dan den BZ gemessen und danach Traubezucker gegessen.
--- Ende Zitat ---
Optimal. :super:
--- Zitat ---Ist denn der Spritz-Essabstand so wichtig? Gut, in der Klinik hat man mir gesagt, dass ich ca. 30 Minuten vorher spritzen soll. Die Krankenschwester hat aber gemeint es reicht auch kurz vor dem Essen, da in den 30 Minuten ja auch noch wichtigere Sachen passieren können. Sie ist auch Diabetikerin und macht das nur so. Habe mich jetzt dran gewöhnt 10 Minuten vor dem Essen zu spritzen.
--- Ende Zitat ---
Der ist schon wichtig, damit man nach dem Essen nicht zu stark ansteigt. Denn diese BZ-Spitzen sind gar nicht gut für die kleinen Blutgefässe. Zwar nicht kurzfristig, aber langfristig auf jeden Fall.
Du benutzt ein Normalinsulin. Dabei kann man sagen, daß der BZ 1½ Stunden nach dem Essen dir sagt, wie dein SEA zu bewerten ist. Und der BZ 3-4 Stunden nach dem Essen sagt, ob die Gesamtdosis gepasst hat.
Lesetip: http://www.diabetesinfo.de/therapie/mahlzeitenbolus.php und http://www.diabetesinfo.de/therapie/mahlzeitenbolus-test.php
Basalrate:
Hallo Janine, ich finde Du kommst für die kurze Zeit, die Du als Süsse erst rumläufst, super klar, Deine Werte sind vollkommen OK, vor wie nachdem Essen, und wenn ich Deinen BE Faktor zum Tagesprofil lese, so stimmen wir fast überein. Die klassische 30er Regel für die Korrektur hatte ich auch schon mal gelernt bekommen, mittlerweile berücksichtige ich aber bei Korrekturen noch mehr als den bloßen Wert und die BE und senke auch gern etwas erhöhten BZ (so 10mmol z.B.) mit etwas Sport nach der Mahlzeit und ohne zusätzliches Insulin. Bei einer Hypo würde ich Dir neben 2 BE Traubenzucker oder ähnlichem, noch zu etwas Brot oder Brötchen, Banane etc. raten, weil die erhöhende Wirkung des TZ unter bestimmten Bedingungen gern schnell nachlässt, wenn ich eine Hypo habe, so ja meist bei starker körperlicher Anstrengung, und ohne etwas "langsamere" BE, wie z.B. Banane, habe ich oft eine halbe Stunde später gleich noch eine. Aber hier mußt Du für Dich selber testen, in Diabetiker Kreisen gibt es ja die sogenannte Hypo-Surfer-Fraktion, die machen das wohl, weil Sie das Gefühl geil finden und auch um für den Doc einen guten HbA1C zu haben, dabei muß man wissen das jede Hypo etliche Gehirnzellen vernichtet und auch so nicht gerade gesund ist, aber eben bei Typ1 und ICT oder CSII unvermeidbar, ja sogar gewollt, denn man spricht von einer guten Einstellung, wenn man ein bis zwei leichte Hypo`s je Woche hat. So habe ich das zumindestens bei einer der unzähligen Schulungen gelernt.
Kopf hoch Janine, erstmal ist alles neu und der Diabetes ist sicher momentan das wichtigste für Dich in Deinem Leben, aber es kommen auch wieder andere Zeiten, wo Du damit leben wirst, ohne ständig daran zu denken, dennoch bin ich sehr beeindruckt, wie gelassen Du damit umgehst, ich war, als es bei mir diagnostiziert wurde, zunächst total unglücklich und dachte das Leben wäre vorbei! :ja:
Und ist es so ? :nein:
Mach weiter so :anfeuer:
LG
Thomas
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