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hohe Nüchternwerte durch Erkältung??
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Oggy:
Du musst abklären:
Woher kommen meine zu hohen Nachtwerte um 22:30?
(abreissende Basalversorgung oder falschgfespritzer Bolus)
Woher kommt die Hypo
Das ganze Gemenge kriegst Du in gesundem Zustand (ohne Erkältung o.ä.) nur dzrch einen Basalratentest und abschließendem Neu-Festlegen der Bolusfaktoren geregelt - ansonsten fischen wir hier ordentlich im Trüben
Joerg Moeller:
Durch eine Entzündung kann der BZ beeinflusst werden, muss es aber nicht unbedingt.

Trotzdem würde ich eine Basaleinstellung erst machen, wenn die Erkältung vorbei ist. Erkältet zu sein ist ja kein Basis-Zustand.

Neben einer unpassenden Basaleinstellung kann für einen hohen Nüchternwert aber auch die Auswirkung von FPE (siehe http://www.diabetesinfo.de/homepage/infos-und-news/fett-protein-einheiten.html) oder ein Dawn-Phänomen (http://www.diabetesinfo.de/homepage/infos-und-news/dawn-oder-aufstehphaenomen.html) in Frage kommen.

Das zu testen lohnt sich aber erst nach einer sauberen Basaleinstellung. Ob es an FPE liegt kann man testen, indem man abends möglichst Fett-/Eiweißarm isst. Und ob es ein Dawn ist, indem man nächtliche Tests durchführt (mindestens einen 3-4h nach dem Einschlafen und 5-6h nach dem Einschlafen. Der erste Wert zeig an ob man noch Spielraum hat das abendliche Basalinsulin zu erhöhen, der zweite zeigt an, ob es ein Dawn ist, also der Wert kurz vor dem Aufweichen signifikant ansteigt).

Viele Grüße,
Jörg
Joa:
Hallo Frau Hummel,

--- Zitat von: Hummel7 am Dezember 07, 2014, 18:59 ---
Meine Frage:  seit einigen Tagen habe ich eine "dicke" Erkältung und hohe Nüchternwerte,
die ich mir nicht erklären kann ...
... Was kann der Grund für die hohen Nü-Werte sein?  Die Werte tagsüber
liegen nicht anders als sonst.

--- Ende Zitat ---

die wahrscheinlich Antwort hast Du ja schon fast selbst in die Überschrift gestellt.
Wenn Du erst seit dem Infekt die morgendlich hohen Werte hast, sonst aber unter Tag alles fein bleibt, vielleicht zum Abend etwas zähflüssiger, dann steckt wohl die hormonelle Infektbekämpfung des Körpers dahinter.

Die Schwerpunkte der Hormonausschüttungen liegen, wie meist, in den bekannten Zeiten von Dawn und Dusk. Wenn es für die kontrainsulinären Hormone dann mit ihrer Ausschüttung keine ausreichende Insulinabdeckung hat, gibt es eine Insulinresistenz, meist über rund 5-6 Stunden.

Als Gegenmaßnahme wäre eine Insulindosiserhöhung, hier am Abend, denkbar, die unter Levemir in Dosis 6,5 IE so spät wie möglich gespritzt werden könnte.
Teupe empfiehlt das Korrekturschema BI (Infekt-Schema), als nachträgliche Korrektur überhöhter Werte mit dem Faktor 1,5, weil sich nicht recht vorhersagen lässt, ob die resistenzauslösenden Hormone auch in der nächsten Nacht wieder erhöht bleiben werden.

Gruß
Joa
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