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Schulung? Eure Erfahrungen?
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Tarabas:

--- Zitat von: Joerg Moeller am Oktober 01, 2015, 12:17 ---
Für einen Anfänger halte ich sie aber für unverzichtbar, ganz gleich mit welcher Therapieform man sich behandelt.

--- Ende Zitat ---

Kommt selbst für einen Anfänger IMHO sehr auf die Qualität an.

Ich hätte mir zB was zum Thema Pizza und Konsorten gewünscht (lieber zeitlich gesplittet bzw etwas später spritzen*) oder 3xInsulin = 2xWirkdauer und der Möglichkeit, das mit örtlichem Splitten zu verhindern. pp-Werte und Einfluß von SEA, Wiederauffüllen der Glucosespeicher in den Muskeln nach Sport ...

Das sind für mich Basics, die einem beigebracht gehören. IMHO. Nix in meiner Schulung.



*) für diese und die weiteren Erkenntnisse: Ich hoffe ich habe das hier und auf diversen Info-Seiten richtig mir selber beigebracht. Bitte korrigieren, wenn was flahsc ist.
Frau_Holle:
I c h   halte das absolut nicht für Basics. In einem gemischten Kurs aus wenigen Typ 1 und vielen Typ 2 ern weiß ich noch, dass die meisten 2er sowas von überfordert waren mit wirklichen Grundlagen (warum sollte ich meine Medikation regelmäßig einnehmen/spritzen, warum kann mein BZ steigen, wenn ich auf das Essen verzichte und keine Medikamente nehme, wieso ist es besser Erdbeerkuchen mit Sahne zu essen statt Erdbeerkuchen ohne Sahne, ...). Was soll man da noch Worte über Insulin splitten verlieren?
Joerg Moeller:
Ich würde auch sagen, dass das eher schon Fortgeschrittenen-Wissen ist.
Bei den Basics würde ich mir wünschen, dass die Leute lernen ihren BZ zu beobachten und zu analysieren. Dann kommt man nämlich auf viele Dinge von ganz alleine. Das mit dem Pizza-Bolus oder dem Morgengupf habe ich bei mir selber entwickelt, noch bevor ich wußte warum das so ist. Einfach durch Tagebuch führen, feststellen "was ist reproduzierbar" und dann versuchen, es beim nächsten Mal zu vermeiden.

Es gibt Schulungen, in denen man sowas lernt, aber die gehen eben nicht über ein paar Stunden sondern über ein paar Wochen.

Schau dir mal diese Seiten hier an: http://www.chrostek.de/

Viele Grüße,
Jörg
Gyuri:
 :rotwerd: Jetzt ist mir Joerg zuvor gekommen. Ich will den vorbereiteten Beitrag aber dennoch zeigen. Ich beziehe mich also nicht auf das, was Joerg schrieb.


Bei der ersten Schulung meiner Frau und auch noch bei meiner ersten Schulung war Insulin für Typ2 noch gar kein Thema und wir saßen ehrfurchtsvoll mit (wenigen) Typ1ern zusammen für die auch mal ein Satz fiel, mit denen sie etwas anzufangen wussten.

So manch ein Typ2 kam dann zu der Erkenntnis: "Die Typ1er sind die einzigen, die sich auskennen (müssen) und die furchtbar gestraft sind, sich (vielleicht mehrmals) täglich mit einer Nadel stechen :kreisch: müssen."

Als meine Frau mal fragte, ob Insulin für sie nicht die bessere Lösung sei, meinte ihr damals zuständige Internist: "Insulin ist für Typ2er LEBENSGEFÄHRLICH weil …(blablabla)!" :balla:
Als ich dann (vom Hausarzt) Insulin bekam, wechselte meine Frau zu einem Diabetologen und bekam dann auch Insulin.

Um beim Thema zu bleiben: Diese Maßnahme fand damals im Widerspruch zu unseren Schulungen statt!
Wer jetzt sagt: "Ja aber heute sind die Schulungen anders.", muss zumindest eingestehen, dass DAMALS schon Blödsinn erzählt wurde. In ein paar Jahren ist dann das, was man heute hört vielleicht wieder zum Teil Blödsinn?

Ganz klar - wer überhaupt keine Ahnung von Diabetes hat, sollte sich das schon mal antun um einen Überblick zu gewinnen und um sich sein eigenes Urteil zu bilden, dass er auch gern immer wieder umwerfen darf. Argumente für ein Umdenken findet man aber nicht nur in weiteren Schulungen sondern auch über andere Quellen und es bleibt jedem überlassen, mehr dem einen oder anderen zu glauben.

--- Zitat ---:zwinker:
Ich traue mir selbst nicht über den Weg, aber anderen noch viel weniger.
--- Ende Zitat ---
Lighthouse:
Moin, Moin liebe Foren interessierten,

bei mir war es immer die mangelnde Konsequenz in allen Lebensbereichen, die störend in meiner Entwicklung war.
Das zog sich durch mein ganzes Leben durch.

Beispiel

Ich bräuchte 1.000 € im Monat um zu leben. Dann hörte ich auf zu arbeiten, egal ob ich diesen Betrag am 1 Arbeitstag des Monats
erwirtschaftet hatte oder am 10 Arbeitstag. Von diesem Augenblick an zog ich mein Ding durch. Viel sinnvoller wäre es doch gewes-
en durch zuarbeiten.

Genauso dämlich reagiere ich mit Erlerntem. Wenn ich eine Tafel Schokolade in den Händen habe, einen Beutel Erdnüsse, Pralinen
sind die weg, anstatt sie sich "einzuteilen". Ökothropologen haben mich bestens geschult - nur was bringen mir diese Schulungen,
wenn ich sie nicht umsetzen kann. Das denke ich passiert der Masse der Menschen. Verzicht auszuüben heißt Stärke zeigen. Mein
Verhalten ist Schwäche.

Denke daran scheitern alle Programme.

LG Rolf :)

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