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| Ständig erhöhte Ketone |
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| Floh:
Würde ich so nicht ganz unterschreiben, Kladie. "Relativer Insulinmangel" für mich wäre: 10 BE gegessen, 10 I.E. benötigt, aber nur 8 gespritzt. Da kann von absolutem Mangel natürlich keine Rede sein, reichen tuts aber auch nicht, entsprechend halt 300 mg/dl BZ oder so. |
| Joerg Moeller:
--- Zitat von: Kladie am Oktober 02, 2017, 16:40 ---Ist die Ketonkonzentration im Blut zu hoch wird von einer Ketoazidose gesprochen. --- Ende Zitat --- Eigentlich nicht. Erhöhte Ketone sind eine 'Ketose'. Eine Ketoazidose ist eine Übersäuerung des Bluts (Azidose), die von Ketonen verursacht wird (fällt auch unter 'metabolische Azidose'). Zu Hause kann keiner eine Azidose messen, weil man dazu eine Blutgasanalyse (BGA) braucht. Mit Lackmuspapier kann man zwar den Säure-Basen-Zustand von Stoffen messen, aber für den normalen pH-Wert des Bluts sind die nicht geeignet, da der Normwert sehr eng begrenzt ist (der liegt zwischen 7,35 - 7,43) und so genau kann Lackmuspapier das nicht anzeigen. Verdachtsdiagnose "Ketoazidose" kann man stellen, wenn die Urinteststreifen +++ anzeigen (dreifach positiv) und dazu auch typische Symptome wie Übelkeit/Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit auftreten. Da muss man dann mit Insulin nach dem Motto "Klotzen statt kleckern" vorgehen. Kann man hier nachlesen unter "Schema A": http://www.chrostek.de/curriculum/03_Schema%20A%20B%20C.pdf Und wichtig ist, dass man das bis zu den Abbruchbedingungen durchzieht, sonst kann man sich wochenlang damit rumschlagen. Ganz wichtig: In dem Fall der Müdigkeit nicht nachgeben, sondern wach bleiben, bis sich eine Besserung zeigt. Wer sich das nicht selber zutraut sollte unbedingt den ärztlichen Notdienst unter der Nummer 116117 anrufen! Viele Grüße, Jörg |
| Kladie:
Hallo Floh, Deinem Beispiel folgend hättest du zwar zu wenig Insulinwirkung allerdings durch zu wenig Insulin und das fällt unter absoluten Insulinmangel. Insulin muss dazu nicht gänzlich fehlen. Beim T2 ist der BZ erhöht weil zwar genug Insulin produziert wird, dieses aber nicht ausreicht um den BZ ausreichend zu begrenzen. Eine erhöhte Produktion oder zusätzliches Bolusinsulin wird benötigt um den gesunden BZ Wert erreichen zu können. In deinem Beispiel müssten dann z.B. 10 IE zusätzlicher Bolus zum normal produziertem Eigeninsulin gespritzt werden (also insgesamt 20 IE) um die Wirkung der benötigten 10 IE zu bekommen. Das wäre dann relativer Insulinmangel |
| Floh:
Bin immer noch bei "relativem Insulingmangel" in meinem Beispiel, Kladie. Meine Glukosetransporter in die Zellen sind ja geöffnet (weil 80% des benötigten Insulins gespritzt). Es kann also nie der Fall eintreten, dass meine Zellen keinen Brennstoff (Glukose) eingeschleust bekommen. Damit bin ich nicht bei absolutem Insulinmangel - den habe ich dann, wenn meine Zellen verhungern und mein Körper irgend wo her Energie bekommen muss. _Dann_ werden Fettreserven sofort aufgelöst und in die Blutbahn gebracht, und damit Unmengen an Ketonen nachweisbar. Dieser Zustand geht aber bei vorhandenem (wenn auch zu kleinem) Bolus nie. |
| Kladie:
Dein Gedankengang würde bedeuten, wenn du gespritzt hast leidest du an keinem T1 Diabetes mehr.... In deinem Beispiel hast du nur 8 IE gespritzt und deshalb absolut 2 IE zu wenig. Absoluter Insulinmangel bedeutet zu wenig oder kein Insulin. Relativer Insulinmangel bedeutet zu viel Insulin ohne ausreichende Wirkung. |
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