Diabetesfragen > Allgemeiner Bereich
Erfahrungen mit Ärzten und Schulungen
Wolfgang:
Hallo,
als "Neusüßer" würden mich mal Eure Erfahrungen mit Ärzten und Schulungsprogrammen interessieren.
Ich fange mal an:
Bei mir im Dorf habe ich seit 30 Jahren meine Hausarztpraxis, in der seit 2 Jahren auch eine Internistin und Diabetologin arbeitet. Mit ihr komme ich prima klar, sie nimmt mich und meine
Probleme ernst und hilft mir im Rahmen ihrer "Hausärtlichen Gemeinschaftspraxis" weiter .
Zur Schulung und bei echten Problemen gehe ich in ein Diabeteszentrum. Dort fühle ich mich sowohl von dem behandeldem Arzt als auch von der Dame für die Schulung sehr gut aufgenommen.
Ich muss dazu sagen, dass ich Privatpatient (2,3 facher Satz) bin. :)
Also, welche Erfahrungen habt ihr ?
Alf:
Ich war ein gutes Jahrzehnt an der Uniklinik Ffm in der Diabetikerambulanz. Fühlte mich dort immer wohl, zum Schluss waren die Ratschläge für Optimierung der Werte als seltener als die Wechselhäufigkeit des betreuenden Arztes und dann habe ich mich dort abgeseilt.
Grundsätzlich ist meine persönliche Einstellung, dass ich erst mal keinem Arzt in Bezug auf meinen Diabetes traue, das muss sich jeder Doc erst "erarbeiten". Ich habe schon zu viele Scharlatane und Pfeifen erlebt... :o
Ich bin sogar fast geneigt zu sagen, dass die Diabetesberater nicht selten mehr auf der Pfanne haben als die Ärzte in deren Praxen sie angesetellt sind... ;)
Eine besonders nette Geschichte war ein Allgemeinmediziner, den ich mir an meinem 2.Wohnsitz vor ein paar Jahren in Lu. gesucht hatte - für den Notfall, falls mal irgendetwas sein sollte.
Der hatte noch nicht mal was von Basis oder Bolus gehört, war entsetzt, dass ich keinen festen Diätplan habe und hat mir bei der Verabschiedung viel Glück für die Zukunft und trotzdem ein möglichst langes Leben gewünscht aber bei meinem Lebenswandel könne das ja leider nichts mehr werden... :balla:
(Ich muss dazu sagen, dass ist jetzt ~8 Jahre her und selbst damals war ICT eigentlich schon nichts Neues mehr...)
Ich habe 2 Schulungen gemacht: Zur Neueinstellung eine "ambulante Schulung", in der es überwiegend um Ernährung ging und eine 2. Schulung, stationär in Frankfurt (damals noch unter Prof. Haak), beide waren aus fachlicher Sicht sehr gut...
Ciaoi, Alf.
Joerg Moeller:
Ich hatte meine erste Schulung in dem KH, wo ich auch das erstemal eingestellt wurde. Die war für den Beginn ausreichend, aber man riet mir damals schon, mich mal in Essen (Elisabeth KH) intensiv schulen zu lassen.
Das hab ich dann auch getan und die war um Längen besser. Genaugenommen optimal, um danach eine ICT eigenverantwortlich fahren zu können.
Seitdem habe ich an anderen Schulungen als Hospitant teilgenommen, bzw. selbst schon durchgeführt (als Fortbildungsveranstaltung für Pflegepersonal)
Es gibt gute und weniger gute, wie überall. Es kommt eben auch immer auf die Zielsetzung an: soll derjenige mehr über Diabetes erfahren oder soll er lernen, die Therapie XYZ auf seine persönlichen Bedüfnisse hin anzupassen? Soll er lernen mit BE umzugehen, den GI kennenlernen, mit einem Messgerät umzugehen usw. usf. Da gibt es unterschiedliche Ansätze.
Meiner Erfahrung nach sind am besten die Schulungen, die von Diabetikern geleitet werden. Also von Leuten, die das alles aus eigener Erfahrung kennen und nicht nur darüber gehört/gelesen haben.
Twen:
also ich hab bis jetzt 2x ne allgemeine schulung über diabetes miterlebt. darin zu erfahren was der diabetes ist, auf was man verzichten soll (oh wunder auf zucker z.b. *g*) und welche formen es gibt (2 typen) die spätfolgen wurden angeschrieben aber viel mehr wars nicht.
bei der 1. wars lustig eigentlich, die abhaltende schwester wußte wovon sie spricht (hatte selbst diabetesfälle in der familie) und wußte auch wie schwer ein verzichten auf einiges war
bei der 2. wars langweilig A) weil die schwester es nicht "spannend" rübergebracht hat B) das durchschnittsalter 300 jahre betrug und C) jeder punkt der nicht na schema lief für die schwester der planke horror war.... (iiiiiiiiii wie kann man nur rauchen)... naja, war halt nicht so die meinige.... nur sport u. nur gesund essen u. selbst keine probleme haben... tja, bringt net grad das rüber was es rüberbringen sollte wenn man selbst bei allen diesen dingen probleme hat.
so u. jetzt bin ich in ner schulung u. hab dort alle 6 wochen mom. kontrolle, kann die ärztin untertags dauernd anrufen, sie meldet sich dazwischen auch bei mir u. ich hab wirklich ne kompetente hilfe bei den problemen...
ach ja u. meine praktische meinte, durch mich lernt sie neues von der diabetes... find ich doch auch mal gut sowas einzugestehen.
bigmani:
Ich bin ca. 10 Jahre ohne Schulung ausgekommen, nur kleinste Beratung durch den Arzt. Aber jetzt habe ich eine stationäre Schulung in Offenbach mitgemacht. Ich fand, daß das außerordentlich interessant und gut war. Theorie und Praxis, hervorragend dargebracht mit jeder Menge Übungen. Ich kann das nur empfehlen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln