Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Immer wieder neu: Sinnvolle Augen-Vorsorgeuntersuchung
<< < (2/2)
Uwe:
Lieber Alf,

dann will ich mal eine Lanze für Deine Augenärztin brechen, vorausgesetzt wir reden hier von einer OCT ( hier eine Beschreibung des UKE -> https://www.uke.de/kliniken/augenklinik/index_51897.php ).
Wie Du weißt sehe ich nur mit einem Auge und daher ist es mir besonders wichtig das gute Auge fit zu halten. Seit einigen Jahren wird bei mir die OCT im Wechsel mit der üblichen Farbstoffuntersuchung (Fluoreszenz-Angiographie, diese zahlt die KK im Gegensatz zur OCT) durchgeführt.
Die OCT ist lt. meiner Ärztin besser in der Früherkennung von Netzhautdefekten und kommt ohne die bei der Angiographie nötigen nierenbelastenden Farbstoffe aus. Ich habe früher immer versucht die Kosten auszubalancieren indem die Untersuchungsverfahren abwechselnd genutzt wurden. Seit meiner Listung zur Herztransplantation und der begleitenden Niereninsuffizienz versuchen meine Augenärztin und ich die Farbstoffbelastung so gering wie möglich zu halten. Für die regelmäßigen Herzuntersuchungen wird bei der Koronarangiographie schon genug Farbstoff genutzt. Deshalb ist die OCT die ( für mich ) bessere Wahl.
Und an dieser Stelle möchte ich mich bei meiner Augenärztin ausdrücklich bedanken.
"Also falls Sie Frau Dr. diesen Beitrag mitlesen sollten, vielen, vielen Dank für Ihre Hilfe"
Denn seit meine Erkrankungen meine Erwerbsfähigkeit verhindern, kann ich mir die OCT nicht mehr leisten. Und seit dem übernimmt meine Ärztin die kosten der OCT ( da die Krankenkasse trotz aller Umstände die OCT nicht zahlt ).
Warum schreibe ich dies hier, weil ich denke wäre es ein reines Zusatzgeschäft, so würde ich keine OCT mehr bekommen.
Nachdem meine Augen mittlerweile fast regelmäßig mit ein paar kleinen Laserpunkten stabil gehalten werden, glaube ich dass es durchaus eine sehr sinnvolle Entscheidung ist die OCT durchzuführen. Und wäre dem nicht so, warum sollte meine Ärztin diese Kosten für mich übernehmen; mich überzeugt das jedenfalls.
Ich gebe zu das Alles ist nur meine Sicht der Dinge, nicht medizinisch fundiert sondern subjektiv. Ich halte die Untersuchung für sinnvoll und  bedaure das die KKs es nicht übernehmen. Also ohne Anfangsverdacht würde ich mir das Geld evtl. sparen, aber mit Hinweisen auf erste Netzhautfehler würde ich es in größeren Abständen tun.

Alf:
Vielen Dank für Eure Meinungen.

Ich hatte es bisher auch so gehalten, dass ich Zusatzleistungen höchstens jedes zweite Jahr machen lasse. Der Bericht von Uwe ist bemerkenswert, es scheint eben doch noch Ärzte zu geben, die sich an ihren ursprünglichen Berufsethos erinnern und danach handeln.

Viele Grüße, Alf.
Ludwig:
Hallo Alf,
Auch bei uns im Ösiland muss man eine OCT selbst bezahlen! Allerding kostet das bei uns 75 EUR! Ich habe das Ergebnis dieser Unteruchung auf dem Bildschirm meines Augenarztes gesehen und man tatsächlich Veränderung bereits in der Entstehung erkennen und ggf. mit ein paar Laserpunkten reparieren! So gesehen mE nach eine gute Möglichkeit frühzeitig handeln zu können!

lg
Ludwig
jumanji:
Hallo,

ich habe einen super lieben Augenarzt. Ich bin ein Angsthase, weil meine beste Freundin und ihr Mann blind sind. Das prägt auch eine gewisse Angst vor Augenerkrankungen. Ich habe durch mein Kortison einen grauen Star auf beiden Augen, der erfolgreich operiert worden ist. Die Gefahr vom Kortison einen grünen Star zu bekommen ist relativ hoch. Ich habe einen Bluthochdruck und den Kortisoninduzierten Diabest, wo Augenarztkontrollen regelmäßig Pflicht sind und durch die Allergien eine ständig leicht entzündete Bindehaut. Bin so ein kleines Rotauge, was immer wieder juckt und zu Tränen gerührt wird. Genug, um bei jedem Augenarzt für "IGEL-Leistungen" das perfekte Geldschneiderei-Opfer zu sein. Jetzt fallen bei mir IGEL Leistungen aber flach, weil ich das Glück oder Pech habe privat versichert zu sein und der Augendok das, was er für notwendig erachtet auch abrechnen kann. Bislang habe ich auch immer alle Rechnungen bezahlt bekommen.

Was mache ich bei meinem Augenarzt:

Er besteht auf jährliche Kontrolle des Augenhintergrund, Messung des Augeninnendrucks und einmal die üblichen Sehtest, ggf. Neuverordnung Brillengläser.

Er hat mir ganz klar gesagt, mehr ist in meinem Fall medizinisch nicht notwendig, solange ich keine weiteren Probleme mit den Augen bekomme! Ich darf zwar gerne öfter kommen, aber damit würde er nur mehr Geld verdienen! DAS fand ich mal eine absolut ehrliche Ansage. Mit jedweden Sehstörungen, Sehveränderungen, Rötungen am Auge oder sonstigen komischen Sachen, soll ich gefälligst zeitnah, ggf. SOFORT auftauchen. Dann werden die Untersuchungen erweitert, um das, was er für notwendig erachtet. Dafür bekomme ich aber auch immer zeitnah einen Termin.

Rote Augen, Sehverschlechterungen sieht er als Notfall und gehören am gleichen Tag behandelt. Für diese Notfälle nimmt er sich dann auch immer Zeit. Egal, welcher Versicherungsstatus und ich habe mal durch Zufall ein Telefonat mitbekommen, wo er sich mit dem Arzt einer Augenklinik angelegt hat, die einen Kassenpatienten abgelehnt hatten, der als Notfall kam. Danach habe ich gedacht.. "ups, mit dem möchtest du keinen Streit haben!". Ich habe echt gedacht, der hüpft jetzt gleich vor lauter Wut aus der Hose.

Ich glaube ich habe einen Bilderbuch-Augenarzt. Allerdings denke ich auch, dass Termine für normale Sehtests und Brillenverordnungen, die jeder Optiker auch machen kann, nicht innerhalb von 3 Wochen sein müssen. Da habe ich auch nichts gegen die Wartezeiten. Wenn ich zur Kontrolle muss, mache ich den Termin auch immer großzügig und rufe nicht 1 Woche vor Ablauf des Jahres an.

Da ich häufiger aber Probleme mit den Augen habe, bin ich in der Regel 2 bis 3 x im Jahr bei ihm.

Jumanji
Gyuri:
Jetzt entdeckte ich durch Zufall in der VdK Zeitung Mai 2015 etwas über ärztliche Zusatzleisungen mit der Überschrift:
"Ärzte verkaufen oft zweifelhafte Zusatzleistungen"
Ich kann und will jetzt nicht den ganzen Beitrag abschreiben. Es wurden 37 Selbstzahlerleistungen bewertet und 16 wurden mit "negativ" oder "tendenziell negativ" bewertet. Weitere 13 bekamen das Urteil "unklar". Nur 4 Leistungen (von 37) wurden mit "tendenziell positiv" bewertet und keine einzige mit "positiv"!!!!!
Hier nur ein kleiner Auszug, der in diesem Zusammenhang interessieren könnte:

--- Zitat ---… Früherkennung des Grünen Stars …
Das kostet zwischen 20 und 40 Euro. Die Ergebnisse seinen nicht wirklich zuverlässig, … (!) Wenn jedoch der Verdacht auf Erkrankung vorliegt, sei die Untersuchung durchaus sinnvoll. Dann gehören Augenspiegelung und Innendruckmessung zu den Kassenleistungen. …

Ines Klut
--- Ende Zitat ---
Ich hoffe, mir ist jetzt keiner böse, weil ich so stark gerafft habe. Aber die Zeitung müsste beim VdK sicherlich zu bekommen sein.


Am Ende des Beitrags sind noch "Tipps für Patienten" zu lesen, die ich mal ganz stark vereinfacht wiedergebe.
Lasst euch nicht über den Tisch ziehen! Lasst euch nicht drängen, sofort und ohne Erläuterung und ohne aufklärendes Gespräch und ohne etwas Schriftliches irgend etwas zu zahlen. Auch kann es nicht schaden, seine Krankenkasse zu befragen.

Mehr Information gäbe es unter:
www.igel-monitor.de



Nachtrag:
Jetzt habe ich die ganze Zeitung im Internet gefunden.
>>> Bitteschön <<<
Navigation
Themen-Index
Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln
Powered by SMFPacks Likes Pro Mod