Diabetesfragen > ICT - Basis/Bolus
400 Teststreifen genügen!?
Tarabas:
--- Zitat von: Floh am August 28, 2015, 20:11 ---die Wirkprofile, -dauern, und -eintrittszeiten sind sehr stark gestreut. Von daher macht ein persönliches Ausprobieren viel Sinn.
--- Ende Zitat ---
Womit wir wieder beim Ausgangspunkt sind ;D
Ausprobieren ohne Messen, insbesondere ohne pp-Werte messen, ist nicht wirklich möglich, die 400 Streifen sind 'ne Farce. :daumenrunter: (Mindestens in jeder Einstellungsphase, aber imho grundsätzlich)
Kladie:
Hallo Tarabas
--- Zitat ---orginal Tarabas:
Das ist letztlich schon zu stark vereinfacht: Denn die riesen Menge da im Blut, die ist für etwa 10min wirksam.
--- Ende Zitat ---
Gyuri hat schon recht! Diese riesigen Mengen werden alle 10 Min. erneuert denn die Betazellen produzieren ununterbrochen Insulin in der Menge um den BZ im normalen Rahmen zu bringen. Das ist eben das Problem eines Type 2. Er hat nur relativen Insulinmangel, den die Betazellen versuchen auszugleichen und das bedeutet eben zu viel Insulin.
Die pp Werte sind für die Dosisermittlung des Essensbolus unwichtig. Und nur dafür bekommst du die 400 Meßstreifen und die reichen dann auch aus. Jedenfalls ist das die Ansicht der KKs und die haben das Geld.
Aber wie Joerg schgon geschrieben hat gibt es diese Obergrenze offiziell nicht.
Tarabas:
--- Zitat von: Kladie am August 28, 2015, 20:36 ---Hallo Tarabas
--- Zitat ---orginal Tarabas:
Das ist letztlich schon zu stark vereinfacht: Denn die riesen Menge da im Blut, die ist für etwa 10min wirksam.
--- Ende Zitat ---
Gyuri hat schon recht! Diese riesigen Mengen werden alle 10 Min. erneuert denn die Betazellen produzieren ununterbrochen Insulin in der Menge um den BZ im normalen Rahmen zu bringen. Das ist eben das Problem eines Type 2. Er hat nur relativen Insulinmangel, den die Betazellen versuchen auszugleichen und das bedeutet eben zu viel Insulin.
--- Ende Zitat ---
Im Verhältnis zu dem, was ein T2 an Insulin braucht - und damit im Verhältnis zu dem, was man bei optimaler Einstellung spritzt - ist die Menge wohl nicht so rieeesig . Sonst würde sie ja ausreichen, oder aber man würde mit den IE nur nochwein wenig korrigieren. Aber auch ein T2 nimmt sein Insulin nicht zur Feinkorrektur sondern um den ganzen Berg an KH wegzuschaufeln.
--- Zitat ---Die pp Werte sind für die Dosisermittlung des Essensbolus unwichtig. Und nur dafür bekommst du die 400 Meßstreifen und die reichen dann auch aus.
--- Ende Zitat ---
offizielles Ziel der Diabetes-Behandlung ist insbesondere die Spätfolgenverhinderung. Und dafür ist der pp-Wert wichtig. Und daraus folgend die schon beschriebenen möglichen Korrekturen bei der Bolusgabe.
Selbst für die Bolisdosis könnt es von Bedeutung sein: Wenn der BZ erst sehr spät runtergeht, vielleicht hat dann da das Basalinsulin mitarbeiten müssen? Dann wäre eine höhere Dosis aka ein anderer Faktor anzudenken.
Das alles muß der Arzt (mit)entscheiden. Abrer er muß dem Patienten die Möglichkeit geben, diese Werte überhaupt erstmal zu ermitteln. IMHO.
--- Zitat ---
Jedenfalls ist das die Ansicht der KKs und die haben das Geld.
Aber wie Joerg schgon geschrieben hat gibt es diese Obergrenze offiziell nicht.
--- Ende Zitat ---
Diese nicht offiziellen Obergrenzen kommen von den kassenärztlichen Vereinigungen, soweit ich weiß.
Floh:
--- Zitat ---Diese nicht offiziellen Obergrenzen kommen von den kassenärztlichen Vereinigungen, soweit ich weiß.
--- Ende Zitat ---
In diesem Druckwerk vom Diashop ists so erklärt: Teststreifen zählen nicht als Hilfsmittel, sondern als Arzneimittel (aus unverständlichen Gründen, aber hey). Deswegen gehen alle auf das Arzneimittelbudget des Arztes. Und somit ist es zwar richtig, dass die Kassen keine Obergrenze setzen dürfen (weil Kassen ja auch nicht vorschreiben dürfen wie viel Insulin jemand verbraucht, wäre ja noch schöner) und alles zahlen was der Arzt verschreibt - er aber in seinem Gesamtarzneimittelbudget eben beschränkt ist. Und da stand nicht, wie er da raus kommt.
Kladie:
Hallo Tarabas
--- Zitat ---orginal Tarabas:
Im Verhältnis zu dem, was ein T2 an Insulin braucht - und damit im Verhältnis zu dem, was man bei optimaler Einstellung spritzt - ist die Menge wohl nicht so rieeesig . Sonst würde sie ja ausreichen, oder aber man würde mit den IE nur nochwein wenig korrigieren. Aber auch ein T2 nimmt sein Insulin nicht zur Feinkorrektur sondern um den ganzen Berg an KH wegzuschaufeln.
--- Ende Zitat ---
Deine Annahmen in Ehren - ich gehe von anderen Annahmen aus. Gerade "frische" (neu diagnostizierte) Diabetiker haben meist noch eine gute Insulinsekretion und damit viel zu viel Insulin im Blut bei stark erhöhtem BZ. Die Menge reicht trotzdem nicht mehr aus und es muss mit SEA von extern unterstützt werden und dabei sind kleine Mengen nicht relevant.
Feinkorrektur ist beim T2 in der Tat nicht gefragt aber genau so wenig eine Korrektur im T1 Sinn. Ein T2 hat nur im Vorfeld eine Chance zu hohen BZ zu vermeiden. Bei mir dauert es ca. 1,5 Stunden bis ein 200er Wert wieder runter auf ca 100 - 120 mg/dl ist und wenn ich 10 - 15 IE als Korrektur spritze würde, wären es vielleicht 60 - 75 Min. Dauer allerdings mit der Gefahr einer Hypo weil das Insulin ja 3 - 4 Stunden wirkt.
einen KH Berg, der innerhalb einer halben Stunde aufgebaut wird und nur ca eine halbe bis eine Stunde anhält kann niemals ganz verhindert werden wenn Insulin mit einer Wirkdauer von 3 - 4 Stunden gespritzt wird - schon gar nicht wenn es gespritzt wird nachdem der Wert sich eingestellt hat. Das ist das Dilemma unserer Insuline. Die Analogas haben es etwas verbessert aber gegenüber dem Eigeninsulin immer noch einen Riesennachteil in der Wirkdauer.
Du könntest sicher eine Menge Teststreifen sparen wenn du auf Erfahrungen von T2er eingehen könntest. Du kannst es aber auch durch viel messerei selbst ermitteln - was dann aber ein paar Euro zusätzlich bedeuten würde. Oder du besorgst dir ein Libre. Dann kannst du den Verlauf deines BZ sehen und entsprechend reagieren ohne für viel messen zusätzlich bezahlen zu müssen.
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