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Messergebnisse FreeStyle Libre
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Floh:
Diese Aussage finde ich schade, pfaelzer.

Ich kann die Probleme von Kladie nur teils aus eigener Erfahrung wiedererkennen. Bei meinen Sensoren war der Wert typischerweise in sehr enger Toleranz zum Blutzucker (Blutzucker nicht mit dem Libre gemessen - ich hab da die falschen Teststreifen). Wenn es Abweichungen gab, die nicht auf äußere Einflüsse zurückzuführen waren (Temperaturerhöhung des Sensors - unter der Dusche etwa - liefert für einige Zeit falsch hohe Werte), dann waren diese bei mir "zu niedrig am Libre".

Ich hielt das für ein Designfeature. Bei einer falsch niedrigen Anzeige ist das Problem für den betroffenen Diabetiker unkritischer (weil 1 BE mehr weniger weh tut als die von Kladie angesprochenen +30 I.E.).

Der Kladiesche Ausfall ist deswegen besonders tückisch - aber für mich bisher ein Einzelfall. Da würde ich nicht von Kinderschuhen sprechen - das Verhalten des Sensors ist durchaus dem Verhalten des Navigators vergleichbar.
Kladie:
Hallo Pfälzer,

auch ich möchte da eher widersprechen. Es ist ein System das anders ist und viel Vorteile gegenüber den normalen Meßgeräten hat. Meine Erfahrungen sind aber so, dass die Ausfälle bzw, die Ungenauigkeiten noch nicht alle erklärbar sind.
Wenn du mit Meßstreifen gemessen und vorher deine Finger nicht gewaschen hattest konnten auch erhebliche Ungenauigkeiten entstehen, die in den Anfangszeiten der Selbstmessung auch nicht immer erkannt und erklärt werden konnten.

Ich versuche hier nur herauszubekommen wie häufig so etwas passiert oder ob es nur ein einmaliger Fall war. Ein Forum ist mir da wesentlich vertrauenswürdiger als der Hersteller selbst.
Klimbim2012:
Hallo Kladie,

als FSL-Neuling, mit 2. Sensor am Arm, - habe ich auch festgestellt, das die Werte niedriger sind, als bei der BZ-Messung, - aber meist sind die Abweichungen um +/- 10. Viel Interessanter finde ich den Verlauf, - der mir oft logisch erscheint, und andere Male total unlogisch.....  Und das finde ich eigendlich das Interessante, - und welchen Nutzen ich daraus ziehen kann, - und ggf. mein Management anpassen kann, - aber da bin ich mir noch sehr unsicher, - klar, da fehlen auch die Erfahrungswerte, - und vielleicht sind da 2 Sensoren auch zuwenig!

So habe ich die beiden vergangenen Nächte lt. FSL 3 Unterzuckerungen verschlafen, - und eine die ich durch Zufall gemessen habe, mir jedoch ausser Müdigkeit sehr gut ging, - ich dann vorsorglich den BZ gemessen habe, und alles im grünen Bereich war!

Vor dem FSL habe ich mich immer gewundert, das mein morgendlicher Nüchternwert erhöht war, - obwohl ich am Vorabend mit sehr guten Werten ins Bett gegangen bin. Mit dem FSL habe ich sehen können, das meine Werte in der Nacht gut und gleichmäßig liegen, mit ausnahme der Ausrutscher nach unten, - jedoch um die Zeit, wo ich aufstehe, die Werte auch ansteigen, ohne das ich etwas gegessen habe .... es ist nur geringfügig, aber gestiegen!

Oder der Verlauf nach der Malzeit, der Anstieg des BZ, und darauf folgende Abfall, der oft kurz und steil ist, - oder abends genauso steil hoch geht, sich dann aber im Abfallen sehr streckt, obwohl ich abends mehr IE habe ( Faktor: morgens/mittags/abend = 0,5 / - / 1,0 ), aber da muss ich wohl auch mit meinem Diadoc. mal reden!

.... ja, - das fiel mir jetzt mal so ein, - und nun warte ich auf meinen 3. u. 4. Sensor,
nach dem Hickhack, bin ich gespannt ob die noch vor Ablauf des 2. Sensors kommen,
und wenn nicht, das ich nicht so lange aussetzen muss!

Ich für mich habe entschieden, dass ich mich nicht alleine auf FSL verlassen möchte, - die Messung BZ vor Essen und UZ werde ich beibehalten!

Kladie:
Hallo Klimbim2012,

meine Erfahrung ist genau das was du schreibst. Ich habe jetzt den 17. oder 18. Sensor in Benutzung und bin froh das FSL zur Verfügung gehabt zu haben. Hat mir auch einige neue Erkenntnisse gebracht.

Die erste Phase ist aber nun vorbei und neue Erkenntnisse werde ich vermtl nicht mehr machen. Wenn ich jetzt nicht noch mehr Erlebnisse wie oben beschrieben habe wäre ich superzufrieden.
Joerg Moeller:
Ich kann es natürlich nicht empirisch belegen, aber nach all den Berichten darüber habe ich schon den Eindruck, dass es sowas ähnliches wie eine Universalgröße bei Mützen ist: einem großen Teil passt es, bei manchen passt es aber nicht. Man müsste also erstmal für sich selber rausfinden "Bin ich ein Libre-Typ oder nicht".

Vergleiche mit dem Messgerät würde ich nur ziehen, wenn ich vorher mal beim Arzt die Genauigkeit des Messgeräts gecheckt habe. (gegen eine Labormessung). Wenn Gerät A 100 zeigt und Gerät B 120, dann gibt es ja zwei Optionen: Gerät A zeigt 20 zu wenig oder Gerät B zeigt 20 zuviel. (Oder die dritte Variante: das Labor misst 110, dann zeigt A 10 zuwenig und B 10 zuviel).

Im Endeffekt würde ich die Praxis entscheiden lassen: gelingt es mir mit dem Libre den Verlauf stabiler zu machen und wirkt sich das auf das HbA1c aus.

Viele Grüße,
Jörg
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